Beste neue Sorte 2026: das Ergebnis konsequenter, wissenschaftlich fundierter Selektion, eines organischen Living-Soil-Grows und einer Genetik, die neue Maßstäbe setzt.
Mitte Juni 2026 versammelte sich die internationale Autoflower-Szene zur sechsten Ausgabe des Autoflower World Cup. Erstmals fand der Wettbewerb nicht in Barcelona statt, sondern in Berlin während der Mary Jane. Und erstmals holte ein deutscher Breeder den Titel in der Kategorie „Best New Strain“: BudVoyage setzte sich mit der Voyager gegen Züchter durch, die teilweise seit über 30 Jahren im Geschäft sind. Gewählt wurde sie von einer internationalen Fachjury, in der unter anderem der Joint Doctor saß, der Mann, der die erste Autoflower-Genetik der Welt züchtete.

Die Jury überzeugte eine Sorte, die nicht auf maximale THC-Werte, sondern auf reproduzierbare Wirkung, ein markantes Terpenprofil und Robustheit optimiert wurde. Die Voyager zeigt das Ergebnis in einer außergewöhnlichen Terpenexpression, einer charakteristischen tiefrot bis bordeauxfarbenen Färbung zum Ende der Blüte und einer hohen Stressresistenz. Aromatisch erinnert sie an intensive Gummibärchen, süße Beeren und Gebäck auf einer würzig-erdigen Basis. Gerade diese Kombination aus Aroma, Stabilität und verlässlicher Wirkung machte sie interessant.

Wissenschaft statt Rekordjagd
Manche Phänotypen sind einfach gut. Andere sorgen dafür, dass man im Selektionsraum plötzlich innehält. Genau so entstand der Name Voyager: der Eindruck, etwas entdeckt zu haben, das sich deutlich vom Gewohnten abhebt, aromatisch, robust und mit ganz eigenem Charakter. Hinter der Sorte steht Dr. Tim Rieseberg, Head of Breeding bei BudVoyage. Als promovierter Biologe und Chemiker ist der Evolutionsbiologe ein ausgewiesener Spezialist für Genetik und Zucht. Er selektiert nicht auf reine Stärke, sondern gezielt auf definierte, gut reproduzierbare Terpen- und Wirkprofile.
Für Rieseberg war früh klar, dass sich das charakteristische Aroma der Voyager nicht allein durch ihr Terpenprofil erklären lässt. Aufgrund seiner Erfahrung in Chemie und Biochemie geht er davon aus, dass weitere Aromamoleküle, sogenannte Flavorants, zum außergewöhnlich komplexen Gesamtprofil beitragen. Der Weg zur Siegersorte folgte einem klaren wissenschaftlichen Auswahlprozess: Zahlreiche Testgenetiken wurden entwickelt und in umfangreichen Vergleichsgrows mit verschiedenen Testgrowern sowie eigenen Stresstests bewertet. Erst als auch Aroma, Wirkung und Anbaueigenschaften überzeugten, fiel die Entscheidung auf die Voyager.
Riesebergs Fokus auf reproduzierbare Wirkung hat auch einen persönlichen Hintergrund: Er nutzt Cannabis selbst therapeutisch zur Behandlung chronischer Schmerzen. Dieses Verständnis prägt seinen Zuchtansatz, und seine Expertise wird inzwischen auch von Unternehmen aus dem pharmazeutischen Umfeld nachgefragt.
„Ich selektiere nicht auf Rekorde, sondern auf eine Wirkung, die reproduzierbar ist. Als Patient weiß ich, wie viel es wert ist, sich auf eine Sorte verlassen zu können.“
Dr. Tim Rieseberg, Head of Breeding BudVoyage
So wuchs der Weltmeister: Living Soil statt Flaschendünger
Eine Cup-Sorte ist nur so gut wie der Grow, der ihr Potenzial sichtbar macht. Gewachsen ist die Siegerpflanze rein organisch in lebendiger Erde beim Berliner Living-Soil-Grower Steffen Gehre. Kein erzwungener Rekordversuch, kein aggressives Mineraldüngen, kein steriler Laboransatz. Gewonnen hat ein System: starke Genetik, ein über den gesamten Zyklus aufgebauter Living Soil, kräftiges Licht und eine vollautomatische Klimaführung.
Der Aufbau war ein Perpetual Harvest auf 120 mal 120 Zentimetern, rund 600 Watt LED bei 18 Stunden Licht am Tag, 13-Liter-Töpfe und ein organisch-bodenbasiertes Medium. Nicht die Pflanze wurde gefüttert, sondern der Boden aufgebaut: organische Langzeitquellen, mineralische Komponenten, Huminstoffe, Pflanzenkohle, Mykorrhiza, Trichoderma und aktives Bodenleben bilden ein biologisches Versorgungssystem. Statt Flaschendünger reichten zwei gezielte Komposttee-Gaben in der Blüte, in Woche vier zur frühen Blütenbildung und in Woche sechs für Zellstruktur und Nährstofftransport. Selbst am Blütenende lag der heißeste Punkt im Zelt nur bei 25,9 Grad; zu hohe Spätblüte-Temperaturen bauen Terpene ab.

