Pflanzliche Heilmittel sind etwas ganz Besonderes für den modernen Menschen. Die meisten assoziieren mit Medizin eher Tabletten, Tropfen, Zäpfchen und dergleichen mehr. Medizin ist für uns steril, farblos und schmeckt nach nichts, nach Chemie oder einfach bitter. Cannabis ist anders, vor allem, wenn eine Behandlung direkt mit Blüten vorgenommen wird. Ein Aspekt daran, der gleichzeitig schön und doch auch schwierig ist, ist die Unberechenbarkeit der Natur. Eine Pflanze lässt sich nicht ohne Weiteres als Arzneimittel standardisieren.
📑 Inhaltsverzeichnis
- Herkunft und Abstammung
- Aussehen, Geschmack und Aroma
- Wirkstoffgehalt
- Steckbrief: avaay 22/1 BCP Black Cherry Punch
- Pharmakologische Wirkung
- Was 22/1, BCP und CA auf dem Apothekenetikett bedeuten
- Black Cherry Punch von avaay, enua und Cannamedical im Vergleich
- Die Genetik hinter Black Cherry Punch
- Terpenprofil: woher die Kirschnote kommt
- Bestrahlt oder unbestrahlt: was hinter der Angabe steckt
- Verwechslungsgefahr: SCP, PCP und die kanadischen Freizeitmarken
- So kommen Patienten an Black Cherry Punch
- 💬 Fragen? Frag den Hanf-Buddy!
Die Zusammensetzung der Wirkstoffe unterliegt Schwankungen, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Wird Cannabis draußen unter der Sonne angebaut, sind die Schwankungen am höchsten, da das Wetter die unberechenbare Variable ist. Um das etwas ausgleichen zu können, setzen manche Hersteller beim Anbau auf Hybrid-Gewächshäuser, die mit zusätzlichen Beleuchtungen, Belüftungen und Bewässerungssystemen arbeiten. Auch die Medizinalcannabisblüte, die im Folgenden beschrieben wird, wächst in solchen Hybrid-Gewächshäusern: avaay 22/1 BCP: Black Cherry Punch.

Herkunft und Abstammung
Angebaut wird das avaay 22/1 BCP in Südafrika, am Westkap. Der Hersteller ChroniCo kultiviert die Pflanzen dort ressourcenschonend im solarbetriebenen Hybrid-Gewächshaus. Anschließend erfolgt eine schonende hängende Trocknung, der Nachernteprozess dauert bei ChroniCo ganze 14 Tage.
Die Strains, aus denen der Breeder In House Genetics Black Cherry Punch gekreuzt hat, sind wie geschaffen füreinander. Ein Elternteil ist Black Cherry Pie, der mit Cherry Pie und Blackberry Kush zwei fruchtige Sorten verbindet, und Purple Punch, das die andere Hälfte der Genetik beisteuert, liefert die süßen Komponenten mit Granddaddy Purple und Larry OG Eigenschaften.



Aussehen, Geschmack und Aroma
Die grüne Basis der Black Cherry Punch Blüten ist sehr hell und zart, und er wird in einigen Knospen immer wieder von lila-violetten Stellen unterbrochen. Die Härchen dazwischen sind orange, fallen an den meisten der harzigen Blüten nur wenig auf.
Aromatisch hält avaay 22/1 BCP in erster Linie, was der Name Black Cherry Punch verspricht. Die beerigen, fruchtig-süßen Noten dominieren den Geschmack, während sie im Geruch etwas weniger im Vordergrund stehen. Hier sind die erdigen, gassy Tendenzen etwas stärker. In jedem Fall trägt der Strain die Kirsche zu Recht im Namen, denn an diese werden die Geschmackssinne unweigerlich erinnert.
Wirkstoffgehalt
avaay 22/1 BCP ist eine typische THC-lastige Cannabisblüte mit etwa 22 Prozent THC (Versuchs-Charge hatte 20,3 Prozent) und weniger als ein Prozent CBD. Der Terpengehalt beträgt ca. 1,5 Prozent, wobei die Terpene Limonen, Caryophyllen , Linalool, Myrcen, Humulen davon den größten Teil ausmachen.

