Auch bei einer pflanzlichen Droge wie der Hanfpflanze gibt es Nebenwirkungen und Gefahren. Der Konsum von Cannabis birgt somit auch Risiken, die nicht ausgeschlossen werden dürfen. Diese Risiken sind aber bei Weitem nicht so umfangreich und gefährlich, wie man lange Zeit angenommen hatte.
📑 Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis:
Artikelreihe – Alles über Hanf
1 – Geschichtliches
2 – Hanf in der Biologie
3 – Hanfverbote
4 – Wiederentdeckung der Nutzpflanze
5 – Chancen, Grenzen und Anwendungsgebiete
6 – Der Rohstoff
7 – Papierherstellung
8 – Automobilindustrie
9 – Bauwirtschaft
10 – Textilindustrie
11 – Lebensmittelbranche
12 – Landwirtschaft und Anbau
13 – Chemische Industrie
14 – Zukunft: Bioenergie aus Hanf
15 – Zukunft: Kraftstoffe aus Hanf
16 – Zukunft: Papier aus Hanf
17 – Hanf in der Medizin
18 – Wie hilft Hanf medizinisch?
19 – Genussmittel Hanf
20 – Wirkstoffe und Wirkung
21 – Nebenwirkungen und Gefahren
22 – Legalisierung
Risiken beim Genuss von Cannabis
Einer der Effekte beim Konsum von Cannabis ist der Rauschzustand mit seinen vielfältigen Wirkungen auf dem Organismus, der sich aus den Cannabinoiden erklären lässt. Die Wirkungen klingen am Ende des Rausches wieder ab und tragen sich nicht weiter. Medizinisch gesehen werden gerade diese Effekte der Rauschzustände zu Therapiezwecken eingesetzt. Die üblichen Nebenwirkungen eines Hanfrausches sind wie folgt beschrieben.
Gerötete Augen, Hungergefühl, verminderte Konzentration, Vergesslichkeit, leichte motorische Störungen, Schlafstörungen und Reizüberflutung. Es gibt aber auch Nebenwirkungen, die unter die sogenannten toxischen Psychosen fallen und mit dem Gefühl einhergehen, dass der Rauschzustand nicht mehr aufhört. Auch Angstzustände können nach einem Hanfrausch auftreten. Die Konsumform des Haschischrauchens ist mit einem Risiko behaftet, können durch das Rauchen an sich Krankheiten entstehen.
Potenzial der Abhängigkeit
Im Vergleich zu vielen anderen Drogen hat Cannabis nur ein sehr geringes Suchtpotenzial und macht nicht in dieser Form körperlich abhängig, wie es bei vielen andern harten Drogen der Fall ist. Gewöhnungseffekte und Auswirkungen auf die Organe sind bei Cannabis nicht bekannt, auch bei einem längerfristigen Konsum. Eine Toxizität von Cannabis ist im Vergleich zu andere Drogen, wie zum Beispiel Heroin, äußerst gering und auch bei hohen Dosen aus Tierversuchen kann eine letale Dosis nicht erreicht werden. Es ist anzunehmen, dass in den vielen Jahrtausenden der Menschheit am Hanfkonsum direkt niemand gestorben ist. Viele Vorurteile und besagte Gefahren, die über Cannabis im Umlauf sind, wurden nach wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt und stellten sich als reine Propagandalügen heraus.
Häufig gestellte Fragen zu Cannabis-Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen hat Cannabis akut?
Typische akute Effekte sind gerötete Augen, Heißhunger, verminderte Konzentration, Mundtrockenheit, leichte Koordinationsstörungen sowie in höheren Dosen Angstzustände oder Paranoia. Sie klingen nach Stunden vollständig ab und hinterlassen keine bleibenden Schäden.
Macht Cannabis süchtig?
Cannabis hat im Vergleich zu Alkohol, Nikotin oder Opioiden ein deutlich geringeres Suchtpotenzial. Rund 9 % der regelmäßigen Konsumenten entwickeln eine Cannabis-Use-Disorder, bei Jugendlichen liegt das Risiko höher. Spannend: Forscher untersuchen sogar CBD gegen Methamphetamin-Sucht als therapeutischen Ansatz gegen andere Süchte.
Schadet Cannabis dem Gehirn?
Bei Erwachsenen ab 25 Jahren zeigen Langzeitstudien kaum strukturelle Veränderungen im Gehirn. Konsum im Jugendalter kann hingegen Gedächtnisleistung und Konzentration vorübergehend beeinträchtigen, besonders riskant ist die Kombination mit Tabak, wie eine Untersuchung zur gefährlichen Mischung aus Tabak und Hanf zeigt.
Ist eine Cannabis-Überdosis möglich?
Eine tödliche Überdosis durch reines Cannabis ist nicht dokumentiert, die letale Dosis liegt aus Tierversuchen weit über jeder realistisch konsumierbaren Menge. Unangenehme akute Wirkungen wie Panik, Übelkeit oder Kreislaufprobleme können bei sehr hoher Dosis dennoch auftreten, insbesondere beim Mischkonsum mit Alkohol.



































