Pedanios 8/8 & 22/1 jetzt aus Dänemark statt Kanada
Aurora liefert Medizinal-Cannabisblüten von Aurora Nordic an deutsche Apotheken.
📑 Inhaltsverzeichnis
- Pedanios 8/8 & 22/1 jetzt aus Dänemark statt Kanada
- Aurora Nordic in Odense: 10.000 kg Cannabis pro Jahr
- Ist Cannabis in Dänemark legal? Der Rechtsrahmen für Konsum und Besitz
- Christiania und die Pusher Street: das Ende des offenen Marktes
- Dänemark macht Medizinalcannabis dauerhaft: das Gesetz seit Januar 2026
- CBD in Dänemark: strenger reguliert als in Deutschland
- Mit deutschem Cannabisrezept nach Dänemark reisen
- Warum Dänemark für Europas Cannabisversorgung wichtig bleibt
- 💬 Fragen? Frag den Hanf-Buddy!
Die in Dänemark produzierten Cannabisblüten von Aurora Nordic sollen Importe aus Kanada ablösen. Die ersten beiden Produkte, die aus dänischer Produktion in Deutschland erhältlich sein werden, sind Pedanios 8/8 und Pedanios 22/1. Dass die Blüten aus Dänemark stammen, erkennen Patienten am Namenszusatz DNK und an neuen Folge-PZN-Nummern.
Im Laufe des Jahres soll die komplette Produktion des Aurora und Pedanios Produktportfolios nach Dänemark verlagert werden. Bis es so weit ist, kann es vorkommen, dass beide Produkte unter beiden Nummern in der Apotheke erhältlich sind. Die Einführung einer neuen Extrakt-Line aus Dänemark ist ebenfalls in der ersten Jahreshälfte geplant.
„Die Verlagerung des Herstellungsortes ermöglicht Aurora eine zuverlässigere Lieferfähigkeit bei gleichbleibender Qualität und unveränderte Wirksamkeit“, so Marcus Reussmann, Leiter Vertrieb Aurora Deutschland GmbH. Das Ziel sei die innereuropäische Versorgung des wachsenden Medizinal-Cannabis Marktes mit bekannten und bewährten Rezepturarzneimitteln aus der eignen Produktionsanlage in Odense.
Aurora Nordic in Odense: 10.000 kg Cannabis pro Jahr
Um den Anforderungen des wachsenden europäischen Marktes gerecht zu werden, kann Aurora Nordic auf einer Anbaufläche von mehr als 9.000 m² bis zu 10.000 kg medizinisches Cannabis pro Jahr produzieren. Die Produktionsstätte erhielt im Jahr 2020 die Zertifizierung der Europäischen Union für gute Herstellungspraxis („EU GMP“) von der dänischen Arzneimittelbehörde.
Ist Cannabis in Dänemark legal? Der Rechtsrahmen für Konsum und Besitz
Die dänische Produktion für den deutschen Apothekenmarkt sagt nichts über die Rechtslage vor Ort aus. Beides wird regelmäßig verwechselt. Dänemark hat Cannabis für den Freizeitgebrauch weder legalisiert noch entkriminalisiert. Maßgeblich ist das Gesetz über euphorisierende Stoffe, dänisch lov om euforiserende stoffer, das aus dem Jahr 1955 stammt und Cannabis als verbotenen Stoff führt. Besitz, Konsum, Einfuhr, Anbau und Handel sind danach strafbar, und zwar unabhängig von der Menge.
In der Praxis unterscheidet die dänische Justiz zwischen Eigenbedarf und allem darüber hinaus. Für kleine Mengen zum Eigenkonsum droht regelmäßig eine Geldstrafe, die ohne Gerichtsverfahren als Bußgeld verhängt wird. Die Größenordnung liegt je nach Menge, Substanz und Vorgeschichte zwischen einigen hundert und mehreren tausend Kronen. Bei Wiederholung steigt der Betrag. Der gesetzliche Strafrahmen des Gesetzes über euphorisierende Stoffe reicht formal bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe.