Steckbrief: avaay 22/1 BCP Black Cherry Punch
Die folgende Übersicht fasst die Daten der getesteten Blüte zusammen. Die verbindlichen Werte einer konkreten Lieferung stehen immer auf dem Analysenzertifikat, das die Apotheke zur jeweiligen Charge herausgibt.
| Handelsname | Black Cherry Punch, Kürzel BCP |
| Produktbezeichnung | avaay 22/1 BCP |
| Anbieter | avaay Medical |
| Anbaubetrieb | ChroniCo |
| Anbauland | Südafrika, Westkap |
| Anbauform | solarbetriebenes Hybrid-Gewächshaus |
| Nachernte | hängende Trocknung, 14 Tage Nachernteprozess |
| Breeder der Genetik | In House Genetics |
| Kreuzung | Black Cherry Pie und Purple Punch |
| Sortentyp | sativa-dominanter Hybrid nach der Einordnung im Test |
| THC laut Wirkstoffklasse | rund 22 Prozent |
| THC der getesteten Charge | 20,3 Prozent |
| CBD | unter 1 Prozent |
| Terpengehalt | rund 1,5 Prozent |
| Dominante Terpene | Limonen, Caryophyllen, Linalool, Myrcen, Humulen |
| Aroma | dunkle Kirsche und Beere, süß, im Geruch erdiger und gassy |
| Blütenbild | helles Grün mit lila-violetten Stellen, orange Härchen, harzig |
| Wirkcharakter im Test | stimmungsaufhellend, fokussierend, schmerzlindernd |
| Empfohlene Tageszeit | tagsüber |
| Weitere Wirkstoffklasse des Anbieters | avaay 26/1 BCP mit derselben Genetik |
| Status | verschreibungspflichtige Medizinalcannabisblüte aus der Apotheke |
Pharmakologische Wirkung
Im Test hat sich avaay 22/1 BCP als ein sehr solides Medikament für den Gebrauch über den Tag hinweg bewährt. Es hebt die Stimmung an, ohne dabei aber die geistige Klarheit zu stark zu beeinträchtigen. Im Gegenteil, die mentale Entspannung des sativa-dominanten Hybriden bei gleichzeitig stimmungsaufhellender Wirkung wirkte sich positiv auf den Fokus aus.
Vorstellbar, dass dies zum Beispiel auch für den Einsatz der Sorte bei ADHS spricht. Dies wurde im Testverlauf aber nicht überprüft. Das Potenzial zur Schmerzreduktion von Black Cherry Punch ist auf jeden Fall mehr als zufriedenstellend und der Strain ist sehr angenehm in der Verwendung. Zur Unterstützung des Schlafs wird avaay 22/1 BCP vermutlich kaum Anwendung finden, dafür sind die belebenden Eigenschaften zu präsent.
Was 22/1, BCP und CA auf dem Apothekenetikett bedeuten
Die Produktbezeichnung einer Medizinalcannabisblüte liest sich für Patienten oft wie ein Zahlencode. Bei avaay 22/1 BCP stehen die beiden Zahlen für die Wirkstoffklasse. Die erste Zahl nennt den ungefähren THC-Gehalt in Prozent, die zweite den ungefähren CBD-Gehalt. 22/1 bedeutet also rund 22 Prozent THC und etwa ein Prozent CBD.
Die Wirkstoffklasse ist eine Einordnung, kein Messwert der einzelnen Lieferung. Der Anbieter legt die Klasse fest, damit Ärztinnen und Ärzte eine Blüte gezielt verordnen können. Die getestete Charge lag mit 20,3 Prozent THC etwas unter dem Klassenwert. Solche Abweichungen sind bei einem Naturprodukt der Normalfall und kein Qualitätsmangel.
