Die Geschichte des Hanfpapiers: George Schlichten und der Decorticator
Man kann gut und gerne behaupten, dass die Ursprünge des modernen amerikanischen Hanfpapiers in Deutschland liegen. Schließlich ist sein Erfinder, George Schlichten, ein gebürtiger Deutscher.
📑 Inhaltsverzeichnis
- Die Geschichte des Hanfpapiers: George Schlichten und der Decorticator
- Woraus Hanfpapier besteht und wie es hergestellt wird
- Hanfpapier in der Praxis: das Beispiel Hemp Press
- Hanfpapier gegen Holzpapier: die Ökobilanz im Vergleich
- Die Zukunft des Hanfpapiers in Deutschland und Europa
- Warum die Bibel auf Hanfpapier gedruckt wurde
- 💬 Fragen? Frag den Hanf-Buddy!
Nachdem er aus Deutschland nach Amerika immigriert war, ließ sich G. W. Schlichten in San Diego, Kalifornien, nieder. Dort trieb er aufgrund seiner Leidenschaft für die Hanfpflanze die Entwicklung der modernen Dekortikation voran. Vor Schlichtens Decorticator erforderte die Hanfproduktion immens viel Arbeitskraft. So etwa unzählige Arbeiter, die mühsam mit Handwerkzeugen die Hanfstämme so lange bearbeiteten, bis sich die Fasern ablösten, die anschließend in der Papierverarbeitung Verwendung fanden.
Zuvor jedoch wurden die Fasern in der Mühle so lange weiterverarbeitet und schließlich so fein gemahlen, bis sie verwertbar wurden. Aufgrund der erhöhten Lohnkosten, die Hanf mit sich brachte, war der Rohstoff auf dem Markt weit weniger beliebt, als etwa Baumwolle für Textilien oder Zellstoff bei Papier. Nachdem Papier aus Zellstoff um 1840 den Markt erobert hatte, wurde es in Windeseile zur billigsten erhältlichen Option für die Papierherstellung, vor allem auch, da die Abholzung der nationalen Waldbestände natürlich keine Lohnkosten verursachte. George Schlichten waren diese Problematiken bewusst und so setzte er all seine Zeit und finanziellen Mittel daran, Lösungen gegen Einschränkungen dieser Art zu finden.

Seine Absichten machte er unter anderem in seinem Patentantrag klar, den er im Dezember 1916 stellte: „…um Mittel für derart verarbeitete Fasern bereitzustellen, die es ermöglichen, den zu verarbeitenden Rohstoff (im Speziellen Hanf- und Ramie) so günstig und ökonomisch wie möglich zu produzieren.“ Bei Ramie handelt es sich um eine weitere Faserpflanze, die ebenfalls seit Langem vom Menschen genutzt wird. Die Staudenart, die auch als Chinagras bekannt ist, gehört zur Familie der Nesseln, auch wenn sie keine brennenden Qualitäten mit sich bringt. Sie wächst, ähnlich wie Hanf, zu großen Stängeln heran. Auch das Potenzial der Nutzung von Ramie wurde lange Zeit aufgrund zu hoher Lohnkosten nicht genutzt.
Schlichten war überzeugt davon, dass sein Decorticator die Möglichkeit biete, „die Faserproduktion aus diesen Pflanzen so einfach, wie bei jeder herkömmlichen Getreideart, zu machen“. Doch ein Blick auf den Anteil der modernen amerikanischen Landwirtschaft, der sich dem Anbau von Hanf widmet, zeigt, dass, auch wenn die Zahl der Hanfbauern enorm wächst, sie im Vergleich mit anderen Rohstoffen, wie den 20 Millionen Hektar Mais, die jährlich geerntet werden, weit hinterherhinkt.
Die amerikanische Hanfproduktion wurde durch das kontroverse Marihuana-Gesetz von 1937 stark eingeschränkt und kämpft seither um ihr Comeback in den Staaten. Doch glücklicherweise ist das Wachstum der amerikanischen Hanfindustrie nicht völlig auf die nationale Produktion angewiesen. Die Option, Hanffasern international zu beziehen, macht Hanfpapier „Made in Amerika“ heute möglich.
