Anzeige. Dieser Beitrag entstand in bezahlter Kooperation mit Waldviertler Hanfkuss.
Judith und Claus haben 2019 Wien gegen einen alten Meierhof im Waldviertel getauscht, um dort Hanf anzubauen. Seitdem ist wenig nach Plan gelaufen, und den Waldviertler Hanfkuss gibt es trotzdem noch. Ein Porträt nach ihren eigenen Schilderungen.
Kennengelernt haben sich die beiden 2009 auf dem Sziget-Festival in Budapest. Zehn Jahre später zogen sie von Wien ins Waldviertel, mit einem klaren Vorhaben: Hanf anbauen und daraus CBD-Öle herstellen. Unter dem Namen Waldviertler Hanfkuss betreiben sie heute einen kleinen Betrieb, der sich den Alltag mit einer vierköpfigen Familie, einem Bauernhof und einer ganzen Reihe von Umbauten teilt.
Ein Haus ohne rechte Winkel
Gewohnt und produziert wird in einem alten Meierhof in Rottenbach. Rechte Winkel sucht man dort vergeblich. Die Wände verlaufen in leichten Wellen, und im Keller löst sich gelegentlich eine hundert Jahre alte Putzschicht von der Decke. Nach Angaben der beiden ist das Gebäude fast 900 Jahre alt, und sie rechnen fest damit, dass es noch die eine oder andere Überraschung bereithält.
Das Haus passt zu der Art, wie Judith und Claus ihren eigenen Weg beschreiben: Bei ihnen verlaufe nichts geradeaus, sondern in mäandernden Bahnen.

Ein Start mit Rückschlägen
Mit viel Elan bauten sie 2019 den alten Schweinestall zu einer Anlage mit Kunstlicht um. Der Start verlief dann allerdings ganz anders als geplant: Die Produktion stand zunächst still, und wenig später folgte die Corona-Pandemie.
Aufgegeben haben sie nicht, aber sie mussten sich breiter aufstellen. 2021 begann Judith, als Quereinsteigerin zu unterrichten, und ließ sich dafür ausbilden. Zu viele Krisen seien hintereinander gekommen, um sich allein auf den Verkauf von CBD zu verlassen. Dazu kamen die Energiekrise und immer neue Einschränkungen beim Verkauf und bei der Bewerbung von CBD-Produkten.
Umbauen, um unabhängiger zu werden
Die vergangenen Jahre waren von Baustellen geprägt. Der Boden der Anlage wurde erneuert und die Beleuchtung auf LED-Paneele umgestellt, um den Stromverbrauch zu senken. Zuletzt kamen 36 Photovoltaik-Paneele mit Speicher dazu. Das Ziel ist, den alltäglichen Strombedarf möglichst bald selbst zu decken, was im Waldviertel mit seinen langen, dunklen Wintern kein kleines Vorhaben ist.
Weitere Investitionen gehen die beiden vorsichtig an. Ein Umbau des Wohnhauses steht an, gleichzeitig sorgen die weltpolitische Lage und neue EU-Vorgaben rund um CBD für Unsicherheit. Sich finanziell zu übernehmen, wollen sie in dieser Lage unbedingt vermeiden.

Was in den Fläschchen steckt
Angeboten werden Öle mit fünf Prozent CBD unter dem Namen STILLE und mit zehn Prozent unter dem Namen LEICHTIGKEIT. Je nach Produkt dient MCT-Öl oder Traubenkernöl als Trägeröl, Letzteres nach Herstellerangabe in Demeter-Qualität. Der Betrieb bietet die Öle als Aromaöle an, und auf der Produktseite ist ein Analysezertifikat abrufbar.
Warum sie trotz aller Rückschläge weitermachen, beantworten die beiden ohne Umschweife: wegen der Menschen, die ihre Produkte kaufen und immer wieder bestellen.

Hühner, Gänse und ein Biber
Wenn es in der Produktion ruhig ist, bleibt der Hof. Hühner, Truthähne und Gänse gehören dazu, auf dem Feld wachsen Gemüse und Obst, und im Garten spenden Rosen und alte Bäume an heißen Sommertagen Schatten.
Besonders begeistert sind die beiden vom wilden Teil des Grundstücks. Dort hat ein Biber am Marbach einen Damm gebaut, und dahinter ist eine kleine Wasserlandschaft entstanden. Sie hoffen, dass damit die Artenvielfalt zunimmt und sie einen Teil dazu beitragen können. „Gut Ding braucht Weile“, schreiben sie dazu.

Warum es kleine Betriebe schwer haben
Aus ihrer Erfahrung ziehen Judith und Claus einen Schluss, der über den eigenen Hof hinausgeht. Kleine Unternehmen hätten es besonders schwer, wenn es im Hanfanbau keine eindeutigen Regeln gebe, und wo es Regeln gebe, fielen sie in Österreich vor allem für den Vertrieb ungünstig aus.
Wie uneinheitlich die Lage ist, haben wir mehrfach beschrieben. Wie die EU-Kommission das österreichische Vorgehen bei Hanfblüten bewertet, zeigt unser Beitrag dazu, dass die ARGE CANNA in Brüssel gescheitert ist. Wo die Zulassung von CBD als neuartiges Lebensmittel auf europäischer Ebene steht, haben wir im Beitrag zum ersten positiven EFSA-Gutachten beschrieben.
Besuch ist willkommen
Wen es einmal ins Waldviertel zieht, der ist nach den Worten der beiden herzlich eingeladen, auf dem Hof vorbeizuschauen und einen Eindruck davon zu bekommen, wie es sich dort lebt. Mehr über den Betrieb und seine Produkte steht auf der Website von Waldviertler Hanfkuss.
Über den Austausch freuen sich die beiden ausdrücklich. Judith und Claus sind ansprechbar, wenn jemand Fragen hat, und sie plaudern nach eigenen Worten auch gerne einfach eine Runde, ob per Mail, am Telefon oder bei einem Besuch am Hof.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 14. September 2026 wieder und ist keine Rechts- oder Gesundheitsberatung. Er enthält keine Gesundheits- oder Wirkaussage zu den genannten Produkten, die der Hersteller als Aromaöle anbietet. Angaben zur Geschichte des Betriebs, zum Alter des Gebäudes und zu den Produkten beruhen auf der Darstellung von Waldviertler Hanfkuss.
Quellen: Angaben und Bildmaterial von Waldviertler Hanfkuss (übermittelt im September 2026); Produktangaben laut Website des Herstellers; eigene Berichterstattung.





































