Teststreifen, mit denen man vor Ort und mit minimalem Aufwand bestimmte Substanzen nachweisen kann, sind heutzutage weitverbreitet. Es handelt sich bei all diesen Tests um sogenannte Immunoassaytests. Dieses Nachweisverfahren beruht auf einem Funktionsprinzip, welches zuerst im Jahr 1959 vom Forscher-Ehepaar Berson und Yalow entdeckt wurde. Für diese Entdeckung erhielten sie 1977 den Nobelpreis für Medizin.
📑 Inhaltsverzeichnis
- Der Urintest: Ein Mini-Immunsystem auf einem Teststreifen
- Einfach, aber relativ ungenau
- Speicheltest und Wischtest als neuere Varianten
- Schnelltests sind gerichtlich nicht verwertbar
- Drogentest bei der Polizeikontrolle: Was die Beamten tatsächlich einsetzen
- Cut-off-Werte und Nachweisdauer im Überblick
- Vom positiven Schnelltest zur Blutprobe: Wie es weitergeht
- Cannabis-Patienten bei der Polizeikontrolle
- 💬 Fragen? Frag den Hanf-Buddy!
Der Urintest: Ein Mini-Immunsystem auf einem Teststreifen
Die älteste Methode, Drogen im Körper nachzuweisen, ist der Urintest. Im Urin findet sich eine beträchtliche Menge der ausgeschiedenen Cannabinoide, da der Großteil des THC über die Nieren ausgeschieden wird. Wie man aufgrund des Namens bereits vermuten kann, basiert ein Immunoassaytest darauf, mittels einer Immunreaktion eine bestimmte Substanz nachzuweisen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Antigen-Antikörperreaktion.
Ein Antigen ist die Substanz, die man nachweisen möchte, wie in diesem Beispiel THC. Ein Antikörper ist ein vom Immunsystem gebildetes Protein, das mit dem gesuchten Stoff reagiert und ihn abbaut. Wird der Antikörper noch entsprechend modifiziert, entsteht bei diesem Vorgang eine Farbreaktion. Im Wesentlichen besteht ein solcher Teststreifen zunächst aus einem Streifen aus Vlies. Durch dieses Material können Flüssigkeiten wie Urin hindurch diffundieren und an verschiedenen Stellen dann die entsprechenden Reaktionen auslösen. In der untersten Linie am Teststreifen befindet sich die Testlinie. Diese besteht aus Antikörpern, die mit THC reagieren.

Antikörper werden entweder aus Tieren oder aus Zellkulturen, die mit THC in Kontakt kamen, gewonnen. Man kann etwa einer Maus im Labor THC verabreichen. Daraufhin beginnt ihr Immunsystem, Antikörper gegen THC zu produzieren. Mit einem speziellen Verfahren werden aus einer Blutprobe der Maus diese Antikörper extrahiert. Genau diese Antikörper werden dann in die Testlinie des Streifens eingebracht. Enthält die Urinprobe, die durch die Testlinie hindurch diffundiert, nun THC, so reagieren die Antikörper in dieser Linie mit dem THC und erzeugen eine Farbreaktion. Jetzt ist es aber so, dass bei den allermeisten Modellen der Test negativ ist, wenn die rote Testlinie sichtbar ist. In diesem Fall muss die Farbreaktion chemisch noch umgekehrt werden. Dies geschieht dadurch, dass die Antikörper mit Gold-Nanopartikeln bestückt werden. Nun ist die Testlinie rot, wenn kein THC im Urin ist und wird umso farbloser, je mehr THC mit den Antikörpern auf der Testlinie reagiert.
Die Empfindlichkeit des Tests wird reguliert über die Anzahl der Antikörper, die auf die Testlinie aufgebracht werden. Die handelsüblichen THC-Urintests haben einen sogenannten Cut-off Wert von 25 oder 50 Nanogramm pro Milliliter. Das bedeutet, ab einer THC-Konzentration im Urin von 25 oder 50 Nanogramm pro Milliliter, wird die Testlinie farblos und der Test zeigt positiv an. Etwas oberhalb der Testlinie befindet sich nun die 2. Linie, die Kontrolllinie. Diese zeigt an, ob der Test funktioniert hat und verfärbt sich in diesem Fall rot. Im Wesentlichen überprüft diese Linie, ob die zu untersuchende Flüssigkeit vollständig durch den Streifen aus Vlies diffundiert ist und in der ersten Linie eine Reaktion ausgelöst hat. Dies geschieht je nach Modell auf eine etwas unterschiedliche Weise.