Woraus Hanfpapier besteht und wie es hergestellt wird
Als weiterer wesentlicher Rohstoff-Bestandteil von Hanfpapier dienen wiederaufbereitete Abfälle. Schaut man sich das weltweit am weitesten verbreitete Hanfpapier an, könnte man rein technisch sagen, dass es zu 75 Prozent aus Abfällen besteht. Doch wenn man diese Papierabfälle mit 25 Prozent Hanffasern kombiniert, ergibt das ein qualitatives Endprodukt, fernab von Müll. Denn was man tatsächlich erhält, ist ein Premium Papierprodukt, das über weit mehr Strukturfestigkeit verfügt, als reines Recyclingpapier. Werden die Hanffasern mit Recyclingpapier vermischt, übernehmen sie eine ähnliche Funktion wie Metallstäbe im Beton: Sie sorgen für Stabilität und geben dem Material Festigkeit. Aufgrund seiner geringen Haltbarkeit eignet sich Recyclingpapier für dünneres Druckpapier, was die Zahl der Produkte, die daraus gefertigt werden können, limitiert. Der Zusatz von Hanf löst diese Beschränkungen auf.
Während diese einzigartige Zusammensetzung der Grund für ein Mehr an Festigkeit ist, sorgen die großen Materialunterschiede zwischen Hanf und konventionellen Holzfasern noch für Zurückhaltung bei den Papiermühlen und Print Shops, wenn es um das Experimentieren mit diesem Material geht. Papierfabriken weigern sich, potenzielle Schäden an ihren Maschinen zu riskieren, indem sie Geräte anders bedienen, die speziell für herkömmliche Holzfasern konzipiert wurden. Ähnlich verfügen auch Print Shops rein über Geräte, deren Gewährleistungsumfang nur die Verwendung von zertifizierten Holzfaserpapier einschließt.

Sich für die Verwendung von nachhaltigen Alternativen wie Hanf zu entscheiden, bedeutet ein großes Risiko und einen geringen Mehrwert für Unternehmen, denen zudem noch die nötige Leidenschaft sowie das Interesse an der Zukunft von Hanf per se fehlt. Weiterhin bietet Hanfpapier eine recht schwammige Qualität – die Tinte wird sehr rasch aufgenommen. Und auch wenn das auf den ersten Blick kein großes Problem darstellen sollte, würde dies für Print Shops beispielsweise bedeuten, vor jedem individuellen Printauftrag ihre Einstellungen exakt auf das Spezialpapier abzustimmen.
Hanfpapier in der Praxis: das Beispiel Hemp Press
Doch zusätzlich zu den vielen Druckaufträgen auf herkömmlichem Papier bleibt den Shops meist keine Zeit für qualitativ hochwertige Drucke auf Hanfpapier, beziehungsweise fehlt das spezielle Equipment dafür. Dennoch gibt es eine Firma in Eugene (Oregon), die sich für die zusätzliche Investition entschieden hat: Hemp Press. „Die meisten anderen Print Shops scheuen das Risiko, dass Hanfbestandteile aus abgelöstem Papier Schäden oder Blockaden an ihren hochwertigen Geräten verursachen könnten, die von der Gewährleistung ausgeschlossen sind. Doch dank unserer spezifischen Prozessabläufe schaffen wir es, solche Begleiterscheinungen weitestgehend einzuschränken.“ Hemp Press Inhaber Matthew Glyer arbeitete die letzten fünf Jahre daran, die operativen Prozesse seiner Firma so weit zu verfeinern, um die für Hanfpapier bestmögliche Druckqualität bieten zu können.
