Usbekistan hat dem maltesischen Unternehmen Melabis die Genehmigung erteilt, medizinisches Cannabis im Land anzubauen und zu produzieren. Die Regierung in Taschkent gab damit grünes Licht für ein Projekt, das Cannabis auf einer Fläche von rund 3.000 Hektar in der Region Sirdaryo kultivieren soll — eine Region, in der traditionell Baumwolle und Melonen angebaut werden.
Das Melabis-Projekt in der Region Sirdaryo
Die Pflanzen werden auf einer landwirtschaftlichen Fläche in der städtischen Siedlung Sardaba wachsen. Nach Informationen der Nachrichtenorganisation Reuters werden die Cannabisblüten einen THC-Gehalt von lediglich 0,1–0,2 % aufweisen — deutlich weniger potent als verfügbare medizinische Cannabissorten in Europa. Das fertige Produkt soll hauptsächlich exportiert werden.
Cannabis in Zentralasien: Wachsender Markt
Die Genehmigung für Melabis markiert einen wichtigen Schritt für die Cannabis-Industrie in Zentralasien. Usbekistan folgt damit einem globalen Trend: Immer mehr Länder öffnen sich für den kontrollierten Anbau von medizinischem Cannabis, um von einem Markt zu profitieren, der laut Analysten bis 2030 weltweit über 80 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Für Usbekistan bietet der Hanfanbau eine Chance zur Diversifizierung der Landwirtschaft — weg von der Baumwoll-Monokultur, die das Land seit Sowjetzeiten prägt.
Ob der niedrige THC-Gehalt der usbekischen Produktion international wettbewerbsfähig ist, bleibt abzuwarten. Für CBD-basierte Produkte und industrielle Anwendungen könnte das Profil jedoch durchaus attraktiv sein.




