In den meisten Fällen basiert die Färbung der Kontrolllinie darauf, dass Antikörper aus der Testlinie durch die Flüssigkeit weiter transportiert werden und dadurch auf der Kontrolllinie eine rote Farbreaktion erzeugen. Es kann sich auch einfach eine weitere Substanz in der Testlinie befinden, die durch die Flüssigkeit weiter transportiert wird. Auf der Kontrolllinie wird durch das Zusammentreffen der beiden dann die rote Farbreaktion erzeugt. Das kann man sich am besten so veranschaulichen, wie man es von einfachen chemischen Versuchen kennt, bei der zwei farblose Flüssigkeiten zusammen eine Farbreaktion erzeugen. Sind beide Linien rot, hat der Test funktioniert und ist negativ, das bedeutet, die Konzentration von THC im Urin ist unter der Nachweisgrenze von 25 oder 50 Nanogramm pro Milliliter.
Einfach, aber relativ ungenau
Wichtig zu wissen ist, dass man mit einem Immunoassaytest keine Aussage über die exakte Menge der THC-Konzentration im Urin machen kann. Man kann lediglich nachweisen, ob sie über oder unter dem Cut-off Wert liegt. Das ist ein rein qualitativer, jedoch kein quantitativer Test. Ein weiteres Problem ist, dass dieser Typ von Teststreifen auch falsch positive Ergebnisse liefern kann. Das liegt daran, dass die Antikörper auf der Testlinie auch mit anderen Substanzen reagieren können. Es gibt Medikamente wie Ibuprofen oder Pantoprazol, die ebenfalls mit den Antikörpern, die eigentlich gegen THC gerichtet sind, reagieren. Ein großes Problem ist, dass nicht unterschieden werden kann zwischen THC selbst und Abbauprodukten von THC, wie THC-COOH.
Dies führt zu dem altbekannten Problem, dass THC-Urintests noch immer positiv sind, obwohl man bereits tagelang stocknüchtern ist. THC-COOH verbleibt wesentlich länger im Körper als THC, jedoch die Antikörper auf der Testlinie können die beiden Komponenten nicht unterscheiden. Dass THC-COOH nicht psychoaktiv ist und absolut nichts über die Verkehrstauglichkeit aussagt, ist auch dem Gesetzgeber seit Langem bekannt. Dennoch wird bis heute an irrsinnigen und seit Langem überholten Maßstäben festgehalten. Diese Tests sind so wenig evidenzbasiert, dass auch der Konsum von legalen CBD-Produkten und Hanföl, welches zum Kochen verwendet wird, zu einem positiven Test führen kann.

Speicheltest und Wischtest als neuere Varianten
Neben dem Urin ist in den vergangenen Jahren, vorwiegend bei Schnelltests im Straßenverkehr, der Speichel als weitere Körperflüssigkeit in den Vordergrund gerückt. Neben dem Speicheltest finden auch noch Wischtests Anwendung, die Schweiß auf Drogen überprüfen können, oder auch einfach über Gegenstände gewischt werden und damit den Kontakt mit Drogen nachweisen können. Das Funktionsprinzip ist genau das gleiche wie beim Urintest, mit einer kleinen aber wichtigen Unterscheidung für den Anwender. Bei einem Speichel- oder Wischtest, der allermeisten am Markt erhältlichen Modelle, färbt sich die Testlinie rot, wenn THC nachgewiesen wurde, während sie beim Urintest farblos bleibt. Ansonsten ist das Funktionsprinzip aber im Wesentlichen identisch. Lediglich die Invertierung der Farbreaktion, wenn THC oder THC-COOH mit einem Antikörper reagiert, wurde hier auf der Testlinie nicht gemacht.
