DLI-Rechner für Cannabis-Beleuchtung

DLI-Rechner für Cannabis-Beleuchtung

Daily Light Integral (DLI) ist die wichtigste Kennzahl für Pflanzenlicht. Sie beschreibt, wie viele Photonen-Mol pro Quadratmeter und Tag bei deinen Pflanzen ankommen. Cannabis braucht je nach Phase 10–65 mol/m²/Tag — zu wenig bedeutet Streckung, zu viel verbrennt.

typisch 400–1000 μmol/m²/s je nach LED und Höhe
typisch 18 (Veg) oder 12 (Flower)
45,4 mol/m²/Tag

Wissenschaftliche Quellen

  • Faust JE & Logan J (2018): Daily Light Integral: A Research Review and High-Resolution Maps. HortScience 53(9).
  • Eaves J et al. (2020): The relationship between light intensity, cannabis yields, and profitability. Agronomy Journal 112(2).
  • Chandra S et al. (2017): Cannabis cultivation: methodological issues for obtaining medical-grade product.
  • Berechnung: DLI = PPFD × Stunden × 0,0036
  • Empfohlene DLI-Bereiche: Klone 5–15 · Veg 20–35 · Frühe Blüte 35–50 · Späte Blüte 45–65 mol/m²/Tag

DLI für Cannabis: Optimalwerte nach Wachstumsphase

Der Daily Light Integral (DLI) gibt an, wie viel photosynthetisch aktives Licht eine Cannabispflanze über einen ganzen Tag erhält – gemessen in mol/m²/Tag. Er ergibt sich aus der Lichtintensität (PPFD) und der täglichen Beleuchtungsdauer. Mit dem Rechner oben ermittelst du deinen Wert in Sekunden; die folgende DLI-Tabelle zeigt die passenden Zielbereiche für jede Phase.

PhaseDLI (mol/m²/Tag)PPFD (µmol/m²/s)Lichtstunden
Keimling / Sämling15–20200–30018 h
Wachstum (vegetativ)25–40400–60018 h
Blüte35–50600–90012 h
Richtwerte für den DLI bei Cannabis nach Wachstumsphase.

Häufige Fragen zum DLI bei Cannabis

Was ist der DLI (Daily Light Integral)?

Der DLI ist die gesamte Lichtmenge, die eine Pflanze pro Tag und Quadratmeter erhält, angegeben in mol/m²/Tag. Er kombiniert Lichtintensität und Beleuchtungsdauer zu einer einzigen Kennzahl. Wie der DLI das Pflanzenwachstum steuert, erklären wir ausführlich in unserem Leitfaden zum Daily Light Integral.

Wie berechne ich den DLI?

Die Formel lautet: DLI = PPFD × Lichtstunden × 3.600 ÷ 1.000.000. Den PPFD-Wert deiner Lampe gibst du zusammen mit der täglichen Beleuchtungsdauer in den Rechner oben ein – das Ergebnis erscheint sofort in mol/m²/Tag. Welche Lampe das richtige Lichtspektrum liefert, zeigt unser Ratgeber Lichtspektrum für Hanf beim Indooranbau.

Welcher DLI-Wert ist für welche Phase ideal?

Sämlinge brauchen 15–20 mol/m²/Tag, in der Wachstumsphase sind 25–40 mol/m²/Tag optimal, und in der Blüte vertragen die Pflanzen 35–50 mol/m²/Tag. Sehr hohe Werte erfordern meist eine CO₂-Anreicherung. Eine vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du im kompletten Indoor-Anbau-Guide sowie im praxisnahen Growbook der IWA.

Was ist der Unterschied zwischen DLI und PPFD?

PPFD misst die Lichtintensität in jedem Moment (µmol/m²/s), während der DLI die über den ganzen Tag aufsummierte Lichtmenge angibt (mol/m²/Tag). Zwei Grows mit identischem PPFD können also unterschiedliche DLI-Werte haben, wenn sich die Beleuchtungsdauer unterscheidet. Wer beim Eigenanbau auch die rechtliche Seite kennen möchte, findet Hintergründe in unserem Beitrag zu den rechtlichen Tücken des Eigenanbaus.

Wie messe ich den PPFD-Wert meiner Lampe?

Den PPFD-Wert (µmol/m²/s) misst du mit einem Quantum- bzw. PAR-Messgerät direkt auf Höhe der Pflanzenspitzen – viele Hersteller geben ihn außerdem im Datenblatt der Lampe an. App-basierte Luxmeter liefern ohne echtes Messgerät nur grobe Näherungswerte, da sie das für Pflanzen relevante Lichtspektrum nicht korrekt gewichten. Wie du die Ausleuchtung im Grow sauber ausmisst, zeigt unser Beitrag Lichtstärke richtig messen.

Wie wirkt sich die Beleuchtungsdauer auf den DLI aus?

Da sich der DLI aus Intensität × Zeit ergibt, senkt der Wechsel von 18 auf 12 Lichtstunden zur Blüte den DLI bei gleichem PPFD um rund ein Drittel – deshalb wird die Intensität in der Blütephase höher angesetzt. Die Beleuchtungsdauer selbst kannst du in der Blüte aber nicht einfach verlängern, ohne die Photoperiode zu stören. Der DLI ist ohnehin nur ein Baustein eines gesunden Grows: Auch Substrat und Anbaumethode beeinflussen den Ertrag, etwa beim bodenschonenden No-Till-Growing.

Tool auf den Homescreen speichern
Damit dieses Tool offline und immer 1 Tipp entfernt ist, kannst du es als App-Icon auf dem Startbildschirm deines Smartphones ablegen.
iPhone (Safari)Teilen-Button (Quadrat mit Pfeil) → „Zum Home-Bildschirm".
Android (Chrome)Drei-Punkte-Menü oben rechts → „Zum Startbildschirm hinzufügen".