Der zweite Schlüssel war das Klima. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung wurden vollautomatisch so gesteuert, dass der VPD in jeder Phase im richtigen Fenster lag, von der Jugend bis zur späten Blüte. Der Boden lieferte die Nährstoffe, der passende VPD ließ die Pflanze sie effizient nutzen und senkte zugleich das Schimmelrisiko bei dichten, harzigen Blüten. Geerntet wurde, sobald die Trichome durchgehend milchig waren, gefolgt von einer langsamen, schonenden Trocknung über zwölf bis vierzehn Tage und einem Curing im Glas bei 58 Prozent Luftfeuchte. Weil Terpene flüchtig sind, ist genau diese Geduld ein zentraler Qualitätsfaktor. Von der Keimung Anfang November bis zur Ernte des ersten, später siegreichen Phänotyps vergingen rund vierzehn Wochen.
Von Jamaika bis ins Gartencenter
Die Zucht- und Selektionsarbeit von BudVoyage ist international angelegt. Die Marke entwickelt eigene Genetik und betreibt Phenohunts. Zuletzt ging die Reise in Kooperation mit Rootinn nach Jamaika ins Westmoreland, wo BudVoyage nach eigener Kenntnis der erste Züchter ist, der in dieser Region arbeitet. Westmoreland stellt jede Genetik auf die Probe: tropische Luftfeuchtigkeit, regelmäßiger Regen und deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Wer dort besteht, bringt meist auch im heimischen Garten eine hohe Widerstandsfähigkeit mit.

In den Vorjahren hatten zwar bereits deutsche Grower den Autoflower World Cup gewonnen, jeweils aber für noch keinen deutschen Breeder. Mit der Voyager gelang das nun erstmals. BudVoyage ist trotz seines kurzen Bestehens inzwischen in über 350 Gartencentern vertreten, unter anderem bei Dehner. Mit dem Cup-Sieg folgt nun auch die internationale Bestätigung für die züchterische Arbeit.

Steckbrief: Voyager F1 Auto
- Genetik: Gummy Juice × Triangle Cream (im Grow als Testsorte „Gummy Juice Auto“)
- Typ: indica-dominant, autoflowering (Sativa 30 % / Indica 65 % / Ruderalis 5 %)
- THC: 20 bis 25 % (eingereichtes Sample: 25 %)
- Blütezeit: 7 bis 8 Wochen · Höhe indoor: 80 bis 140 cm
- Aroma: Gummibärchen/Candy, süße Beeren, Gebäck, würzig-erdig; sehr hohe Geruchsintensität
- Wirkung: kreativ, entspannend, sozial; All-Day-Smoke
- Optik: tiefrot bis bordeauxfarbene Zuckerblätter, sehr harzreich
- Robustheit: sehr stressresistent (Hitze, Kälte, Trockenheit, Überwässerung); Topping toleriert
- Auszeichnung: Best New Strain, Autoflower World Cup 2026
- Produktseite: Voyager Auto Hanfsamen bei BudVoyage
Der Name ist deshalb Programm: Voyager steht für den Entdeckergeist, der BudVoyage antreibt, und für die Suche nach Genetik, die neue Maßstäbe setzt.










