Seine individuellen Verpackungen und Drucke lassen die Konkurrenz weit zurück, doch da Hemp Press derzeit der einzige exklusive Hanfpapier Print Shop auf dem Markt ist, scheint das nicht weiter verwunderlich. Während die Print-Industrie aufgrund der Digitalisierung starke Einbußen verzeichnete, und zahlreiche Print Shops schließen mussten, erlebte Hemp Press von Anfang an ein konstantes Wachstum, das in hohem Maße von der legalisierten Amerikanischen Cannabis-Industrie profitiert hatte. Zu den Vorzeigeprodukten von Hemp Press gehört die Visitenkarte „Crutch Card“. Formal einer herkömmlichen Business Card gleichend, sind Crutch Cards derart perforiert, dass sich daraus Hanfpapier-Filtertips formen lassen – attraktiv für Selbstdreher. Ganz im Sinne der Verbraucher werden Crutch Cards mit hauseigenen Farben, einem Gemisch aus Soya und wasserbasierter Tinte, bedruckt.
Die Planung und Produktion von handelsüblichen Hanfpapierverpackungen für umweltbewusste Premium-Marken gehört hingegen zu den am schnellsten wachsenden Segmenten im Geschäftsfeld von Hemp Press. Die Musterdesigns für Verpackungen werden zunächst im Laserschneider auf die passende Größe zugeschnitten. Hemp Press produziert Verpackungen in unterschiedlichen Formen und Größen – die Maße werden perfekt an den jeweiligen Kundenwunsch angepasst und sind variantenreich. So findet sich vom Kosmetiktiegel für Naturprodukte über Tropfflaschen für CBD-Öl bis hin zu Vaporizer-Kapseln und Boxen für Drehwaren alles im Sortiment des Verpackungsherstellers Hemp Press.
Auch wenn Hanfpapier-Verpackungen noch nicht den Mainstream-Markt erobert haben, bieten sie doch einzigartige Möglichkeiten für Unternehmen, die ebenfalls am Wachstum der Hanfindustrie teilhaben möchten. Jede Bestellung, die Matt Glyers Druckerei verlässt, sorgt schließlich dafür, dass mehr Hanfsamen für die Fasernutzung gepflanzt werden. Um etwa Papier für 500 Visitenkarten zu erhalten, bedarf es der Anpflanzung von rund 100 Hanfsamen. Jede Visitenkarte sorgt somit für eine entsprechende zusätzliche Nachfrage nach Hanfprodukten am globalen Markt, was den Umstieg auf Hanf für immer mehr und mehr Landwirte verlockend macht. Die Zukunft des Hanfpapiers hängt großteils davon ab, ob Unternehmen sich künftig dafür entscheiden, ihre Hanfprodukte auch in Hanfverpackungen zu vermarkten.

Hanfpapier gegen Holzpapier: die Ökobilanz im Vergleich
Der ökologische Vorteil von Hanfpapier beginnt bereits auf dem Feld. Nutzhanf ist innerhalb von rund vier Monaten erntereif, während ein Nutzwald für die Zellstoffgewinnung Jahrzehnte benötigt. Auf derselben Fläche liefert Hanf über die Jahre gerechnet deutlich mehr Rohfaser als Wald. Das gelingt ganz ohne Kahlschlag und ohne den Verlust gewachsener Waldökosysteme.
Auch bei der Verarbeitung punktet die Pflanze. Hanffasern enthalten von Natur aus wenig Lignin, jenen holzigen Klebstoff, der bei Holzpapier mit viel Energie und Chemie herausgelöst werden muss. Dadurch lässt sich Hanfzellstoff mit weniger Chlor und weniger Wasser aufschließen. Zur Einordnung: Für eine Tonne Frischfaserpapier aus Holz werden rund 13.000 Liter Wasser veranschlagt.
Ein weiterer Pluspunkt liegt in der Haltbarkeit. Weil die Hanffaser rund fünfmal länger ist als die Holzfaser, bleibt das Papier reiß- und nassfester und lässt sich häufiger recyceln. Wer die Zahlen im größeren Zusammenhang sehen möchte, findet in unserem Guide zu Nutzhanf und Industrie einen Überblick über alle Rohstoffvorteile.
