Beim Pflanzenanbau darf Silizium nicht fehlen. Die Pflanzen benötigen nur sehr wenig von diesem Spurenelement. Es ist fast in jedem Substrat, nicht aber in Torf, Kokos, Blähton oder ähnlichen Substraten enthalten. In einigen, aber nicht allen Düngerpräparaten, ist Silizium ebenfalls vorhanden. Einen massiven Mangel werden die Pflanzen also nur selten erleiden, einen minimalen jedoch öfter, als man denkt. Etwas mehr Silizium kann deswegen nur positiv auf die Pflanzengesundheit und damit die Ernteergebnisse wirken. Es macht einen Unterschied, ob nur der Mangel vermieden, oder ein Optimalwert erreicht wird. Das Mills Vitalize kann als Siliziumpräparat zur Blattdüngung oder im Gießwasser verwendet werden.
📑 Inhaltsverzeichnis
Mills Vitalize zum Sprühen und für die Nährlösung
Silizium ist genau wie andere Spurenelemente oder Nährstoffe reaktionsfreudig, kann jedoch nur in gewissen Verbindungen von der Pflanze aufgenommen werden. Auch Eisen oder andere Spurenelemente reagieren mit anderen Stoffen oder oxidieren, womit sie für die Pflanzen wiederum unbrauchbar sind. Geht es um Silizium, dann tritt vielleicht kein akuter Mangel auf. Mit einer besseren Versorgung der Pflanzen mit real verfügbarem Silizium werden diese jedoch sichtbar profitieren.
Der Unterschied zwischen der Minimum- und Optimumversorgung
Wenn Pflanzen nicht minimal, sondern optimal mit Silizium versorgt werden, dann wird bereits beim Samen die Keimfähigkeit verbessert. Weiterhin fördert Silizium das Wurzeln und kräftigt zugleich den Wuchs der Pflanze. Sie wird in ihrem Wasserhaushalt stabilisiert, was besser vor Austrocknung schützt und die Aufnahme anderer Nährstoffe wird gefördert. Die Stiele wachsen kräftiger, die Blätter sind grüner und die Blüten können besser an Masse zunehmen, um auch gleichmäßiger und besser zu reifen. Die vitalere Pflanze besitzt zugleich gegen Krankheiten oder Schädlingen eine höhere Widerstandskraft.
Die optimale Versorgung mit Silizium wirkt also wie ein Pflanzenstärkungsmittel. Von Mills Vitalize wären gerade einmal ein bis zwei ml pro 10 Liter Gießwasser notwendig. Für die Blattdüngung wären es ein ml auf einen Liter. Es sind also wirklich nur kleine Mengen, die den Unterschied machen.
Warum wird Mills Vitalize als Silizium-Präparat empfohlen?
Mills Nutrients ist nicht der einzige Düngerhersteller, der die positiven Eigenschaften von Silizium entdeckt hat. Dieses Spurenelement für sich allein ist als Orthosiliziumsäure immer sauer. In vielen Siliziumpräparaten oder später in der Nährlösung beeinflussen auch andere Faktoren den pH-Wert. Geht es allein um die Blattdüngung, dann können auch Siliziumpräparate mit niedrigem oder hohem pH-Wert verwendet werden. Wird das Siliziumpräparat zugleich dem Gießwasser zu geführt, dann soll es jedoch einen niedrigen pH-Wert mitbringen. Mills Vitalize wurde deswegen auf einen niedrigen pH-Wert stabilisiert und hält sich länger als viele andere Siliziumpräparate.
Bei einem hohem pH-Wert kann das Siliziumpräparat die anderen Nährstoffe ausfällen. Diese verlieren damit ihre Eigenschaften für die Pflanze, da die Wurzeln sie nicht mehr so gut oder gar nicht mehr aufnehmen können. Mills Vitalize hat einen niedrigen pH-Wert, die anderen Nährstoffe werden deswegen nicht beeinflusst. Dennoch soll die Nährlösung nicht länger als vier Tage stehen. Wenn doch, dann soll Mills Vitalize erst drei bis vier Tage vor dem erneuten Auffüllen vom Wassertank zu geführt werden.
Jeder kann für sich selbst den Test machen: Es werden mehrere Pflanzen gepflegt. Die einen werden mit einem Siliziumprodukt gedüngt, die anderen nicht. Man kann direkt vier Testgruppen bilden. Die einen werden ohne Siliziumprodukt gepflegt. Die anderen erhalten es als Blattdüngung, die nächsten mit dem Gießwasser und die übrigen Pflanzen als Blattdüngung und mit dem Gießwasser. Solange es eine saure Siliziumquelle ist, wird die vierte Pflanzengruppe mit hoher Wahrscheinlichkeit die besten Ergebnisse bringen, wobei die erste zurückbleibt.