Wichtig für deutsche Reisende ist eine Besonderheit, die Dänemark von anderen nordeuropäischen Ländern unterscheidet. Über Jahrzehnte galt für geringe Mengen eine Verwarnungspraxis, die auf ein Rundschreiben der Staatsanwaltschaft aus den späten sechziger Jahren zurückging. Diese Praxis wurde aufgegeben. Seither wird auch beim ersten Fund regelmäßig ein Bußgeld ausgesprochen statt einer bloßen Verwarnung. Eine Verwarnung bleibt die Ausnahme und kommt vor allem bei erkennbarer Abhängigkeit in Betracht.
Deutlich härter wird es oberhalb des Eigenbedarfs. Weitergabe, Verkauf und größere Mengen fallen nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz, sondern unter das dänische Strafgesetzbuch. Dessen Vorschrift zum Drogenhandel sieht Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren vor, in besonders schweren Fällen mehr. Wer in Dänemark Cannabis für Freunde mitkauft, bewegt sich rechtlich also nicht im selben Bereich wie jemand, der ein Gramm für sich selbst dabeihat. Wie sich die dänische Linie im europäischen Vergleich einordnet, zeigt unsere Übersicht zu den Ländern mit dem höchsten Cannabiskonsum.
Christiania und die Pusher Street: das Ende des offenen Marktes
Kaum ein Ort hat das Bild von Cannabis in Dänemark so geprägt wie die Freistadt Christiania in Kopenhagen. Jahrzehntelang wurde in der Pusher Street offen gehandelt, geduldet von einem Teil der Stadtgesellschaft und immer wieder geräumt von der Polizei. Wer heute mit dieser Vorstellung nach Kopenhagen reist, findet die Straße nicht mehr so vor. Nach mehreren tödlichen Schießereien im Umfeld des Handels stimmten die Bewohnerinnen und Bewohner Christianias im August 2023 für die dauerhafte Schließung des offenen Marktes.
Im April 2024 folgte der bauliche Rückbau. Die Bewohner rissen gemeinsam mit der Stadt das Kopfsteinpflaster auf und entfernten die Verkaufsstände. Der Umbau war ausdrücklich als Signal gedacht, dass der Handel nicht an anderer Stelle im Viertel weiterlaufen soll. Übrig geblieben sind Stände mit Hanfwaren und Souvenirs für Touristen. Der Verkauf von Cannabisblüten war in Christiania nie legal, er wurde lediglich über lange Zeit hingenommen. Die Hintergründe haben wir im Beitrag zur Freistadt Christiania ohne Pusher Street ausführlich beschrieben.
Für Besucher bedeutet das eine doppelte Veränderung. Der offene Kauf ist verschwunden, und der Handel hat sich in weniger sichtbare Strukturen verlagert. Die Polizeipräsenz rund um das Areal ist gleichzeitig hoch geblieben. Ein Kauf in Kopenhagen ist damit weder legal noch praktisch einfacher geworden, sondern beides ist heute schwieriger und riskanter als in den Jahren zuvor.
Dänemark macht Medizinalcannabis dauerhaft: das Gesetz seit Januar 2026
Während der Freizeitkonsum verboten bleibt, hat Dänemark bei der medizinischen Anwendung eine grundlegende Entscheidung getroffen. Zum 1. Januar 2018 war ein befristetes Modellprojekt gestartet, das Ärzten die Verordnung von Cannabis für ausgewählte Patientengruppen erlaubte. Dazu zählten unter anderem Multiple Sklerose, Rückenmarksverletzungen, Nebenwirkungen einer Chemotherapie und chronische Schmerzen. Das Projekt wurde mehrfach verlängert, wie wir seinerzeit über die Verlängerung des dänischen Modellprojekts berichtet haben.
