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Cann Trust und Breakthru Beverage: Gemeinsam in eine grüne Zukunft

Die beiden großen kanadischen Konzerne Cann Trust und Breakthru Beverage gehen eine Partnerschaft ein, um den Markt in Kanada mit Cannabis-Produkten zu versorgen.


Es ist ein weiterer Zusammenschluss zweier Branchen. Cann Trust Holdings Inc. ist ein lizenzierter Hersteller von medizinischem Cannabis in Kanada. Die Breakthru Beverage Group vertreibt alkoholische Getränke und das in großem Stil – es handelt sich dabei um den größten Distributor von hochwertigen Spirituosen, Wein und Bier in ganz Kanada.

Wie jetzt bekannt wurde, wird der Getränkelieferant in Cann Trust investieren. Beide Firmen unterzeichneten eine Absichtserklärung für den Vertrieb der Produkte von Cann Trust. Die Cannabis-Produkte sollen sich nicht wie bisher an Patienten richten, sondern sind für  Erwachsene Freizeitkonsumenten gedacht.

Im Zuge der Partnerschaft investiert Breakthru in den Aufbau eines Vertriebunternehmens mit Fokus auf den Cannabis-Produkten und Cann Trust und stellt eine Plattform für den Markteintritt zur Verfügung, der sich durch die Legalisierung im Oktober ergeben wird. Das langfristige Ziel? Marktführer werden.

Das Ziel? Marktführer werden!

Breakthru ist das in ihrer Branche bereits gelungen. Die Firma war der erste Vertreiber alkoholischer Getränke, der sich in Kanada etablieren konnte. So sieht es auch Brad Rogers, Präsident von Cann Trust: „Das progressive Modell, die Vertriebstechnologie, Infrastruktur und die ausgedehnten Beziehungen des Unternehmens in ganz Kanada machen es zum idealen Partner für unsere Geschäftsstrategie.“

In der Tat ist die Zusammenarbeit vielversprechend. Cann Trust besitzt mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Pharmaindustrie und im Gesundheitswesen und ist einer der zuverlässigsten Produzenten von medizinischem Cannabis in Kanada. Durch die sehr gute Stellung des Unternehmens könnte Cann Trust in Kanada noch größer werden und neue Vertriebswege erschließen. Des Weiteren kündigte man einen Deal mit Ontario Cannabis Store an, man wolle verschiedene Produkte bekannter Marken für den Freizeitkonsum liefern. Damit geht Cann Trust den Weg, der für viele Produzenten von Cannabisprodukten, die bisher nur im medizinischen Bereich aktiv sein konnten, interessant sein dürfte.

Auch bei Breakthru scheint man sich auf die Zusammenarbeit zu freuen. Danny Wirtz, stellvertretender Geschäftsführer der Breakthru Beverage Group, erklärte, dass man sich auf die Zusammenarbeit freue und es die gezielte Nutzung des bewährten Geschäftsmodells erlaube, eine Spitzenposition auf dem Markt einzunehmen und die Branche zu prägen. „Dies ist eine logische Weiterentwicklung unserer Expertise und bietet durch die Erschließung dieses aufkommenden Marktes eine neue Wachstumsmöglichkeit.“, so Wirtz weiter.

Cannabis und Alkohol

Die Firma für den Vertrieb der Cannabis-Produkte übernimmt eine neu gegründete Tochtergesellschaft der Breakthru Group. Diese hat mit Breakthru Beverage Canada, dem Geschäftsbereich für alkoholische Getränke, jedoch nichts zu tun. Hier werden der neuen Firma Geschäftskenntnisse über bestimmte Regionen sowie Strategien und analytische Instrumente zugute kommen, um sich von Mitbewerbern abzuheben.

Die ersten innovativen Cannabis-Produkte sollen voraussichtlich 2019 auf den Markt kommen. Dazu zählen THC-haltige Lebensmittel und mit Cannabis angereicherte Getränke. 

Der Markt mit Cannabis in Nordamerika ist riesig und vor allem profitabel. Durch die Legalisierung ist Cannabis dort zu einem Milliardenmarkt geworden, den sich auch Brauereien und Spirituosenhersteller nicht entgehen lassen wollen. Vor einiger Zeit verkündete der Spirituosen Riese Constellation Brands die Investition in den Cannabis-Markt. Die US-Firma, die unter anderem Biermarken Corona verkauft, stieg beim kanadischen Produzenten für Cannabis, Canopy Growth, ein und tätigte Investitionen in Milliardenhöhe.

Jeder will eine Scheibe des Kuchens abhaben und das riesige Potenzial des neu erschlossenen (kanadischen) Marktes auskosten. So auch der weltweit fünftgrößte Brauereikonzern Molson Coors, der durch den Zusammenschluss von Hydropothecary mit seiner kanadischen Tochterfirma, den Sprung in die Branche schaffen möchte.

Bier vs. Cannabis

Vor allem die Bierindustrie in den USA sieht sich angesichts immer weiter rückläufigen Verkaufszahlen in Zugzwang. Insbesondere die jüngere Kundschaft scheint nicht mehr so viel Wert auf das Feierabendbier zu legen. Von daher wird der Schwerpunkt solcher Fusionen in Zukunft voraussichtlich nicht auf Bier mit einem bestimmten THC-Gehalt liegen. Für Getränkehersteller ergibt sich durch die Legalisierung ein neuer Markt, den man mit alkoholfreien Cannabis-Getränken füttern kann.

So wie es Heineken zum Beispiel mit seiner US-Marke Lagunitas getan hat. In Kalifornien erschien im Juli ein Sprudelwasser mit Cannabis. Die Legalisierung spielt jedenfalls auch den Alkoholkonzernen in die Karten und erschließt einen völlig neuen Markt. Zudem sind cannabishaltige Getränke mit einem festgelegten Gehalt an Cannabinoiden eine hervorragende Konsumform für Patienten, die nicht rauchen oder verdampfen wollen.

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