Zur Sicherheit:
Wird viel zu viel Silizium gegeben, kann die Pflanze dadurch wiederum Schaden nehmen, womit es nur einmal in der Woche mit dem Gießen gegeben werden soll. Generell gilt auch hier, dass immer die Herstellerangaben beachtet werden, um das „zu wenig“ oder „zu viel“ zu vermeiden.
Weiterhin ist Mills Vitalize hoch konzentriert und soll vor der Verwendung geschüttelt werden. Man soll es nicht auf die Hände schütten, sondern in das Wasser. Wenn es keine Blattdüngung, sondern Gießwasser wird, dann kommt zuerst Mills Vitalize, dann der Dünger, dann wird der pH-Wert angeglichen. Wenn das Wasser nicht zu kalt oder warm ist, kann gegossen werden.
Zur Info:
Wer lieber ein Siliziumpräparat als Langzeitdünger zum Boden geben möchte, der kann es mit Mills Vitabrix versuchen. Aber auch hier kommt es auf den richtigen Umgang mit diesem Mittel an, damit für die Pflanzen ein Optimum erreicht wird. Eine Einzelgabe hält zwei bis drei Wochen und wird anschließend als Topdressing mit auf den Topf gegeben.
Es handelt sich bei beiden Produkten um ein Bio-Produkt. Es wird eine Kieselsäure stabilisiert, die damit als saure Siliziumquelle dient. Entscheidend ist, dass dieses Silizium zugleich wasserlöslich ist, womit Mills Vitalize als Blattdüngung und für das Gießwasser verwendet werden kann. Wird eine Blattdüngung vorgenommen, werden auf den Blättern keine Rückstände zurückbleiben, wenn ein kalkfreies Wasser verwendet wird.
Häufige Fragen zu Silizium für Pflanzen
Wie wirkt Silizium auf Pflanzen?
Silizium lagert sich als Kieselsäure in den Zellwänden ein und wirkt wie ein natürliches Pflanzenstärkungsmittel: Stiele werden stabiler, Blätter dichter, Wurzeln wachsen tiefer und die Pflanze wird widerstandsfähiger gegen Trockenstress, Pilze und saugende Schädlinge. Schon eine optimale (statt nur minimale) Versorgung verbessert die Keimrate, Nährstoffaufnahme und Blütenmasse spürbar. In Kombination mit einer klassischen Hanf-Düngung entfaltet Silizium seine volle Schutzwirkung.
Wie viel Silizium braucht meine Cannabis-Pflanze?
Bei flüssigen Siliziumpräparaten genügen meist 1–2 ml pro 10 Liter Gießwasser, einmal pro Woche. Für die Blattdüngung etwa 1 ml pro Liter Sprühwasser. Mehr ist nicht besser – ein Überschuss kann andere Nährstoffe ausfällen. Halte dich an die Herstellerangaben und beobachte die Pflanze: kräftigere Stiele und sattere Blätter zeigen eine gute Versorgung an. Mehr zur richtigen Bewässerung im Cannabis-Grow.
Silizium besser über Blattdüngung oder Gießwasser?
Beides funktioniert – die stärkste Wirkung bringt die Kombination. Über die Blätter wird Silizium schnell aufgenommen und wirkt direkt an den Blattzellen, über das Gießwasser landet es in der gesamten Pflanze inklusive Wurzelsystem. Wichtig beim Gießwasser: Silizium zuerst ins Wasser geben, dann den restlichen Dünger, zuletzt den pH-Wert einstellen. So vermeidest du Ausfällungen. Welches Substrat dafür am besten geeignet ist, hängt vom Anbausystem ab.
Welche Symptome zeigt ein Silizium-Mangel?
Ein klassischer Silizium-Mangel ist selten visuell eindeutig, weil Silizium kein essenzieller Hauptnährstoff ist. Typische Indizien sind aber: weiche, knickanfällige Stiele, schlapper Habitus trotz ausreichend Wasser, höhere Anfälligkeit für Mehltau und Spinnmilben sowie schwächere Wurzelmasse. Besonders bei Substraten ohne natürliches Silizium wie Kokos, Torf oder Blähton lohnt sich die gezielte Zugabe. Wer solche Schwächezeichen früh sehen will, kann mit einem sensorbasierten Grow-Assistenten wie Antheia gegensteuern.
Welcher pH-Wert ist bei Silizium-Düngung wichtig?
Reine Orthosiliziumsäure ist sauer. Damit das Silizium für die Pflanze wirklich verfügbar bleibt und keine anderen Nährstoffe ausfällt, sollte das Präparat einen niedrigen, stabilisierten pH-Wert haben. Nach dem Mischen die Nährlösung nicht länger als 4 Tage stehen lassen – Silizium reagiert sonst mit anderen Mineralien. Wer mit anspruchsvollen Lichtsetups arbeitet, sollte auch das passende Lichtspektrum im Indoor-Grow berücksichtigen.



































