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Bevor es feminisierte Hanfpflanzen gab, konnte man entweder mit Stecklingen arbeiten oder hatte weibliche, zwitterige und männliche Pflanzen. Cannabis ist eine zweihäusige Pflanze, die männliche und weibliche Blüten ausbildet, teils an nur einer Pflanze. Über den Wind werden die männlichen Blüten ihren Pollen zu den weiblichen Blüten tragen lassen und es bilden sich Samen. Dann ist die Marihuanablüte jedoch nicht mehr saatfrei. Sie erreicht das gleiche Gewicht, aber von diesem Gewicht entfällt ein großer Teil auf die Samen, die z. B. beim männlichen Hanf keine berauschenden Wirkstoffe enthalten. Das Ernteergebnis ist deswegen erheblich geringer, wenn es um diese berauschenden Wirkstoffe geht.
Sensimilla Marihuana retten und ungewünschten Hanf entfernen
Damit es nicht so weit kommt, sollte man den männlichen Hanf somit entfernen, damit er die weiblichen Pflanzen nicht bestäuben kann. Auch bei feminisierten Seeds kann es vorkommen, dass eine Pflanze zwittert und andere selber bestäubt. Auch Hanf Zwitter sollten entfernt werden, damit der Anbau in der Nähe von einem Nutzhanffeld voraussichtlich versamen wird.

Männlichen Hanf ganz leicht erkennen
Bis die Blüte einsetzt, kann man mit seinen Augen kaum den männlichen Hanf oder das Geschlecht einzelner Pflanzen erkennen. Männlichen Hanf kann man jedoch erkennen, bevor er den weiblichen Hanf bestäuben kann. Man muss jedoch schnell sein und zum Ende August ist es vielleicht schon spät oder sogar zu spät. Alle paar Tage sollten die Pflanzen geprüft werden, um männlichen Hanf zu entfernen, bevor sich seine Blüten öffnen. Er bildet diese wenige Tage früher als die weiblichen Hanfpflanzen. Es lässt sich am ehesten mit hellgrünen länglichen Wassermelonen umschreiben, die jedoch nur wenige mm lang werden und in der Regel als kleine Knäule mit vielen dieser „Bömmeln“ vorkommen. Bei Zwittern jedoch auch einzeln.
Die Bömmel entstehen in Verzweigungen an der Pflanze tendenziell im oberen Pflanzenbereich. Und auch dort, wo sich Triebspitzen bilden oder bilden könnten und sind, wie die weiblichen Blütenfäden, mit bloßen Augen zu erkennen.
Wenn die männlichen Hanfblüten sich öffnen, sehen sie natürlich anders aus. Die Blüten öffnen sich nach unten und der pulvergleiche Pollen auf den in der Blüte liegenden Pollenträgern wird frei gegeben. Dieses ist hier im Artikel auf Fotos zu sehen. Wichtig für den Sensimilla Marihuanaanbau ist jedoch, dass die Pflanzen mit männlichen Blüten entfernt werden, bevor der Pollen frei gesetzt wird. Ansonsten wird das Marihuana nicht mehr Sensimilla sondern versamt geerntet.
Wo liegt der Benefit männlicher Pflanzen?
Ein sich öffnender Bömmel vom männlichen Hanf kann durchaus hunderte Samen an weiblichen Pflanzen entstehen lassen. Diese haben weiß – gelbe Blütenfäden mit vielen kleinen Härchen, so wie sich nach und nach Blütenknoten mit Blütenblättern ausprägen werden. Damit ein Sensimilla Marihuana geerntet werden kann, muss jede männliche oder zwitterige Pflanze rasch erkannt und entfernt werden. Autoflower Hanfpflanzen beginnen mit der Blüte, wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben. Ansonsten blühen die Pflanzen, wenn die Tage kürzer werden oder man die Beleuchtung von 18 zu 6 auf 12 zu 12 Stunden umstellt.

Was ist am männlichen Hanf so unbrauchbar?
Männlicher Hanf ist nicht unbedingt schlecht aber er ist schlecht, wenn man Marihuana mit berauschenden Wirkstoffen gewinnen möchte. Auch männlicher Hanf enthält in den Blüten Wirkstoffe, aber in der Regel in geringer Konzentration. Zudem wird das Erntegewicht beim männlichen Hanf bei unter 10% liegen. Das bedeutet, dass man vermutlich weniger als 5% der Wirkstoffmenge einer gleich großen weiblichen Pflanze erntet. Zwei weibliche Pflanzen und eine männliche oder zwitterige wären deswegen schlechter als die weiblichen für sich alleine.

Wenn die Hanfpflanze nur wenig zwittert und weit und breit keine anderen bestäuben kann, kann man versuchen, die männlichen Blüten von Hand zu entfernen, um doch irgendetwas Rauchbares zu ernten. Wer keinen männlichen Hanf aussortieren möchte, sollte mit feminisierten Seeds oder Stecklingen arbeiten. Wie die Pflanzen wachsen, wie lange sie brauchen und wie das Marihuana wird, hängt maßgeblich von der Wahl der Genetik ab und erst dann von den Anbautechniken.
Häufige Fragen zu männlichem Hanf
Wie erkennt man eine männliche Cannabis-Pflanze?
Männlicher Hanf bildet zu Beginn der Blütephase kleine, hellgrüne Vorblüten an den Verzweigungen – sie sehen aus wie winzige Wassermelonen oder Bömmel und hängen in Knäueln im oberen Pflanzenbereich. Weibliche Pflanzen zeigen stattdessen weiße, haarige Blütenfäden. Mehr Details im Beitrag Woran erkennt man weiblichen Hanf?
Wann zeigt sich, ob eine Hanfpflanze männlich oder weiblich ist?
Das Geschlecht wird sichtbar, sobald die Blütephase beginnt – outdoor meist Ende Juli bis Anfang August, indoor nach Umstellung auf 12/12-Lichtzyklus. Männliche Pflanzen zeigen ihre Vorblüten einige Tage früher als weibliche, deshalb sollten Outdoor-Grower alle paar Tage kontrollieren. Den vollständigen Lebenszyklus der Hanfpflanze erklären wir hier.
Was passiert, wenn männlicher Hanf nicht entfernt wird?
Sobald sich die männlichen Blüten öffnen, geben sie Pollen frei – ein einzelner Bömmel kann hunderte Samen an weiblichen Nachbarpflanzen erzeugen. Die Ernte wird dann versamt: Das Gesamtgewicht bleibt zwar ähnlich, ein großer Teil entfällt aber auf Samen statt auf harzige Blüten. Ähnliches Risiko entsteht auch durch zwitternde Pflanzen.
Kann man männlichen Hanf rauchen?
Männlicher Hanf enthält zwar ebenfalls Cannabinoide, allerdings in deutlich geringerer Konzentration und mit einem Erntegewicht von unter 10 % im Vergleich zu weiblichen Pflanzen. Du erntest also weniger als 5 % der Wirkstoffmenge – für Genusskonsum kaum geeignet. Wer keine Männchen aussortieren möchte, sollte mit feminisierten Seeds oder Stecklingen arbeiten.











