Am 24. April 2025 beschloss das dänische Parlament das Gesetz L135 und überführte den Versuch in eine dauerhafte Regelung. Sie ist zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Zugang zum Wirkstoff, sondern in der Indikationsliste. Unter der Dauerregelung dürfen Ärztinnen und Ärzte Medizinalcannabis grundsätzlich allen Patienten und bei allen Erkrankungen verordnen, sofern sie die Behandlung fachlich für angezeigt halten. Die Beschränkung auf eine feste Liste von Krankheitsbildern ist damit entfallen.
Die Zahlen aus der Versuchsphase erklären, warum der Schritt als überfällig galt. Über die Laufzeit hinweg erhielten rund 1.800 Patientinnen und Patienten cannabisbasierte Präparate, ausgestellt wurden etwa 20.000 Verordnungen. Die begleitende Auswertung fand keine neuen Hinweise darauf, dass die Behandlung besondere Sicherheitsrisiken mit sich bringt. Kritik gibt es weiterhin an der Kostenerstattung. Die Zuschüsse decken nur einen Teil der Therapiekosten, sodass ein erheblicher Eigenanteil bei den Patienten verbleibt.
Für den deutschen Markt ist dieser Punkt mehr als eine Randnotiz. Ein dauerhafter Rechtsrahmen gibt Produzenten Planungssicherheit für Investitionen in Anlagen, Zertifizierung und Sortenentwicklung. Genau davon hängt ab, ob eine Anlage wie die von Aurora Nordic in Odense langfristig auf Export ausgerichtet betrieben wird.
CBD in Dänemark: strenger reguliert als in Deutschland
Bei CBD-Produkten gilt in Dänemark eine deutlich engere Regel, als viele Reisende erwarten. Der Ausgangspunkt klingt zunächst vertraut. Erzeugnisse aus Cannabis mit einem THC-Gehalt von höchstens 0,2 Prozent gelten nach Auffassung der dänischen Arzneimittelbehörde nicht als regulierter euphorisierender Stoff. Daraus folgt aber gerade nicht, dass solche Produkte frei verkäuflich wären. Die Behörde stellt ausdrücklich klar, dass diese Schwelle allein noch keine Verkehrsfähigkeit begründet.
Entscheidend ist die arzneimittelrechtliche Einordnung. Oral anzuwendende CBD-Produkte mit physiologischer Wirkung werden in Dänemark als Arzneimittel eingestuft. Ein Arzneimittel braucht eine Zulassung, und ohne Zulassung darf es nicht verkauft werden. Zugelassen sind lediglich zwei cannabisbasierte Fertigarzneimittel, nämlich ein Mundspray gegen Spastik bei Multipler Sklerose und eine Lösung zur Behandlung bestimmter Epilepsieformen. Beide sind verschreibungspflichtig.
Frei verkäufliches CBD-Öl ist in Dänemark damit nicht erlaubt. Die Arzneimittelbehörde führt entsprechende Produkte, die online angeboten oder eingeführt werden, als illegale Arzneimittel und listet sie öffentlich als vom Verkauf ausgeschlossen. Neben dem Arzneimittelrecht greift zusätzlich das Lebensmittelrecht, weil verzehrfertige Extrakte in der EU als neuartige Lebensmittel gelten. Wie sich diese Bewertung derzeit bewegt, zeigt das erste positive EFSA-Gutachten zu CBD als Novel Food.
Praktisch heißt das für deutsche Urlauber: Ein in Deutschland legal gekauftes CBD-Öl wird an der dänischen Grenze nicht automatisch zum Problem, weil es unterhalb der THC-Schwelle bleibt. Es fällt aber unter das dänische Arzneimittelrecht, sobald es als wirksames Produkt eingeführt oder weitergegeben wird. Wer sichergehen will, lässt es zu Hause.
Mit deutschem Cannabisrezept nach Dänemark reisen
Für Patientinnen und Patienten mit einer deutschen Verordnung stellt sich eine ganz andere Frage als für Konsumenten. Dänemark gehört zum Schengenraum, und damit greift für verschreibungspflichtige Betäubungsmittel eine eigene Regelung. Grundlage ist die Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsübereinkommens. Sie wird vom behandelnden Arzt ausgefüllt und muss vor der Reise von der obersten Landesgesundheitsbehörde oder einer beauftragten Stelle beglaubigt werden.