Nach der Probenentnahme wird das Stück Plastik mit dem Vlies, welches nun mit der Probe getränkt wurde, in die Kassette des mobilen Drogentests zurückgesteckt. Bei diesem Vorgang wird eine Ampulle mit destilliertem Wasser zerbrochen. Dieses Wasser diffundiert nun durch das Vlies hindurch und erzeugt, genau wie beim Urintest, die entsprechenden Reaktionen auf der Testlinie und der Kontrolllinie. Wenn beide Linien durch die entsprechenden Reaktionen rot verfärbt werden, ist der Test positiv.
Cannabis ist im Speichel etwa 24 Stunden nachweisbar. Der Cut-off Wert der meisten Tests liegt bei 12 ng/ml. Dieser niedrige Cut-off Wert wurde gewählt, weil THC nur in Spuren in den Speichel übergeht und man zum größten Teil nur Rückstände, die durch Rauch in der Mundhöhle entstanden sind, misst. Insgesamt kann Cannabis im Speichel nur sehr ungenau nachgewiesen werden.
Schnelltests sind gerichtlich nicht verwertbar
Wichtig zu wissen ist, dass Urintests, Speicheltests und auch Wischtests aufgrund ihrer Ungenauigkeit nicht gerichtlich verwertbar sind, wenn es um die Konsequenzen für die Fahrerlaubnis geht. Gerichtlich verwertbar sind ausschließlich Bluttests aus dem Labor. Diese sind erheblich genauer und quantitativ, da hier Chromatografie als Nachweismethode zum Einsatz kommt. Schnelltests, wie oben beschrieben, können lediglich als Anhaltspunkt dienen, der aber später durch eine Blutprobe bestätigt werden muss, ansonsten hat dieser keine rechtliche Relevanz. Es ist empfehlenswert, Schnelltests aufgrund eines möglicherweise falsch positiven Ergebnisses immer zu verweigern, da sie grundsätzlich auch freiwillig sind. Ein falsch positives Ergebnis würde nur zu rechtlichen und bürokratischen Problemen führen, bis das Ergebnis der Blutuntersuchung vorliegt.
Eine Sonderform des gerichtlich verwertbaren Tests, die in manchen Bundesländern im Zuge eines Abstinenznachweises angeboten wird, ist der Haartest. Sowohl der Haartest als auch der Bluttest basieren auf einer Chromatografie. Dies ist auch die empfindlichste und einzig rechtlich relevante Testvariante, die auch beim Drugchecking zum Einsatz kommt. Man muss allerdings leider anmerken, dass auch hier die THC-Grenzwerte bis heute nicht evidenzbasiert sind und jeder, der auf den Führerschein angewiesen ist, auch legale Hanfprodukte vollständig meiden muss.
Drogentest bei der Polizeikontrolle: Was die Beamten tatsächlich einsetzen
Am Straßenrand kommt heute fast ausschließlich der Speicheltest zum Einsatz. Ein kleines Wischpad wird über die Zunge oder die Innenseite der Wange geführt und anschließend in die Testkassette zurückgesteckt. Nach wenigen Minuten steht das Ergebnis fest. Der Urin-Schnelltest, der über Jahrzehnte das Standardverfahren war, spielt bei einer Verkehrskontrolle kaum noch eine Rolle. Er setzt eine Toilette voraus und kostet Zeit, die eine Kontrolle am Fahrbahnrand nicht hergibt.
Wichtig ist das Verständnis dafür, wozu dieser Vortest überhaupt dient. Die Beamten wollen mit ihm keinen Verstoß beweisen, denn das könnten sie mit einem Immunoassay technisch gar nicht. Sie sammeln damit einen Anhaltspunkt, der die Anordnung einer Blutprobe trägt. Vorausgegangen ist dem Test in der Regel eine Beobachtung, etwa auffällige Pupillen, eine verwaschene Aussprache, gerötete Augen oder ein unsicherer Gang. Manche Streifen lassen zusätzlich einfache Koordinationsübungen durchführen, um den Verdacht zu untermauern.
