Wenn ein zweites Fenster als Zuluftfenster für die Growraum Zuluft verwendet werden kann, dann muss dieses verkleidet werden. Die Luft muss einströmen können, ohne dass Licht dabei nach außen dringt. Am einfachsten ist es, wenn auch hier in die Verkleidung ein Loch gesägt wird, auf dem ein Anschluss für einen Lüftungsschlauch geschraubt wird. Es wird ein Stück Aluflexschlauch angefügt, der in den Raum gelegt wird. Auf diesen Aluschlauch montiert man einen Verbinder und auf der anderen Seite wird ein Airsock gesteckt.
📑 Inhaltsverzeichnis
Es handelt sich um einen langen luftdurchlässigen Sack, der in großen Räumen für die Growraum Zuluft wirklich wichtig ist. Dieser kann nun in die Pflanzung gelegt werden und er wird die Luft gleichmäßig auf einer Länge von z. B. fünf Metern abgeben. Wäre das zu lang, dann schnürt man an passender Stelle eine Schnur um den Airsock und kürzt diesen. Für kleine Growkammern ist der Airsock weniger bis gar nicht notwendig. So sollte zumindest für den Sommer die nicht klimatisierte, aber reichliche Zuluft einströmen. Insekten bleiben im Airsock hängen und können die Pflanzung nicht befallen. Dieses gilt allerdings nicht für Milben, die sich einfach durch den Stoff arbeiten.
Lüftungskasten mit Lichtfalle vor dem Fenster
Ein anderer Grower hat für die Zulüftung noch eine ganz andere Möglichkeit gefunden. Er hat das Fenster mit einem flachen Kasten senkrecht verkleidet. Dieser hat im oberen Bereich ein Loch zu dem Fenster hin. In diesem Kasten werden weitere senkrechte Bretter eingelassen, die den Weg der Luft zu ¾ unterbrechen, mal von der unteren, mal von der oberen Seite. Schlussendlich kann die Luft nach unten entströmen. Somit wurde sichergestellt, dass kein Licht herausscheinen kann, nur weil durch dieses Fenster Luft in den Innenraum strömt. Es handelt sich um seine Sommer-Growraum Zuluft.
Für die Growraum Zuluft beachten
Allgemein gilt, dass niemals die verbrauchte Luft auch nur teilweise wieder mit angesogen werden darf. Hier wären die Doppelfenster zu nennen, die sich mit Geschick so mit dem Holzkasten verkleiden lassen, dass durch eines die Luft nachströmt, durch das andere rausgeblasen werden kann. Es muss in der Holzverkleidung lediglich zwischen beiden Fenstern ein luftdichter Steg eingebaut werden. Das sollte dennoch nur gemacht werden, wenn wirklich keine Abluft wieder mit einströmen kann. Zur Sicherheit kann in die Ab- und auch Zuluft ein UVC Licht integriert werden, welches alle Keime in der Growraum Zuluft töten wird. In der Zuluft generell solch eine Lichtquelle zu integrieren, solange das Licht nicht aus dieser heraus strahlen kann, wäre eine Empfehlung. Möglicherweise werden nicht nur Bakterien, Vieren und Sporen, sondern auch Milben bereits abgetötet.
Sehr wichtig und mehrfach im Werk erwähnt: Die Ablüftung muss etwas stärker als die Growraum Zuluft ausfallen, sollte für diese ein Zulüfter eingebaut werden. Sobald im Pflanzenraum nicht ein kleiner Unterdruck durch die Ablüftung entsteht, wird fast automatisch riechende Luft zurückschlagen, die einen verraten kann.

Growraum Zuluft im Winter
Im Winter sollte man die Luft über einen Nebenraum ansaugen und in diesem bereits klimatisieren. Die kalte Luft muss auf eine passende Temperatur und auch auf passende Luftfeuchtigkeit gebracht werden, wenn die Pflanzen richtig gesund wachsen sollen. Wenn man mit der Growraum Zuluft die Luft passend klimatisiert hat, kann diese durch einen Wanddurchbruch in einen Airsock münden. Sie kann auch durch ein Loch zur Tür auf den Flur und von diesem durch ein weiteres Loch in der anderen Tür in den Growraum münden. Auf die Tür kann ein Anschlussstück geschraubt werden, um auch hier einen Airsock zu montieren, der einem natürlich nicht im Weg liegen soll, wenn man durch die Tür hereingeht. Auf die Klimatisierung der frischen und noch kalten Zuluft wird später genauer eingegangen. Die vielen Einzelsituationen und Möglichkeiten für die Growraum Zuluft sind für ein Kapitel einfach zu komplex.