Der Buchstabenblock dahinter ist das Sortenkürzel. BCP steht für Black Cherry Punch. Kommt in einer Bezeichnung ein weiteres Länderkürzel vor, meint es das Anbauland. CA steht für Kanada, ZAF für Südafrika. Aus dem Etikett lässt sich damit ablesen, welche Sorte in welcher Potenz aus welchem Land in der Apotheke liegt.
Black Cherry Punch von avaay, enua und Cannamedical im Vergleich
Black Cherry Punch ist keine Hausmarke eines einzelnen Anbieters. Die Genetik stammt vom Breeder In House Genetics und wird von mehreren Unternehmen für den deutschen Markt angebaut. Wer in der Apotheke nach der Sorte fragt, trifft deshalb auf mehrere Produkte mit sehr ähnlichem Namen, aber unterschiedlicher Herkunft.
avaay führt die Sorte in zwei Wirkstoffklassen, als 22/1 BCP und als 26/1 BCP. Beide stammen aus dem südafrikanischen Anbau und werden unbestrahlt in den Verkehr gebracht. Die hier getestete Blüte ist die schwächere der beiden Klassen. Wer die Bezeichnung 26/1 BCP im Kopf hat, sucht dieselbe Genetik in der stärkeren Variante.
enua vertreibt die Sorte als enua 22/1 BCP CA. Das Kürzel CA verweist auf den kanadischen Anbau, denn das Unternehmen arbeitet mit Produzenten in Kanada zusammen. Diese Blüte wird nach Herstellerangaben mit einem Elektronenstrahl behandelt. Cannamedical wiederum führt Black Cherry Punch unter einer eigenen Produktlinie mit dem Länderkürzel ZAF, also erneut aus Südafrika. Ein Testbericht zu einer anderen enua-Blüte zeigt, wie sich die kanadische Handschrift des Anbieters bemerkbar macht.
Interessant ist, dass sich die Anbieter bei der Einordnung nicht einig sind. Im Test hier zeigte sich die Blüte sativa-dominant, während andere Anbieter dieselbe Genetik indica-dominant führen. Das ist kein Widerspruch in den Daten, sondern eine Frage von Phänotyp und Anbaubedingungen. Aus derselben Kreuzung lassen sich Pflanzen selektieren, die spürbar unterschiedlich ausfallen. Wer sich auf die Sortenbezeichnung allein verlässt, wird deshalb gelegentlich überrascht.
Die Genetik hinter Black Cherry Punch
Beide Elternteile der Kreuzung sind bekannte Dessertsorten. Black Cherry Pie verbindet Cherry Pie mit Blackberry Kush und bringt die dunkle, beerige Fruchtnote mit. Von dort stammt der Kirschcharakter, der dem Strain seinen Namen gegeben hat. Die zweite Hälfte kommt von Purple Punch, einer Verbindung aus Granddaddy Purple und Larry OG.
Purple Punch steuert die süße, fast sirupartige Komponente bei. Aus dieser Linie stammt außerdem die Neigung zur violetten Färbung, die auch an den hier beschriebenen Blüten zu sehen ist. Verantwortlich dafür sind Anthocyane, also Farbstoffe, die sich unter bestimmten Bedingungen in der Pflanze anreichern. Wann diese Färbung ein Sortenmerkmal ist und wann sie auf Stress hindeutet, klärt unser Hintergrundstück zu lila Cannabisblättern und Anthocyanen.
Für Patienten ist die Abstammung mehr als eine Fußnote. Sie erklärt, warum die Blüte trotz ihrer beruhigenden Elternlinien im Test einen wachen Charakter zeigte. Granddaddy Purple und Blackberry Kush gelten als schwere Sorten, doch die konkrete Selektion entscheidet. Genau deshalb lohnt der Blick auf den Testbericht und das Terpenprofil statt auf die Genetik allein.