Aus dem Funktionsprinzip folgt eine wichtige Einschränkung. Ein Immunoassay misst weder die aktuelle Konzentration noch die Fahrtüchtigkeit. Er zeigt lediglich an, ob eine Probe über oder unter einem festgelegten Schwellenwert liegt. Wer die rechtliche Seite der Kontrolle im Detail nachlesen möchte, findet die Rechte und Pflichten am Steuer in unserem Überblick zu Cannabis und Straßenverkehr. Eine ausführliche anwaltliche Einordnung liefert außerdem der Beitrag zum empfehlenswerten Verhalten bei polizeilichen Verkehrskontrollen.
Cut-off-Werte und Nachweisdauer im Überblick
Die einzelnen Testarten unterscheiden sich deutlich in ihrer Empfindlichkeit, im Nachweisfenster und in ihrer rechtlichen Bedeutung. Die folgende Übersicht fasst die Werte zusammen, die bei handelsüblichen Tests und in der polizeilichen Praxis üblich sind.
| Testart | Probe | Typischer Cut-off | Nachweisfenster bei THC | Gerichtlich verwertbar |
|---|---|---|---|---|
| Speicheltest (Wischtest) | Speichel | 12 ng/ml | etwa 24 Stunden | nein |
| Urin-Schnelltest | Urin | 25 oder 50 ng/ml | Tage bis Wochen (als THC-COOH) | nein |
| Schweiß- und Wischtest | Schweiß, Oberflächen | herstellerabhängig | Kontaktspuren | nein |
| Blutuntersuchung im Labor | Blutserum | quantitative Messung | Stunden bis wenige Tage | ja |
| Haaranalyse | Haar | quantitative Messung | Monate | ja, im Abstinenznachweis |
Die Spalte ganz rechts ist die entscheidende. Alle Schnelltests beruhen auf dem oben beschriebenen Immunoassay und liefern nur ein Ja-oder-Nein-Ergebnis. Für die Fahrerlaubnis zählt am Ende ausschließlich der Wert aus der Laboranalyse. Wie stark dieser Wert nach dem Konsum abfällt, zeigt die Abbaukurve von THC. Konkrete Zahlen zu einzelnen Konsumeinheiten finden sich in unserem Beitrag zur Frage, wie viel THC nach einem Joint im Blut ankommt.
Vom positiven Schnelltest zur Blutprobe: Wie es weitergeht
Zeigt der Vortest ein positives Ergebnis, folgt in aller Regel die Blutentnahme. Deren Anordnung richtet sich nach Paragraf 81a der Strafprozessordnung. Seit der Reform von 2017 gilt bei Verkehrsdelikten kein Richtervorbehalt mehr. Bei Ordnungswidrigkeiten nach Paragraf 24a und 24c des Straßenverkehrsgesetzes sowie bei den einschlägigen Straftatbeständen dürfen Staatsanwaltschaft und Polizei die Blutentnahme selbst anordnen. Eine richterliche Zustimmung muss dafür nicht mehr eingeholt werden.
Die Entnahme selbst nimmt eine Ärztin oder ein Arzt vor, meist auf der Dienststelle oder in einer Klinik. Die Probe geht anschließend in ein forensisches Labor. Dort kommt keine Antikörperreaktion mehr zum Einsatz, sondern eine Chromatografie mit angeschlossener Massenspektrometrie. Dieses Verfahren trennt die einzelnen Substanzen auf und bestimmt ihre Menge exakt. Erst dieser Serumwert entscheidet über das Bußgeldverfahren.
Zwischen der Kontrolle und der Blutentnahme vergeht meist eine gute Stunde. Das ist ein relevanter Faktor, weil die THC-Konzentration im Serum in dieser Phase deutlich abfällt. Ein positiver Speicheltest bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass die Blutprobe später über dem gesetzlichen Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter liegt. Für Fahranfänger in der Probezeit und für Personen unter 21 Jahren gilt eine strengere Schwelle von 1,0 Nanogramm pro Milliliter.
Der umgekehrte Fall ist ebenso möglich. Ein negativer Schnelltest schließt einen späteren positiven Blutwert nicht sicher aus, weil THC nur in Spuren in den Speichel übergeht. Welche Substanzen und Produkte einen Test fälschlich auslösen können, behandelt unser Beitrag zu den Risikofaktoren für einen falsch positiven THC-Drogentest.
