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DHV Studie ermittelt: 2,66 Milliarden kostet das Cannabis Verbot

In Berlin findet an diesem Wochenende, am 16. und 17.November, die Cannabis Normal Konferenz (CaNoKO) des Deutschen Hanfverbands (DHV) statt. Mit großer Spannung wurde von den Unterstützern und anderen Interessierten die Ergebnisse der Studie von Dr. Justus Haucap erwartet, die der DHV mit Hilfe gesammelter Gelder der Cannabis Community hat durchführen lassen.


Nachdem mit der vergangenen großen und erfolgreichen Aktion des Hanfverbands, der Cannabispetition 2017, der Regierung einmal mehr gezeigt wurde, dass das Interesse an einer zeitgemäßeren Cannabispolitik in der Bevölkerung groß ist, kann die Studie dem nochmal ein gewichtiges Argument hinterher reichen. Denn die Studie ging der Frage auf den Grund, wieviel Geld die deutsche Verbotspolitik den Steuerzahler kostet.

Cannabis-Verbot hat keinen erkennbaren Nutzen

Cannabis ist kein Randgruppen-Phänomen, sondern es findet mitten in der Gesellschaft statt, in allen Altersgruppen. Berufsgruppen und Nationalitäten. Somit kostet die Illegalität und die damit verbundene Strafverfolgung einiges an Geld, während sie den Nachweis schuldig bleibt, in irgendeiner Weise den Bürgern, die sie bezahlen, Nutzen zu bringen. Die Konsumentenzahlen gehen nicht zurück, und selbst wenn sie das täten, es geht beim Besitz und Konsum ja nach wie vor um keine Fremdschädigung, diese geschieht ja nur durch die Reppression, in Form von Verletzungen des Jugendschutzes, und in Form von Gesundheitsgefährdung durch den Handel mit gestreckter Schwarzmarkt Ware.

Während sich die Sinnhaftigkeit und der Erfolg der Cannabis Prohibition also mehr als nur hinterfragen lässt, lässt sich der Nachteil zumindest in Teilen klar benennen, ja sogar in Euro beziffern, und dies hat Dr. Haucap von der Uni Düsseldorf in seiner Studie getan und die Zahlen an der CaNoKo vorgestellt.

Die Kosten der Hanf-Reppression

Wenn selbst ein Legalisierungsskeptiker sich durch den Kopf gehen lässt, dass die Deutschen im Jahr mal eben 2,66 Milliarden Euro ausgeben, nur um Hanf, eine Pflanze, die von A bis Z, von Wurzel bis Stengel und Samen sinnvoll genutzt werden kann, zu kriminalisieren, und er sich im Anschluss überlegt, ob er das Geld gut angelegt findet, also ob ihm das etwas bringt oder anderen Menschen, dann ist Kopfschütteln wahrscheinlich die einzig richtige Antwort.

Diese 2,66 Milliarden Euro sind im übrigen nicht die ganzen Kosten, die das Hanfverbot verursacht. Die Kosten für Staatsanwaltschaft und Gerichte sind nicht mit eingerechnet. 1,1 Milliarden sind allein der Betrag, der im Zusammenhang mit der Strafverfolgung von Cannabis bei der Polizei anfällt. Während diese Kosten nach einer Legalisierung eingespart würden, würde gleichzeitig der regulierte, legale Handel durch eine Steuer, die der Besteuerung von Alkohol oder Tabak entspricht, 640 Milliarden Euro einbringen, zuzüglich etwa 550 Millionen Umsatz und Lohnsteuer. Mit dem neuen Wirtschaftszweig würden darüberhinaus laut der Studie etwa 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Dass auch diese wiederum die Wirtschaft ankurbeln, Geld in Sozialkassen und Rentenkassen spülen, und damit den Haushalt entlasten, wäre die logische Folge.

Was kann die DHV-Studie bewirken?

Um die Zahlen der Studie, auch wenn einige Details geschätzt werden mussten, allerdings einige Kosten noch nicht einmal aufgeführt sind, kommt die Öffentlichkeit, beziehungsweise unsere Politik, in zukünftigen Diskussionen kaum noch herum. Wenn die Ergebnisse der Studie viele der Menschen erreichen, die die in ihr aufgeführten Kosten tragen müssen, könnte das durchaus für einige ein Argument sein, welches zum Umdenken Anlass gibt. Daher dürfen wir jetzt gespannt sein, wie sich die öffentliche Meinung zur Entkriminalisierung von Cannabis in den nächsten Umfragen darstellen wird. Denn DHV-Geschäftsführer Georg Wurth stellt ganz richtig fest, was hoffentlich bald jedem klar sein wird: „Das Verbot von Cannabis hat ein mieses Preis-/Leistungsverhältnis.“

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