Es ist ein Jubiläum, das sich gewaschen hat. 25 Jahre nachdem Marco Kuhn in Zürich zum ersten Mal einen kleinen Gemeinschaftsstand organisierte, kehrt die CannaTrade als Europas größte und älteste Hanfmesse zurück – in einer Zeit, in der das Thema Cannabis in der Schweiz so aktuell ist wie nie zuvor.
📑 Inhaltsverzeichnis
- Von der Grauzone zur Plattform: 25 Jahre Hanfgeschichte
- 2026: Eine Messe in bewegten Zeiten
- Festival, Wettbewerb und Medizinpavillon
- Was die CannaTrade für die Branche bedeutet
- Wann und wo findet die CannaTrade 2026 statt?
- Was ist das Besondere an der Jubiläumsausgabe 2026?
- Welche Programmpunkte gibt es neben der Fachmesse?
- Ist die CannaTrade auch für Fachbesucher geeignet?
- Welche Bedeutung hat die CannaTrade für die europäische Cannabiswirtschaft?
- 💬 Fragen? Frag den Hanf-Buddy!
Vom 29. bis 31. Mai 2026 verwandelt sich die Halle 622 in Zürich erneut in das Zentrum der europäischen Cannabisbranche. Rund 150 internationale Aussteller bespannen über 6000 Quadratmeter mit CBD-Produkten, Anbautechnik, Zubehör, Kosmetika, Lebensmitteln und Medizinalcannabis. Die Jubiläumsausgabe verspricht ein dichtes Programm aus Fachmesse, Konferenzen und Festival.
Von der Grauzone zur Plattform: 25 Jahre Hanfgeschichte
Wer die Geschichte der CannaTrade kennt, liest in ihr die Geschichte der europäischen Cannabisentwicklung. In den späten 1990er-Jahren war der Markt geprägt von der sogenannten Duftsäckli-Ära: Hanfprodukte wurden in einer rechtlichen Grauzone verkauft, unter dem Deckmantel von Raum- und Textilprodukten. Die CannaTrade war damals ein Sammelplatz für eine Szene, die sich offiziell nicht nennen durfte, was sie war.
Dann kam der Schock des Jahres 2008. Drei Tage vor der Messeeröffnung flatterte ein Schreiben ins Haus. Organisator Ben Arn erinnert sich:
„Wir waren mitten im Aufbau, als der Brief kam. Ich schaute auf das große Greenhouse Seeds-Banner und musste 30 Samenfirmen mitteilen, dass sie nicht mehr verkaufen durften.“
Der Staat hatte die Hanfsamen-Ausnahme gestrichen. Die Messe überlebte, verlor aber jahrelang Ausstellerzahlen und musste ihr Format anpassen.
Was folgte, war eine langsame Neuerfindung. Die Schweiz hob den gesetzlichen THC-Grenzwert auf 1 Prozent an, was den CBD-Boom erst möglich machte. Aus dem Nischenmarkt wurde ein Milliardengeschäft, aus der Szene-Veranstaltung eine Branchenplattform. Heute besuchen Fachleute aus ganz Europa die Messe – Apotheker, Investoren, Agronomen und Politikerinnen sitzen an denselben Konferenztischen wie altgediente Aktivisten.
2026: Eine Messe in bewegten Zeiten
Die Jubiläumsausgabe findet in einem historisch günstigen Moment statt. In der Schweiz laufen Cannabis-Pilotprojekte mit rund 15.000 Teilnehmenden, die als Basis für eine mögliche vollständige Regulierung dienen sollen. Gleichzeitig diskutiert das Parlament über ein neues Cannabisproduktegesetz. Die Schweizer Pilotprojekte gelten europaweit als Modell – und die CannaTrade 2026 wird diese Entwicklung in den Mittelpunkt stellen.
Den Auftakt macht am Freitag eine Eröffnungskonferenz zum neuen Schweizer Cannabisgesetz. Nationalrätin Barbara Gysi moderiert eine Podiumsdiskussion, in der Vertreterinnen aus Politik, Wissenschaft und Branche aufeinandertreffen. Am Samstag rücken die laufenden Pilotprojekte in den Fokus: Welche Erkenntnisse haben sie bisher geliefert, und was bedeutet das für die geplante Regulierung? Schweizer Pilotprogramme gelten schon länger als richtungsweisend für Europa – auf der CannaTrade 2026 werden sie erstmals in diesem Umfang öffentlich ausgewertet.
Festival, Wettbewerb und Medizinpavillon
Wer die CannaTrade nur als Fachmesse kennt, wird 2026 überrascht sein. Das Rahmenprogramm ist umfangreicher als je zuvor. Das Festival Buds and Beats verbindet Musik, Kunst und Cannabis-Kultur – mit Radio RaBe auf der Bühne, Kunstzonen und designierten Raucherbereichen.