Ganz ohne kritische Stimmen kommt die Bilanz allerdings nicht aus. Für die gleiche Fasermenge ist mehr Anbaufläche nötig als bei intensiver Forstwirtschaft, und die Verarbeitungsinfrastruktur für Hanfzellstoff ist in Europa noch dünn gesät. Diese Punkte behandeln wir ausführlich im Beitrag zur Verwendung von Hanf in der Papier- und Druckindustrie.
Die Zukunft des Hanfpapiers in Deutschland und Europa
In Europa ist Hanf als Papierrohstoff kein neues Experiment, sondern eine Rückkehr zu den Wurzeln. Vom 13. Jahrhundert bis ins späte 19. Jahrhundert bestand ein Großteil des Papiers aus Hanffasern. Selbst die berühmte Gutenberg-Bibel wurde auf Hanfpapier gedruckt, was als ein Grund für ihre außergewöhnlich gute Erhaltung gilt.
Heute treibt vor allem der wachsende Nutzhanfanbau das Thema voran. In Deutschland erreichte die Anbaufläche 2024 mit rund 7.100 Hektar einen Rekordwert, bevor sie 2025 auf etwa 5.274 Hektar zurückging. Schwerpunkte liegen in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Wie es um Anbau und Genehmigung steht, zeigt unser Überblick zu Nutzhanf in Deutschland.
Spezialpapiere aus europäischem Cannabiszellstoff finden sich inzwischen bei Feinpapier-Herstellern und in der Verpackungsbranche. Die entscheidende Frage bleibt jedoch die Infrastruktur. Solange die großen Zellstoffwerke auf Holz ausgelegt sind, bleibt Hanfpapier ein hochwertiges Nischenprodukt. Ob die Zeit für ein echtes Comeback reif ist, diskutieren wir im Beitrag Hanfpapier: Ist die Zeit reif für ein Comeback?.
Wer die Faser über das Papier hinaus denkt, entdeckt weitere Einsatzfelder. Der direkte Vergleich von Hanf und Baumwolle zeigt, warum die Pflanze als nachhaltiger Rohstoff so viel Aufmerksamkeit erhält.
Warum die Bibel auf Hanfpapier gedruckt wurde
Als Johannes Gutenberg um 1455 in Mainz seine berühmte Bibel druckte, gab es in Europa nur einen einzigen Rohstoff für Papier. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bestand jedes europäische Papier aus Hadern, also aus alten Textilresten. Diese Lumpen wurden zerkleinert, gewässert und zu einem Faserbrei verarbeitet. Die Fasern stammten überwiegend aus Leinen und Hanf, den beiden wichtigsten Kleidungsstoffen jener Zeit.
Von den rund 180 Exemplaren der Gutenberg-Bibel wurden etwa 140 auf Papier gedruckt, die übrigen 40 auf teurem Pergament aus Tierhaut. Für eine einzige Pergamentbibel benötigte die Werkstatt ungefähr 80 Tierhäute. Die Papierexemplare waren deutlich günstiger und liefen deshalb in größerer Zahl vom Druckstock. Genau dieses Papier war Hadernpapier auf Basis von Hanf- und Leinenfasern.
Wichtig ist dabei eine Unterscheidung. Das Papier entstand nicht direkt aus frisch geernteten Hanfstängeln, sondern aus abgetragenen Stoffen, Seilen und Segeln, die ihre Fasern aus der Hanfpflanze bezogen. Hanf war über Jahrhunderte der Rohstoff für Kleidung und Taue. Wenn diese Textilien ausgedient hatten, wanderten sie in die Papiermühle. Insofern ist die verbreitete Aussage, die Bibel sei auf Hanfpapier gedruckt worden, im Kern korrekt, auch wenn der Weg über das Recycling alter Textilien führte.
Der eigentliche Grund für die Faszination liegt in der Haltbarkeit. Nach über 570 Jahren sind viele der erhaltenen Gutenberg-Bibeln noch in erstaunlich gutem Zustand. Das lange fasrige Hanf- und Leinenmaterial ergibt ein reißfestes, chemisch stabiles Blatt. Es vergilbt kaum und wird nicht brüchig. Wer ein modernes Taschenbuch aus den 1970er Jahren aufschlägt, erlebt oft das Gegenteil, nämlich gelbe und spröde Seiten.