Cannabis-Patienten bei der Polizeikontrolle
Für Menschen mit einer ärztlichen Verordnung gilt eine Sonderregel. Paragraf 24a Absatz 4 des Straßenverkehrsgesetzes nimmt denjenigen von der Ordnungswidrigkeit aus, bei dem die nachgewiesene Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines verschriebenen Arzneimittels stammt. Diese sogenannte Medikamentenklausel greift allerdings nur dann, wenn die Einnahme tatsächlich der ärztlichen Anweisung folgt. Wer die verordnete Dosis überschreitet oder zusätzlich unverschriebenes Cannabis konsumiert, verliert den Schutz.
Am Straßenrand hilft die Rechtslage aber nur, wenn sie sich belegen lässt. Sinnvoll ist es deshalb, eine Kopie des Rezeptes oder eine ärztliche Bescheinigung mitzuführen. Diese sollte die Diagnose, das verordnete Präparat und die Dosierung nennen. Ein Vermerk zur eingeschätzten Fahrtauglichkeit erspart in der Praxis oft eine längere Diskussion. Ganz aus der Verantwortung entlässt die Verordnung niemanden. Die Pflicht, nur in fahrtüchtigem Zustand zu fahren, bleibt bestehen. Bei erkennbaren Ausfallerscheinungen droht weiterhin ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.
Dass die Klausel vor Gericht trägt, zeigt ein Freispruch für einen Cannabispatienten wegen THC am Steuer. Wer den Nachweis nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch im Job führen muss, findet die arbeitsrechtliche Seite in unserem Beitrag zum Drogentest am Arbeitsplatz.
Wurdest du schon einmal auf THC getestet?
Häufige Fragen
Muss ich bei der Polizeikontrolle einen Drogenschnelltest machen?
Nein, die Mitwirkung an einem Speichel-, Urin- oder Wischtest ist freiwillig. Niemand muss einwilligen, und eine Begründung für die Ablehnung ist nicht nötig. Die Blutentnahme ist davon zu unterscheiden. Sobald sie angeordnet ist, besteht keine Wahlmöglichkeit mehr.
Was ist der Cut-off-Wert bei einem Drogentest der Polizei?
Beim Speicheltest liegt der Cut-off der gängigen Modelle bei 12 Nanogramm pro Milliliter. Urin-Schnelltests arbeiten mit 25 oder 50 Nanogramm pro Milliliter. Diese Werte sind reine Schaltschwellen des Teststreifens. Sie haben nichts mit dem gesetzlichen Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter im Blutserum zu tun.
Kann ein Drogentest der Polizei falsch positiv sein?
Ja, das ist ein bekanntes Problem der Immunoassaytests. Die Antikörper reagieren auch mit anderen Substanzen, etwa mit Ibuprofen oder Pantoprazol. Ebenso können legale CBD-Produkte und Hanföl einen positiven Streifen auslösen. Ein Vortest allein hat deshalb keinerlei rechtliche Beweiskraft.
Wie lange ist Cannabis bei einer Polizeikontrolle nachweisbar?
Im Speichel liegt das Nachweisfenster bei etwa 24 Stunden. Im Blutserum fällt die THC-Konzentration innerhalb weniger Stunden stark ab, bei regelmäßigem Konsum kann sie jedoch über Tage messbar bleiben. Im Urin ist das Abbauprodukt THC-COOH noch Wochen später nachweisbar, ohne dass es etwas über die Fahrtüchtigkeit aussagt.
Ist ein positiver Schnelltest vor Gericht verwertbar?
Nein. Speichel-, Urin- und Wischtests sind qualitative Verfahren und liefern keinen messbaren Zahlenwert. Rechtlich relevant ist ausschließlich die Laboranalyse der Blutprobe per Chromatografie. Der Schnelltest dient nur als Anhaltspunkt für die Anordnung dieser Blutentnahme.






































