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Clearstream – Chaos am Cannabis Aktienmarkt

Das Unternehmen Clearstream International S.A. Ist eine Verwahrgesellschaft für ausländische Wertpapiere, die an der deutschen Börse gehandelt werden. Neu ist das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg nicht, doch den meisten Nicht-Anlegern wird der Name vermutlich erst in der jüngeren Vergangenheit zu Ohren gekommen sein, obwohl es sie seit dem Jahr 2000 den ausländischen Aktienhandel für die Börse in Frankfurt verwaltet.


Lokale Gesetzgebung ist der Maßstab

Da die Aktien der großen kanadischen Cannabis-Produzenten, und auch die in den USA ansässigen, demnach auch über Clearstream abgewickelt werden müssten, gelten dafür die gesetzlichen Bestimmungen Luxemburgs. Damit Aktien von Cannabis-bezogenen Unternehmen überhaupt gehandelt werden konnten, musste erst ein neues Gesetz für medizinisches Cannabis in Kraft treten.

Nur unnötige Panik?

Noch im Sommer kündigte Clearstream an, dass die Börsenaufsicht (CSSF) den Handel mit Cannabis-Aktien für illegal erklärte, und dass der Handel mit diesen eingestellt werde. Nachdem die Anleger bereits in Panik ihre Wertpapiere abgestoßen hatten, ruderte Clearstream ein Stück zurück, und korrigierte, dass Unternehmen, die im medizinischen Bereich agieren, vom Verbot ausgenommen seien. Für welche Konzerne dies genau gilt, wurde wiederum erst etwas später bekannt gegeben. Am 11. September wurde eine Liste publiziert, welche die Namen der vom Handelsverbot betroffenen Firmen zeigt. Es waren lediglich 15 übrig geblieben, und selbst diese sollen aktuell noch gehandelt werden. Nachdem auch die genannte Deadline, der 28. September, aufgehoben wurde, besteht nach wie vor keinerlei Gewissheit darüber, zu welchem Zeitpunkt eine der Firmen tatsächlich Beschränkungen unterworfen sein wird. Auch genaue Kriterien, unter welchen regelkonform weiter agiert werden kann, wurden nicht bekanntgegeben.

Es wird noch spannender

So wirklich ernsthaft aussteigen aus dem boomenden Geschäft mit Hanf will wohl eigentlich niemand. Spannend wird es auf jeden Fall in diesem Jahr noch. Ab dem 17. Oktober wird in Kanada Cannabis für den Freizeitgebrauch legal sein. Ab diesem Moment werden viele Hersteller, die bisher nur im medizinischen Bereich tätig waren, ihr Geschäft ausweiten und den Recreational Markt bedienen. Ob diese Unternehmen dann auch auf der Verbotsliste von Clearstream landen und ob diese tatsächlich Konsequenzen für den Handel mit deren Wertpapieren haben wird, darf hinterfragt werden. Denn bisher sah es schon eher danach aus, als ob sich die Regeln der Wirtschaft anpassen, und nicht umgekehrt. Da sich mittlerweile einige Big Player aus anderen Branchen, wie Coca Cola oder Constallation Brands durch Kollaborationsvorhaben oder sogar Milliarden-Investitionen im Cannabis-Sektor einschalten, ist es schwer vorstellbar, dass kein Weg gefunden wird, Hanf an der deutschen Börse zu handeln. Einer wäre… legalisieren!

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One comment

  1. Bleibt auch abzuwarten wie es sich mit Tilray verhalten wird. Die Marktkapitalisierung von etwa 25mrd bei Performancespitze und gerademal 155mio dollar prognostizierten Umsatz für 2019 ist halt schon ne interessante Sache. Wenn man sich mal anschaut wo Tilray mittlerweile überall Lizenzen erhalten hat. Und mit wem ist auch sehr spannend. Blase wird platzen oder es entfacht ein Battle zwischen USA und Kanada. Clearstream kann man als Znglein an der Waage betrachten um die Ordnung zu wahren zwischen den Kontinenten. Denn Big-Pharma sagt als erstes wo es lang geht. Und wenn die gleichen Player auch den CBD-Markt unter sich aufgeteilt haben, wird es erstmal noch eine weile zur Legalisierung gehen. Denn Aktien wollen verkauft werden und genauso viel CBD in allen Formen an den Mann gebracht. Konkurrenz wird ausgeschaltet mit Razzien, während man selbst ein ganzes Feld erntet. Das ist Wirtschaft. Und kommt bloß nicht auf die Idee Hanf aus der Schweiz zu Importieren, wenn ihr im falschen Bundesland wohnt. Was das falsche Bundesland ausmacht? einfach mal überlegen 😉

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