Wettkampferprobt kommt der Joint Roll Contest: Wer beim Schweizer Meistertitel für Dreh-Geschwindigkeit und -Qualität ganz oben landet, nimmt fünf Gramm Gold mit nach Hause. Parallel dazu findet der international besetzte CannaSwissCup statt, moderiert von Cali P. Und wer den medizinischen Blickwinkel sucht, findet ihn im separaten Medizinpavillon – ein Angebot speziell für Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich.
Für B2B-Besucher gibt es einen eigenen Tag sowie die CB Lounge als Networking-Bereich. Die Messe hat sich damit in ein dreigeteiltes Angebot entwickelt: Fachmesse, Kulturveranstaltung und Branchentreff unter einem Dach. Die letzte Ausgabe 2024 stand bereits unter dem Zeichen des Wandels – 2026 schreibt die Messe diesen Kurs weiter.
Was die CannaTrade für die Branche bedeutet
Für viele in der Branche ist die CannaTrade mehr als eine Messe. Sie ist ein Barometer: Wer ausstellt, was ausgestellt wird und wie voll die Konferenzsäle sind, sagt viel über den Zustand der europäischen Cannabiswirtschaft in jenem Jahr. 2026 dürfte die Besucherzahl früherer Auflagen übertreffen – zu viel ist in Bewegung.
Die Schweiz ist dabei, vom Pilotland zum Regulierungsmodell zu werden. Und die CannaTrade, die einmal als kleiner Gemeinschaftsstand begann, ist heute die Plattform, auf der diese Transformation öffentlich verhandelt wird. 25 Jahre – das ist kein Zufall, das ist Überzeugungsarbeit.
Häufige Fragen zur CannaTrade 2026
Wann und wo findet die CannaTrade 2026 statt?
Die CannaTrade 2026 findet vom 12. bis zum 14. Juni 2026 statt. Als Austragungsort dient erneut die Messe Zürich in der Schweiz. Die Hallen bieten auf über 12.000 Quadratmetern ausreichend Platz für Aussteller aus aller Welt und ein internationales Publikum, das die neuesten Entwicklungen der Branche live erleben möchte.
Was ist das Besondere an der Jubiläumsausgabe 2026?
Im Jahr 2026 feiert die CannaTrade ihr 25-jähriges Bestehen. Seit der Gründung im Jahr 2001 hat sich das Event von einer kleinen Schweizer Nischenmesse zur ältesten und einer der bedeutendsten Fachmessen für Cannabis in Europa entwickelt. Zum Jubiläum werden spezielle Retrospektiven, eine erweiterte Ausstellerfläche und exklusive Netzwerk-Events erwartet, die die Pionierarbeit der letzten zweieinhalb Jahrzehnte würdigen.
Welche Programmpunkte gibt es neben der Fachmesse?
Neben den klassischen Ausstellerständen bietet die CannaTrade 2026 ein gewohnt vielfältiges Rahmenprogramm. Dazu gehört der CannaSwissCup, bei dem die besten Schweizer Cannabisblüten in verschiedenen Kategorien prämiert werden. Zudem gibt es die Chillout-Area mit einem breiten kulinarischen Angebot beim Hemp Food Festival. Fachvorträge im Rahmen der CannaTrade Conference informieren über aktuelle Trends in den Bereichen Medizin, Recht und Anbautechnik.
Ist die CannaTrade auch für Fachbesucher geeignet?
Ja, die Messe legt einen starken Fokus auf den Business-to-Business-Bereich. Es gibt spezielle Business-Tickets, die Zugang zur exklusiven Business-Lounge ermöglichen. Dies ist der zentrale Ort für Networking, Kooperationsgespräche und den Austausch zwischen Produzenten, Händlern und Dienstleistern der internationalen Cannabiswirtschaft. Auch die ersten Stunden des Messefreitags sind traditionell verstärkt für Fachbesucher reserviert.
Welche Bedeutung hat die CannaTrade für die europäische Cannabiswirtschaft?
Die CannaTrade gilt als wichtigstes Barometer für den Schweizer Markt, strahlt aber weit über die Landesgrenzen hinaus. Da die Schweiz bei der Regulierung von Pilotprojekten und der Handhabung von CBD- sowie Genetik-Fragen oft eine Vorreiterrolle einnimmt, nutzen internationale Unternehmen die Messe als strategischen Einstiegspunkt in den europäischen Markt. Die Messe fungiert als Brücke zwischen den verschiedenen regulatorischen Ansätzen in Europa und fördert den grenzüberschreitenden Wissenstransfer.










