Terpenprofil: woher die Kirschnote kommt
Mit rund 1,5 Prozent liegt der Terpengehalt der getesteten Charge im oberen Bereich dessen, was Medizinalcannabisblüten üblicherweise erreichen. Fünf Terpene tragen das Profil. Limonen liefert die helle, zitrische Spitze und stützt gemeinsam mit Linalool den fruchtigen Eindruck. Linalool selbst ist das Terpen, das auch Lavendel prägt, und bringt eine blumige, leicht süßliche Ebene mit.
Myrcen ist in vielen Cannabissorten das mengenmäßig stärkste Terpen und wirkt geschmacklich erdig bis krautig. Caryophyllen ergänzt eine pfeffrige Schärfe und ist pharmakologisch besonders interessant, weil es als einziges bekanntes Terpen direkt am CB2-Rezeptor ansetzt. Humulen schließlich kennt man aus dem Hopfen und damit aus dem Bier, es steuert die hopfig-herbe Note bei.
Diese Zusammensetzung erklärt den Widerspruch zwischen Geruch und Geschmack, den der Test beschreibt. Im Glas dominieren die erdigen und gassy Anteile aus Myrcen und Caryophyllen. Beim Verdampfen treten die leichter flüchtigen Anteile aus Limonen und Linalool nach vorn, und die Kirsche kommt durch. Wer die Terpene schonen will, verdampft bei moderaten Temperaturen statt bei Maximalhitze.
Bestrahlt oder unbestrahlt: was hinter der Angabe steckt
Medizinalcannabis muss mikrobiologische Grenzwerte einhalten. Viele Anbieter erreichen das über eine Dekontamination der getrockneten Blüten. Verbreitet sind die Gammabestrahlung und die Behandlung mit einem Elektronenstrahl, im Handel meist als E-Beam bezeichnet. Der Elektronenstrahl dringt weniger tief ein, arbeitet dafür mit höherer Dosisleistung und kürzerer Behandlungszeit.
Für Patienten ist die Angabe vor allem beim Aroma relevant. Untersuchungen zeigen Terpenverluste im Bereich von zehn bis zwanzig Prozent, bei besonders flüchtigen Verbindungen auch deutlich mehr. Die Cannabinoide bleiben dabei weitgehend stabil. In derselben Größenordnung bewegen sich allerdings die Verluste, die schon bei Trocknung und Lagerung entstehen.
Die hier getestete avaay-Blüte wird unbestrahlt angeboten, die kanadische enua-Variante derselben Genetik nach Herstellerangaben mit Elektronenstrahl behandelt. Wer zwischen zwei Produkten mit gleichem Sortennamen wählt, findet hier also einen echten Unterschied. Wie die Branche das Thema regulatorisch handhabt, ordnet unser Beitrag zur mikrobiellen Dekontamination von Medizinalcannabis ein.
Verwechslungsgefahr: SCP, PCP und die kanadischen Freizeitmarken
Rund um Black Cherry Punch existieren mehrere Namen, die sich nur um ein Wort unterscheiden. Sour Cherry Punch wird als SCP geführt und ist eine eigene Sorte, nicht die saure Variante derselben Blüte. Pineapple Cherry Punch taucht ebenfalls in Apothekenlisten auf und ist wieder eine andere Genetik. Wer nach der hier getesteten Blüte sucht, achtet deshalb auf das Kürzel BCP.
Eine zweite Stolperfalle ist das Kürzel selbst. In der Fachliteratur zu Terpenen steht BCP üblicherweise für Beta-Caryophyllen. Ein Suchtreffer zu BCP muss also nicht die Sorte meinen, sondern kann das Terpen betreffen, das in dieser Blüte ohnehin enthalten ist.
Hinzu kommen kanadische Freizeitmarken, unter denen Black Cherry Punch international vertrieben wird. Diese Produkte sind keine deutschen Medizinalcannabisblüten und in hiesigen Apotheken nicht erhältlich. Für eine Verordnung in Deutschland zählen ausschließlich die hier gelisteten Produktbezeichnungen der Anbieter. Einen Überblick über die Sortenvielfalt insgesamt gibt unsere Übersicht der 50 beliebtesten Cannabis-Sorten 2026.