Die Bescheinigung deckt eine Reisedauer von bis zu 30 Tagen ab und gilt jeweils nur für diesen Zeitraum. Mitgeführt werden darf die Menge, die für diese Zeit ärztlich verordnet ist. Für jedes Präparat wird ein eigenes Formular benötigt. Die Bearbeitung dauert in der Regel einige Werktage, in Ferienzeiten länger, weshalb ein Vorlauf von mindestens zwei Wochen sinnvoll ist. Das Dokument sollte im Handgepäck liegen und nicht im Koffer.
Ohne dieses Papier ist die Einfuhr eine Straftat nach dänischem Recht, auch mit gültigem deutschem Rezept. Das deutsche Rezept allein legitimiert nichts jenseits der Grenze. Die Details des Verfahrens haben wir im Beitrag zum Schengendokument für Reisen mit Cannabis aufbereitet, eine aktuelle Handreichung liefert der Ratgeber Reisen mit Medizinalcannabis. Für Ziele außerhalb Europas lohnt zusätzlich der Blick auf die Übersicht, welche Regeln für medizinisches Cannabis im Ausland gelten.
Warum Dänemark für Europas Cannabisversorgung wichtig bleibt
Die Verlagerung der Pedanios-Produktion nach Odense war kein Einzelfall, sondern Teil einer Bewegung. Dänemark hat früh auf großflächige, arzneimittelrechtlich zertifizierte Produktion gesetzt und damit einen Standortvorteil aufgebaut, den andere EU-Länder erst aufholen mussten. Die EU-GMP-Zertifizierung ist dabei der entscheidende Schlüssel, weil ohne sie keine Belieferung deutscher Apotheken möglich ist. Warum das Land zu einem Knotenpunkt geworden ist, zeichnet unser Hintergrund zu Dänemark als Dreh- und Angelpunkt der europäischen Cannabisindustrie nach.
Auch andere Hersteller haben diesen Weg genommen. Der niederländische Produzent Bedrocan baute in Dänemark Kapazitäten auf, was wir unter dem Titel Bedrocan expandiert nach Dänemark beschrieben haben. Die Grundlage dafür schuf die Entscheidung, den Anbau überhaupt zuzulassen, über die wir im Beitrag zur Legalisierung des Anbaus von medizinischem Marihuana berichtet haben.
Für Patienten in Deutschland zählt am Ende vor allem die Lieferkette. Kürzere Transportwege innerhalb der EU verringern die Abhängigkeit von Übersee-Importen, und ein dauerhafter dänischer Rechtsrahmen macht Ausfälle unwahrscheinlicher. Der Namenszusatz DNK auf der Apothekenpackung ist damit mehr als eine Herkunftsangabe. Er markiert den Punkt, an dem die europäische Versorgung ein Stück unabhängiger geworden ist.
Häufige Fragen zu Cannabis aus Dänemark
Welche Pedanios-Sorten aus Dänemark sind in deutschen Apotheken erhältlich?
Den Anfang machen Pedanios 8/8 (hybride Genetik mit ausgeglichenem THC- und CBD-Anteil) und Pedanios 22/1 (THC-dominante Indica-Hybride). Beide Sorten sind seit der Produktionsverlagerung 2021 als Aurora-Nordic-Charge mit dem Namenszusatz DNK erhältlich. Im Laufe des Jahres folgt das komplette Pedanios-Portfolio sowie eine neue Extrakt-Linie.
Woran erkennen Patienten Blüten aus dänischer Produktion?
Zwei Marker auf der Apothekenpackung: der Namenszusatz DNK hinter dem Sortennamen (z. B. „Pedanios 22/1 DNK“) und eine neue Folge-PZN-Nummer. Während der Übergangsphase können beide Versionen – aus Kanada und aus Dänemark – parallel unter unterschiedlichen PZN in der Apotheke verfügbar sein.
