Die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis beim Menschen ist bereits umfangreich diskutiert, belegt und bekannt. Nun kommen auch Tierärzte darauf, dass das Cannabis in der Tiermedizin nützlich sein könnte. So würde man gerne die pflanzlichen Inhaltsstoffe bei kranken Tieren einsetzen, jedoch fehlt es an Langzeitstudien, um wirklich über positive Auswirkungen sprechen zu können. Diese Idee ist in der Diskussion. Was für den Menschen gut ist, kann für Tiere ja nicht schlecht sein.
📑 Inhaltsverzeichnis
Cannabis beim Menschen
Der bekannteste Wirkstoff von Cannabis ist das THC, nachfolgend ist noch das CBD zu nennen. Es werden aber noch viele andere Zusatzstoffe in den Pflanzen vermutet, welche allerdings noch längst nicht ausreichend erforscht sind. THC und CBD sind Wirkstoffe, welche bereits sehr umfangreich unter die Lupe genommen wurden und mittlerweile als schmerzlindernd, entzündungshemmend und Nerven schützend gelten. Eine ebenso bekannte Begleiterscheinung von Cannabis ist die psychosomatische Wirkung. Positive Ergebnisse konnten bereits im Bereich der Krebsbehandlung und Chemotherapie erzielt und auch diverse Darmerkrankungen können nachweislich mit Cannabis behandelt werden. In den USA ist man da schon viel weiter. Dort ist man primär vom Stoff CBD überzeugt. Stress und Entzündungen können bereits erfolgreich behandelt werden.
Viele Ärzte versprechen sich außerdem hilfreiche Auswirkungen bei MS, Aids, Depressionen oder Tourette. Die Hauptwirkstoffe der Pflanze entstehen beim Erhitzen der weiblichen Hanfpflanze. Das bedeutet daher, dass diese geraucht, gekocht, gebacken oder verdampft werden muss, ehe die Stoffe wirken können.
Cannabis bei Tieren
Tatsächlich sind bereits viele Tierbesitzer auf die Idee gekommen, ihr Tier mit Cannabis zu behandeln. Tierärzte erzählen, dass sie immer häufiger danach gefragt werden. Die Meinungen gehen allerdings sehr weit auseinander. Vor allem Tierschutzvereine sind skeptisch, diverse Verhaltensforscher aber positiv gestimmt. Viele Tierärzte verschreiben bereits regelmäßig Cannabis für Tiere. Besonders Katzen sollen besonders empfänglich für die Wirkung von Cannabis sein. Auch hier ist die Anwendung im Bereich der Appetitanregung zu finden. Katzen sind unter Schmerzen sehr wählerisch, was ihr Essen angeht und verweigern oft lange das Fressen. Cannabis schafft also Abhilfe. Verabreicht wird Cannabis in Form einer Clycerintinktur, welche süßlich schmeckt und mit Öl oder Butter vermengt werden kann. Übrigens ist der Mythos, dass Katzen THC nie wieder abbauen können, bereits widerlegt.
Risiken bei der Anwendung von Tieren
Die Behandlung von Tieren mit Cannabis stellt tatsächlich ein gewisses Risiko dar. Im Gegensatz zum Menschen können Tiere sehr wohl eine Überdosis abbekommen. Allerdings führt eine Überdosis nur in den schlimmsten und seltensten Fällen zum Tod. Bislang starben in den USA nur zwei Hunde an einer zu hohen Dosis. Ansonsten führt ein zu viel zu Übelkeit, Erbrechen und komatösen Zuständen.
Wer seinem Haustier CBD verabreichen möchte, sollte vorher die richtige CBD-Dosierung für Haustiere kennen. Für den Notfall – etwa wenn ein Tier versehentlich Cannabis gefressen hat – gibt es hilfreiche Infos zur Ersten Hilfe bei Haustieren nach Cannabis-Konsum.
Häufige Fragen: Cannabis für Tiere
Kann man Haustieren CBD geben?
Ja, CBD kann Haustieren verabreicht werden – allerdings nur in angepasster Dosierung. Produkte für Menschen sind häufig zu konzentriert. Für Hunde und Katzen gibt es spezielle CBD-Öle in niedrigen Konzentrationen. Eine tierärztliche Beratung wird vor Beginn einer CBD-Behandlung dringend empfohlen.
Welche Tiere reagieren am stärksten auf Cannabis?
Hunde und Katzen zeigen die ausgeprägtesten Reaktionen auf Cannabis-Wirkstoffe. Beim Hund wird CBD vor allem bei Arthrose, Angstzuständen und Epilepsie eingesetzt. Katzen sind besonders empfindlich gegenüber THC, weshalb hier ausschließlich sehr niedrig dosiertes CBD und nur unter tierärztlicher Aufsicht verwendet werden sollte.
Was tun, wenn mein Haustier Cannabis gefressen hat?
Bei Verdacht auf Cannabis-Vergiftung sofort den Tierarzt aufsuchen. Typische Symptome sind Koordinationsprobleme, Sabbern, Zittern oder Apathie. In schweren Fällen kann es zu komatösen Zuständen kommen. Der Tierarzt kann geeignete Gegenmaßnahmen einleiten und das Tier stabilisieren.









