So kommen Patienten an Black Cherry Punch
Black Cherry Punch ist eine verschreibungspflichtige Medizinalcannabisblüte. Der Weg führt über eine ärztliche Verordnung und anschließend über eine Apotheke, die Cannabisblüten führt. Auf dem Rezept steht in der Regel die Produktbezeichnung mitsamt Wirkstoffklasse, weil erst diese Angabe das Produkt eindeutig macht. Steht dort nur der Handelsname, kann die Apotheke bei mehreren Anbietern derselben Sorte nachfragen müssen.
Die Verfügbarkeit einzelner Chargen schwankt spürbar. Ist die gewünschte Wirkstoffklasse gerade nicht lieferbar, kommt die Frage nach einem Austausch auf. Ein Wechsel von 22/1 auf 26/1 ist kein reiner Formalakt, denn die Dosierung ändert sich mit dem Wirkstoffgehalt. Diese Entscheidung gehört in die ärztliche Absprache und nicht in die Selbstkorrektur am Küchentisch.
Der rechtliche Rahmen ist zudem in Bewegung. Über Einschränkungen bei der telemedizinischen Erstverordnung und beim Versand von Blüten wird seit 2026 politisch gestritten, entschieden ist bislang nichts. Den Sachstand halten wir im Beitrag zur Cannabis-Telemedizin unter Druck nach. Wer den gesamten Weg von der Diagnose bis zur Apotheke nachlesen möchte, findet ihn im Patientenguide zu medizinischem Cannabis in Deutschland.
Nutzt du bereits Medizinalcannabis zur Behandlung?
Häufige Fragen zu Black Cherry Punch (avaay 22/1 BCP)
Was ist die Wirkung von Black Cherry Punch?
Black Cherry Punch (avaay 22/1 BCP) ist ein sativa-dominanter Hybrid mit stimmungsaufhellender, fokussierender und schmerzlindernder Wirkung. Die mentale Entspannung beeinträchtigt die geistige Klarheit kaum – der Strain eignet sich daher gut für den Tageskonsum. Zur Schlafunterstützung ist er weniger geeignet, da die belebenden Eigenschaften zu präsent sind – dafür empfehlen wir den Überblick zu den besten Cannabis-Sorten für einen erholsamen Schlaf. Die schmerzlindernden Eigenschaften können zudem bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eine Rolle spielen – etwa bei Ankylose und Cannabis.
Wie viel THC hat avaay 22/1 BCP Black Cherry Punch?
avaay 22/1 BCP Black Cherry Punch enthält etwa 22 Prozent THC und weniger als ein Prozent CBD. Der Terpengehalt beträgt ca. 1,5 Prozent. Die enthaltenen Cannabis-Terpene sind Limonen, Caryophyllen, Linalool, Myrcen und Humulen – die fruchtig-kirschigen Noten kommen dabei von Limonen und Linalool. Besonders Myrcen entfaltet bei Schmerzen und Arthrose eine eigene therapeutische Wirkung und dürfte zur schmerzlindernden Wirkung des Strains beitragen.
Für welche Beschwerden eignet sich Black Cherry Punch?
Black Cherry Punch eignet sich nach dem Testbericht besonders zur Schmerzreduktion sowie für eine stimmungsaufhellende Wirkung. Aufgrund der fokussierenden Eigenschaften ist der Strain möglicherweise auch für ADHS-Patienten interessant – dieser Aspekt wurde im Testverlauf jedoch nicht geprüft. Zur Schlafunterstützung ist er laut Tester weniger geeignet. Die stimmungsaufhellende Komponente ist darüber hinaus im Kontext psychischer Belastungen von Interesse – etwa bei PTBS, wo Veteranen und Trauma-Patienten profitieren.
Welche weiteren avaay Medizinalcannabis-Sorten gibt es?
Neben dem Black Cherry Punch bietet avaay Medical zahlreiche weitere Medizinalcannabis-Sorten an. Einen weiteren Testbericht findest du in unserem Review der avaay 32/1 AHC Amnesia Haze Cake – einem CBD-reicheren Strain mit hohem THC-Gehalt.
