Anzeige. Dieser Beitrag entstand in bezahlter Kooperation mit Mavericks Genetics. Auswahl, Einordnung und Bewertung der Angaben liegen beim Hanf Magazin.
Cherry Runtz ist eine feminisierte Sorte aus kalifornischer Zucht, die auf dem Papier viel verspricht. Wir haben uns das Datenblatt und den Laborbericht angesehen und sortiert, welche Angaben belastbar sind und welche eine Erwartung beschreiben.
Genetik und Herkunft
Cherry Runtz von Mavericks Genetics geht nach Herstellerangaben auf die Kreuzung (Zkittlez x Gelato) x Grape Ape zurück. Alle drei Elternlinien sind im amerikanischen Markt etabliert, Zkittlez und Gelato stehen für süße, fruchtige Profile, Grape Ape bringt die dunklen Farbtöne mit, die der Sorte ihre violetten Akzente geben. Angeboten wird sie feminisiert, das Verhältnis gibt der Züchter mit 50 Prozent Indica und 50 Prozent Sativa an.
Wie bei allen Angaben zum Indica- und Sativa-Anteil gilt: Das beschreibt die Abstammung, nicht die zu erwartende Wirkung. Die verbreitete Gleichsetzung von Indica mit einer bestimmten Art von Wirkung hält wissenschaftlich nicht stand, auch wenn sie sich hartnäckig hält.
Die Anbaudaten des Herstellers
Die Blütezeit gibt Mavericks mit neun Wochen an, die Ernte im Freiland mit Anfang Oktober. Beim Ertrag nennt das Datenblatt 450 Gramm pro Quadratmeter und 950 Gramm pro Pflanze. Der zweite Wert ist bemerkenswert hoch und setzt einen Freilandanbau mit entsprechender Standzeit, Platz und Lichtmenge voraus. Als Orientierung für ein Zimmerzelt taugt er nicht. Ertragsangaben von Züchtern beschreiben grundsätzlich ein Optimum unter guten Bedingungen und sind keine zugesicherte Eigenschaft.
Optisch beschreibt der Hersteller kompakte, dichte Blüten mit violetten Tönen an Blüten und Blättern. Zum Sortiment gehört die Angabe eines Loses, hier 226CA.11, was für die Rückverfolgbarkeit einer Charge nützlich ist.
Was der Laborbericht zeigt
Zur Sorte liegt ein zweiseitiger Analysebericht des Labors ELS vor. Untersucht wurde getrocknete, ausgehärtete Blüte, nicht Saatgut. Die Probe wurde am 22. Oktober 2025 genommen, der Bericht am 30. Oktober 2025 abgeschlossen.
Die Analysetabelle weist einen Gesamt-THC-Gehalt von 28,02 Prozent aus und einen Gesamt-CBD-Gehalt von 0,23 Prozent. Der Gesamtterpengehalt liegt bei 3,2 Prozent. Innerhalb des Terpenprofils führt Limonen mit 0,65 Prozent, es folgen Caryophyllen mit 0,48 Prozent, Linalool mit 0,35 Prozent und Myrcen mit 0,26 Prozent. Humulen und Pinen liegen darunter, der Rest verteilt sich auf Spuren.
Zwei Hinweise zur Einordnung. Erstens beziehen sich diese Werte ausschließlich auf die untersuchte Probe. Wirkstoff- und Terpengehalte hängen stark von Anbaubedingungen, Erntezeitpunkt und Trocknung ab, weshalb eine Sortenangabe ein Potenzial beschreibt und keine Zusicherung. Zweitens enthält der Bericht in seinen Zusammenfassungskästen Werte, die den Zahlen der Analysetabelle widersprechen. Wir haben uns deshalb an die Tabelle gehalten, in der die Einzelwerte und die Berechnungsformel stehen, und haben den Hersteller um Klärung gebeten.
Aroma: Beschreibung und Messung gehen auseinander
Der Hersteller beschreibt das Aroma als fruchtig-tropisch mit Zitrus, Beere und Ananas, dazu eine cremige Süße und eine Gas-Note. Der Laborbericht führt auf seiner Terpenseite eigene Primäraromen auf, und die lauten Holz, Gewürz, Lavendel, Sauer und Ananas. Übereinstimmung gibt es also bei der Ananas, sonst wenig.
Das ist kein Widerspruch, der gegen die Sorte spricht, sondern eine gute Erinnerung daran, wie Aromaangaben zustande kommen. Eine Sortenbeschreibung gibt den sensorischen Eindruck von Menschen wieder, die die Blüte gerochen haben. Die Aromahinweise eines Labors werden aus dem gemessenen Terpenprofil abgeleitet. Der vergleichsweise hohe Linaloolwert erklärt den Lavendelhinweis, Caryophyllen und Humulen stehen für die würzig-holzige Richtung. Wer sich auf eine bestimmte Geruchserwartung festlegt, sollte deshalb eher auf das Terpenprofil als auf die Marketingbeschreibung sehen.
Die Auszeichnungen
Mavericks führt für Cherry Runtz zwölf Pokale bei nationalen Wettbewerben an. Welche Wettbewerbe das waren und in welchen Jahren, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Wir führen die Angabe deshalb als Herstellerangabe und haben um eine Aufstellung gebeten. Cup-Erfolge sind ohnehin nur begrenzt übertragbar, weil dort eine einzelne, oft von Spezialisten angebaute Pflanze bewertet wird und nicht die Genetik im Durchschnitt.
Kurz zur Rechtslage
In Deutschland dürfen Erwachsene seit dem Konsumcannabisgesetz bis zu drei Pflanzen zum Eigenkonsum anbauen und sich dafür Samen beschaffen. Maßgeblich ist immer das Recht am Ort des Anbaus, nicht das des Versandlands. Innerhalb Europas unterscheiden sich die Regeln erheblich, in Österreich etwa ist der Verkauf von Samen zulässig, strafbar wird es dort, sobald THC-haltiges Pflanzenmaterial entsteht.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 15. Oktober 2026 wieder und ist keine Rechtsberatung. Angaben zu Genetik, Ertrag, Blütezeit und Auszeichnungen stammen von Mavericks Genetics und wurden von uns nicht unabhängig überprüft. Die Laborwerte beziehen sich auf eine einzelne untersuchte Probe und sind keine zugesicherte Eigenschaft. Anbau und Besitz von Cannabis sind Erwachsenen vorbehalten und an die jeweils geltenden Vorschriften gebunden.
Quellen: Sortendatenblatt und schriftliche Auskunft von Mavericks Genetics, Oktober 2026; Analysebericht ELS Lab, Probe 31324RUNT2874.1212, abgeschlossen am 30.10.2025; Konsumcannabisgesetz (KCanG); Suchtmittelgesetz Österreich.

