Wie viel medizinisches Cannabis kann Aurora Nordic in Dänemark produzieren?
Die Anlage in Odense bewirtschaftet mehr als 9.000 m² Anbaufläche und ist auf bis zu 10.000 kg medizinisches Cannabis pro Jahr ausgelegt. Damit zählt sie zu den größten EU-GMP-zertifizierten Cannabis-Produktionsstätten Europas – Ziel ist die innereuropäische Versorgung des wachsenden Medizinalcannabis-Marktes.
Ist Cannabis aus Dänemark EU-GMP-zertifiziert?
Ja. Die dänische Arzneimittelbehörde hat der Produktionsanlage 2020 die EU-GMP-Zertifizierung erteilt – der höchste Standard für „gute Herstellungspraxis“ in der EU. Patienten in Deutschland erhalten damit die gleiche pharmazeutische Qualität wie bei kanadischen Aurora-Chargen, jetzt aber mit kürzeren Lieferwegen und stabilerer Verfügbarkeit. Mehr Kontext zur Patientenversorgung im Patientenguide 2026.
Ist Cannabis in Dänemark legal?
Nein. Dänemark hat Cannabis für den Freizeitgebrauch weder legalisiert noch entkriminalisiert. Besitz, Konsum, Anbau, Einfuhr und Handel sind nach dem Gesetz über euphorisierende Stoffe strafbar. Legal ist ausschließlich die medizinische Anwendung auf ärztliche Verordnung, und diese ist seit dem 1. Januar 2026 dauerhaft geregelt.
Was droht beim Besitz kleiner Mengen Cannabis in Dänemark?
Bei einer geringen Menge zum Eigenbedarf wird in der Regel ein Bußgeld verhängt, dessen Höhe sich nach Menge, Substanz und Vorgeschichte richtet und bei Wiederholung steigt. Eine bloße Verwarnung ist die Ausnahme geworden. Bei Weitergabe oder größeren Mengen greift das Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.
Kann man in Christiania noch Cannabis kaufen?
Der offene Markt existiert nicht mehr. Die Bewohner Christianias stimmten im August 2023 für die dauerhafte Schließung der Pusher Street, im April 2024 wurde sie baulich zurückgebaut. Geblieben sind Stände mit Hanfwaren für Touristen. Legal war der Verkauf dort ohnehin nie, er wurde lediglich lange geduldet.
Ist CBD-Öl in Dänemark frei verkäuflich?
Nein. Oral anzuwendende CBD-Produkte mit physiologischer Wirkung gelten in Dänemark als Arzneimittel und benötigen eine Zulassung. Zugelassen sind lediglich zwei verschreibungspflichtige cannabisbasierte Fertigarzneimittel. Frei angebotenes CBD-Öl führt die dänische Arzneimittelbehörde als illegales Arzneimittel, auch wenn der THC-Gehalt unter 0,2 Prozent liegt.
Darf ich mein deutsches Cannabisrezept mit nach Dänemark nehmen?
Ja, aber nur mit der Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsübereinkommens. Der Arzt füllt sie aus, die oberste Landesgesundheitsbehörde beglaubigt sie vor der Reise. Sie gilt für höchstens 30 Tage und deckt die für diesen Zeitraum verordnete Menge ab. Ohne dieses Dokument ist die Einfuhr auch mit gültigem Rezept strafbar.
Warum hat Dänemark das Modellprojekt in ein dauerhaftes Gesetz überführt?
Das 2018 gestartete Modellprojekt lief bis Ende 2025 und wurde begleitend ausgewertet. Rund 1.800 Patienten erhielten cannabisbasierte Präparate, etwa 20.000 Verordnungen wurden ausgestellt, und es fanden sich keine neuen Hinweise auf besondere Sicherheitsrisiken. Das Parlament beschloss daraufhin am 24. April 2025 das Gesetz L135, das seit dem 1. Januar 2026 gilt.

