Diese Verschlechterung hat einen konkreten Ursprung. Im Jahr 1843 entwickelte der sächsische Webermeister Friedrich Gottlob Keller ein Verfahren, um Papier aus Holzschliff herzustellen. Holz war billig und reichlich verfügbar, deshalb verdrängte es die aufwendige Hadernproduktion binnen weniger Jahrzehnte. Der Preis dafür war die Qualität. Holzschliffpapier enthält Lignin und saure Reststoffe, die im Lauf der Zeit einen chemischen Zerfall auslösen. Ob Hanfpapier heute ein Comeback verdient, diskutieren wir ausführlich in unserem Beitrag Hanfpapier: Ist die Zeit reif für ein Comeback?.
Damit erklärt sich, warum das Thema heute wieder Aufmerksamkeit findet. Hanfpapier steht für die Rückkehr zu einem Material, das sich über Jahrhunderte bewährt hat. Es geht nicht um Nostalgie, sondern um Langlebigkeit und einen kleineren ökologischen Fußabdruck. Als Rohstoff erlebt Nutzhanf derzeit in vielen Branchen eine Renaissance, wie unser Guide zu Nutzhanf und Industrie zeigt. Wie tief die kulturelle Verbindung reicht, verdeutlicht zudem die Rolle der Hanfpflanze in der Geschichte.
Häufige Fragen
Woraus besteht Hanfpapier?
Hanfpapier besteht aus den Fasern des Nutzhanfs, häufig kombiniert mit Recyclingfasern. Ein weit verbreitetes Mischungsverhältnis nutzt etwa ein Viertel Hanffasern und drei Viertel Altpapier. Die langen Hanffasern wirken dabei wie eine Armierung und geben dem Papier zusätzliche Festigkeit.
Ist Hanfpapier umweltfreundlicher als Papier aus Holz?
In vielen Punkten ja. Hanf wächst in einer Saison nach, benötigt weniger Chemikalien beim Aufschluss und lässt sich häufiger recyceln als Holzpapier. Kritisch bleiben der höhere Flächenbedarf für die gleiche Fasermenge und die noch fehlende industrielle Infrastruktur in Europa.
Wurde die Gutenberg-Bibel wirklich auf Hanfpapier gedruckt?
Ja, historisches Papier bestand bis ins 19. Jahrhundert überwiegend aus Hanffasern, und auch die Gutenberg-Bibel zählt dazu. Die hohe Haltbarkeit dieses Papiers gilt als ein Grund dafür, dass solche Schriftstücke bis heute so gut erhalten sind.
Warum ist Hanfpapier nicht längst Standard?
Der Hauptgrund liegt in der Verarbeitung. Zellstoffwerke und Druckereien sind auf Holzfasern ausgelegt, und die Umstellung auf Hanf verursacht Kosten und Risiken. Im 20. Jahrhundert erschwerten zudem gesetzliche Beschränkungen den Hanfanbau, was die Entwicklung über Jahrzehnte ausbremste.
Wofür wird Hanfpapier heute verwendet?
Hanfpapier findet sich vor allem in Nischen mit hohem Qualitätsanspruch. Dazu zählen edle Verpackungen, Feinpapiere und Visitenkarten sowie Zigarettenpapier und Filtertips. Auch nachhaltige Marken im Cannabissektor setzen bewusst auf Verpackungen aus dem eigenen Rohstoff.
Warum ist historisches Hanfpapier so viel haltbarer als modernes Papier?
Hadernpapier aus Hanf- und Leinenfasern besitzt lange, stabile Fasern und enthält kein säurebildendes Lignin. Deshalb vergilbt es kaum und bleibt über Jahrhunderte reißfest. Modernes Papier aus Holzschliff, das seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dominiert, zerfällt durch saure Reststoffe dagegen oft schon nach wenigen Jahrzehnten.





