Wie schmeckt Black Cherry Punch?
Black Cherry Punch überzeugt mit einem fruchtig-süßen Aroma aus dunklen Kirschen und Beeren, getragen von den Terpenen Limonen und Linalool. Im Abgang zeigen sich durch Myrcen und Caryophyllen leicht erdig-würzige Noten. Wer dessertartig-süße Sorten mag, findet einen ähnlichen, cremig-süßen Charakter auch im Testbericht zu Cannamedical 24/1 Incredible Milk.
Gibt es Black Cherry Punch auch von enua oder anderen Herstellern?
Black Cherry Punch ist eine Genetik des Breeders In House Genetics und wird von mehreren Anbietern auf dem deutschen Markt geführt – unter anderem von avaay (in den Varianten 22/1 BCP und 26/1 BCP) sowie von enua. Die hier getestete Blüte ist die avaay 22/1 BCP; Wirkstoffgehalt und Terpenprofil können je nach Hersteller und Charge leicht abweichen. Einen weiteren avaay-Strain stellen wir im Review der avaay 23/1 CRE Creamy Kees No.5 vor.
Was bedeutet 22/1 bei avaay 22/1 BCP?
Die beiden Zahlen bezeichnen die Wirkstoffklasse der Blüte. Die erste Zahl steht für den ungefähren THC-Gehalt in Prozent, die zweite für den ungefähren CBD-Gehalt. avaay 22/1 BCP enthält also rund 22 Prozent THC und etwa ein Prozent CBD. Der exakte Wert der gelieferten Charge steht auf dem Analysenzertifikat und kann leicht abweichen. Bei der getesteten Blüte waren es 20,3 Prozent THC.
Was ist der Unterschied zwischen avaay 22/1 BCP und avaay 26/1 BCP?
Beide Produkte tragen dieselbe Genetik, Black Cherry Punch vom Breeder In House Genetics, und stammen aus dem südafrikanischen Anbau. Der Unterschied liegt in der Wirkstoffklasse. Die 26/1 ist mit rund 26 Prozent THC die stärkere Variante, die hier getestete 22/1 die mildere. Ein Wechsel zwischen den beiden Klassen verändert die Dosierung und gehört deshalb in die ärztliche Absprache.
Ist Black Cherry Punch bestrahlt?
Das hängt vom Anbieter ab. Die hier getestete avaay-Blüte aus Südafrika wird unbestrahlt angeboten. Die kanadische Variante enua 22/1 BCP CA wird nach Herstellerangaben mit einem Elektronenstrahl dekontaminiert. Beide Wege dienen der Einhaltung der mikrobiologischen Grenzwerte. Auf das Aroma wirkt sich die Behandlung stärker aus als auf den Cannabinoidgehalt.
Ist Black Cherry Punch indica- oder sativa-dominant?
Die Angaben der Anbieter gehen auseinander. Im Test hier zeigte die avaay-Blüte einen klar sativa-dominanten Charakter mit wacher, fokussierender Wirkung. Andere Anbieter führen dieselbe Kreuzung als indica-dominant. Der Grund liegt im Phänotyp und in den Anbaubedingungen, denn aus einer Kreuzung lassen sich unterschiedliche Pflanzen selektieren. Für die Erwartung an die Wirkung ist der Testbericht aussagekräftiger als das Etikett.
Wo wird Black Cherry Punch angebaut?
Die getestete avaay 22/1 BCP wächst in Südafrika am Westkap. Der Anbaubetrieb ChroniCo kultiviert dort in einem solarbetriebenen Hybrid-Gewächshaus und trocknet die Blüten hängend über einen 14 Tage langen Nachernteprozess. Andere Anbieter beziehen dieselbe Genetik aus Kanada, erkennbar am Länderkürzel CA in der Produktbezeichnung. Das Kürzel ZAF steht entsprechend für Südafrika.







































