Während die ICBC Berlin im April das große Branchen-Get-Together der Massen bot, setzt die zehnte Auflage der World Class Cannabis Business Europe am 19. und 20. Mai 2026 in Frankfurt am Main auf das genaue Gegenteil. Das kuratierte Closed-Door-Format versammelt 200 Senior-Executives aus 150 Unternehmen. Das Konzept zielt auf jene Entscheidungsträger, die Verträge schreiben statt Visitenkarten tauschen.
📑 Inhaltsverzeichnis
Zehnte Edition unter neuen Vorzeichen
Die Veranstaltung trifft auf einen Markt im Umbruch. Deutschland steht laut Prohibition-Partners-Daten 2026 für mehr als die Hälfte der europäischen Medizinalcannabis-Importe und gilt als Drehscheibe für die globale Versorgung. Gleichzeitig bremsen die jüngsten BGH-Werbeurteile, die Diskussion um die GKV-Erstattung und der Referentenentwurf zum Medizinal-Cannabisgesetz die kurzfristige Marktdynamik. Genau in diesem Spannungsfeld platziert sich die Konferenz. Statt Publikumsverkehr und Glasstand-Theater verspricht der Veranstalter zwei Tage mit Fallstudien, Round Tables und vertiefenden Networking-Slots im Leonardo Hotel Frankfurt City South.
Wer einen Überblick über die parallel laufenden europäischen Branchentreffen sucht, findet ihn in unserer Übersicht zur Cannabis Europa 2026 in London sowie in unserem Bericht zur CannaTrade 2026 in Zürich.
Wer auf der Bühne steht
Die Sprecherliste liest sich wie eine Auswahl der DACH-relevanten Lieferketten. Torsten Greif, Managing Partner von Four 20 Pharma, spricht für den frisch von Curaleaf vollständig übernommenen Paderborner EU-GMP-Produzenten. Aurora Europe schickt Vertriebs-Direktor Marcus Reussmann. Das kanadische Schwergewicht hat zuletzt einen Rekordanteil seiner Cannabis-Blütenexporte nach Deutschland gelenkt, wie unsere Analyse der Kanada-Lieferketten zeigt. Canopy Growth ist mit Senior Vice President Andrew Bevan vertreten. Hinzu kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Pharma-Logistik, Importlizenz-Beratung und Investmentbanking. Die Veranstaltung bündelt damit jene Akteure, die den Schritt vom Hype-Zyklus zur regulierten Pharma-Realität operativ stemmen müssen.
Frankfurt als strategischer Standort
Die Wahl des Veranstaltungsortes ist kein Zufall. Frankfurt ist nicht nur Logistikdrehkreuz für Pharma-Importe, sondern beherbergt mit dem Paul-Ehrlich-Institut und einer dichten Anwaltskanzlei-Szene wesentliche regulatorische Schnittstellen. Dazu kommen die kurzen Wege zu Apotheken-Großhändlern und die Nähe zur eben beendeten ICBC-Saison in Berlin. Wer im Mai noch einmal die Visitenkarten sortieren will, bevor die Sommerpause beginnt, findet hier ein konzentriertes Format. Die Tickets liegen zwischen 499 Euro für den Conference Pass und 1.999 Euro für Berater, Investoren und Service-Provider ohne direkten Cannabisbezug.
Themenfokus 2026
Programmatisch dreht sich vieles um drei Achsen. Erstens die Konsolidierungswelle nach BGH-Urteil, Insolvenzen und der jüngsten Übernahmewelle, in der Curaleaf Four 20 Pharma vollständig übernahm und Organigram die Sanity Group bis zu einer Bewertung von 250 Millionen Euro einkaufte. Zweitens die Importseiten-Logistik, weil Jersey, Spanien und Portugal als neue EU-GMP-Hubs die deutschen Bedarfe ergänzen sollen. Drittens das Compliance-Management nach den drei BGH-Werbeurteilen vom März 2026, die das Heilmittelwerbegesetz auf Telemedizin-Plattformen anwenden. Round Tables zu Marktstudien, Patientenversorgung und Apothekendialog runden das Programm ab. Die Macher sprechen explizit von einem deutscher Marktfokus, stärker als in den Vorjahren.
Häufige Fragen
Wann und wo findet die World Class Cannabis Business Europe 2026 statt?
Die zehnte Edition läuft am 19. und 20. Mai 2026 im Leonardo Hotel Frankfurt City South in Frankfurt am Main. Veranstalter ist die Plattform World Class Business Leaders, vertreten durch Cannabis Events Lead Darius Zheng.
An wen richtet sich die Veranstaltung?
Zielgruppe sind Senior-Executives aus rund 150 Unternehmen der europäischen Medizinalcannabis-, CBD- und Hanf-Branche. Im Fokus stehen Entscheidungsträger aus Produktion, Vertrieb, Apothekenkette, Recht und Investment.
Worin unterscheidet sich das Format von ICBC, Cannabis Europa oder CannaTrade?
Während die ICBC und die CannaTrade auf Tausende Besucher und große Ausstellerflächen setzen, ist die WCCBE bewusst klein gehalten. 200 Teilnehmende, kuratierte Round Tables und ein verkürztes Zwei-Tage-Programm sollen Networking-Tiefe statt Reichweite ermöglichen.
Was kosten die Tickets?
Der reguläre Conference Pass startet bei 499 Euro. Berater, Investoren und Lösungsanbieter ohne direkten Cannabisbezug zahlen 1.999 Euro. Frühbucher-Rabatte werden über die Veranstalter-Website kommuniziert.
Welche DACH-Sprecher sind besonders relevant?
Torsten Greif, Managing Partner von Four 20 Pharma in Paderborn, sowie Marcus Reussmann von Aurora Europe sind die zentralen DACH-Stimmen. Beide Unternehmen prägen die deutsche Versorgung mit medizinischem Cannabis maßgeblich.
Quellen: krautinvest.de (24.01.2026), worldclassbusinessleaders.com/events/cbe26, cannabistech.com.










































