Argentinien hat 2017 als eines der ersten südamerikanischen Länder medizinisches Cannabis legalisiert. Der Senat stimmte einstimmig für die Legalisierung und ebnete gleichzeitig den Weg für Regulierungssysteme und Forschungsstudien.
Das neue Gesetz: Was wurde beschlossen?
- Die argentinische Regierung baut selbst Cannabis an
- Marihuana wird sowohl für wissenschaftliche Studien als auch für die Versorgung von Patienten genutzt
- Bis der Bedarf aus staatlichen Vorräten gedeckt werden kann, wird aus dem Ausland importiert
- Der private Anbau bleibt verboten (2–15 Jahre Freiheitsstrafe)
- Patienten erhalten ihre Medizin kostenlos
Lateinamerika: Wachsende Cannabis-Bewegung
Neben Uruguay, das 2013 als erstes Land weltweit Cannabis vollständig legalisierte, reiht sich Argentinien in eine wachsende Liste lateinamerikanischer Länder mit progressiver Cannabis-Gesetzgebung ein. Kolumbien, Chile und Brasilien haben ebenfalls verschiedene Formen des medizinischen Zugangs eingeführt.
Die einstimmige Abstimmung im Senat war ein starkes politisches Signal: Medizinisches Cannabis genießt in Argentinien breite parteiübergreifende Unterstützung. In den Jahren nach der Legalisierung wurde das Gesetz mehrfach erweitert — unter anderem um den Eigenanbau für registrierte Patienten zu ermöglichen und den Zugang über Apotheken zu erleichtern.






