Fotoinfos
Titelfoto:
Wer ein Growzelt aufbaut, in dem unten Zuluftöffnungen sind, kann einfach die Abluft einbauen und die frische Luft strömt nach. Für große Anlagen soll diese verteilt einströmen und bei den Luftmengen ist häufig eine Klimatisierung vor dem Einleiten in die Blütekammer notwendig. Deswegen sind große Growräume im Schnitt auch etwas anspruchsvoller in der Planung und dem Aufbau.
Foto im Artikel:
Hier kann die Frischluft durch das zweite Fenster hereinströmen. Der Filter ist der gebrauchte, aber gewaschene Filterstrumpf von einem alten Aktivkohlefilter. Dieser wird zwar keine Spinnmilben oder ähnlich kleine Tiere aufhalten. Die Weißfliege oder Schmetterlinge können jedoch abgewehrt werden und das ist immerhin ein Teilerfolg. Schmetterlingsraupen sind keine typischen aber sehr hungrige Gäste in der Marihuanazucht.
Im späteren Verlauf zeigt sich, dass aus dem direkt daneben liegendem Abluftfenster etwas der Abluft wieder angesogen wurde. Darin enthaltene Sporen usw. sollten natürlich nicht wieder zurück in die Kammer geleitet werden, das kann leider sehr kontraproduktiv enden.
FAQ – Zuluft, Abluft und Belüftung im Growraum
Welches Verhältnis Zuluft zu Abluft ist im Growraum optimal?
Die Abluft sollte etwa 20–30 % stärker dimensioniert sein als die Zuluft. So entsteht ein leichter Unterdruck im Growraum und geruchsbeladene Luft strömt zuverlässig durch den Aktivkohlefilter – nicht zurück in den Wohnbereich.
Brauche ich einen aktiven Zuluftventilator im Growraum?
In kleinen Growboxen reicht passive Zuluft – der Sog der Ablüftung zieht frische Luft automatisch nach. Erst in großen Räumen ab rund 2 m² oder bei langen Schlauchwegen lohnt ein eigener Zuluftlüfter.
Wie viel m³/h Luftaustausch braucht ein Growraum?
Faustregel: Das Raumvolumen sollte alle 1 bis 3 Minuten einmal komplett ausgetauscht werden. Beispiel – ein 1 m³ Growzelt × 30 Wechsel pro Stunde = 30 m³/h Mindestleistung. Bei warmen LED-Setups eher das Doppelte einplanen.
Wo platziere ich Zuluft und Abluft im Growraum am besten?
Zuluft unten oder seitlich, Abluft oben – warme Luft steigt nach oben, kalte sinkt. Trenne beide Öffnungen räumlich, damit warme Geruchsluft nicht direkt wieder angesogen wird.
Welchen Aktivkohlefilter brauche ich für die Growraum-Abluft?
Der Aktivkohlefilter sollte zur Leistung deines Abluftventilators passen oder sie leicht übertreffen, damit die gesamte Luft langsam genug durch die Kohleschicht strömt und Gerüche vollständig gebunden werden. Entscheidend ist der leichte Unterdruck im Growraum – nur so wird wirklich die komplette Abluft gefiltert und nichts strömt ungefiltert nach außen. Tausche die Kohle je nach Nutzungsdauer nach etwa 12 bis 18 Monaten aus. Wie du die Marihuana-Abluft durch Aktivkohle filterst, zeigen wir dir Schritt für Schritt.
Wie viel Abluft brauche ich bei warmen LED-Lampen im Growraum?
LED-Lampen erzeugen weniger Abwärme als alte Natriumdampf-Systeme, geben in der Blüte bei hoher Lichtleistung aber trotzdem spürbar Wärme ab. Plane die Abluft dann eher am oberen Ende der Faustregel – ein kompletter Luftwechsel alle 1 bis 2 Minuten –, damit Blatt- und Raumtemperatur stabil bleiben. Wie intensiv du die Pflanzen überhaupt beleuchten solltest, erklären wir ausführlich in unserem Guide zu Licht und PPFD in der Cannabis-Blüte.









































