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Wenn Patienten mit ihrem Rick Simpson Oil abfackeln

Wenn Patienten sich ihre Medizin selber machen oder sterben müssen
Wenn Patienten sich ihre Medizin selber machen oder sterben müssen

Homemade Medicine – Rick Simpsons Cannabisöl

Dani Ja referiert häufiger auf deutschsprachigen Hanfmessen, so auch auf der Hanfmesse Mary Jane 2016 in Berlin. Genau wie ein Großteil der Aktivisten innerhalb der Szene hat auch er ein starkes persönliches Motiv. Seine Mutter erkrankte an Krebs. Ob sie noch lebt oder bereits verstorben ist, blieb unbeantwortet. Aber wegen diesem Problem auf Leben und Tod mit schnell ablaufender Zeit kam Dani Ja zu Rick Simpson und zum Rick Simpson Oil, welches er sehr kritisch betrachtet. Es gibt viele Anleitungen im Web, um aus Hanf das Rick Simpson Oil zu fertigen. Dabei kann aufgrund der Lösungsmittel schnell ein Brand entstehen, bei dem möglicherweise jemand zu Tode kommt. Weiterhin ist es in den meisten Ländern wie auch den Deutschsprachigen genehmigungspflichtig und ansonsten illegal, potenten Hanf zu verarbeiten. Jetzt soll ausgerechnet THC laut Simpson das Cannabinoid sein, welches den Krebs bekämpft. Wäre es CBD, dann wäre immerhin Nutzhanf als legales Ausgangsmaterial verwendbar und erst das Extrakt illegal.

Wer Krebs hat, sollte sich nicht eine mittelgroße Menge potenten Hanf anbauen oder besorgen müssen, der vielleicht schon von mäßiger Qualität ist. Er sollte zudem nicht Kochtöpfe mit Wundbenzin erhitzen und bei Fehlern vielleicht schon direkt versterben. Weiterhin kann es nicht sein, dass der in Krankenkassen einzahlende Patient ohne genügende ärztliche Versorgung seine selbst bezahlten Medikamente auch noch selber anmischen oder sterben muss. Immerhin ist Krebs tödlich und Krebsmedikamente oder Krebstherapien der Schulmedizin sind es leider auch sehr häufig.

Wird dieses Wundbenzin nicht ordentlich verflüchtigt, ist es später noch im Rick Simpson Oil enthalten. Diese potente Öl soll oral oder auch rektal vom Körper aufgenommen werden. Wundbenzin sollte allerdings nicht vom Körper aufgenommen werden und wird in höheren Dosen sehr schädlich wirken.

Rick Simpson Oil steht heftig in der Kritik

Nicht nur Dani Ja, dem es beim Hanf eher um den medizinischen Aspekt geht und der ihn in die Apotheke haben möchte, nimmt das Rick Simpson Oil heftig unter Beschuss. Der Macher empfiehlt sogar, sich von der Schulmedizin gänzlich zu trennen und nur auf Cannabinoide zu setzen. Jetzt wird dieses Rick Simpson Oil in ungeprüften Qualitäten überall im Internet oder auf dem Schwarzmarkt zu stolzen Preisen an Verzweifelte verkauft. Ist dort überhaupt ein für Krebs medizinisch relevanter Wirkstoff enthalten und welche Qualität oder welchen Wirkstoffgehalt hat dieses Rick Simpson Oil vom Schwarzmarkt? Wer jetzt einfach nur für sein letztes Geld Schuhfett erhält und auf die Schulmedizin komplett verzichtet, hat all seine Probleme möglicherweise schnell ausgestanden. Praktisch jeder in der Cannabismedizin kundiger Mensch empfiehlt bei Krebs und auch anderen Erkrankungen, den Hanf mit der Schulmedizin zu kombinieren und frühzeitig mit der Therapie zu beginnen, das wäre am sichersten.

Weiterhin erklärt Dani Ja, dass Rick Simpson empfiehlt, sein Rick Simpson Oil in Kapseln rektal einzuführen, um die Verluste bei dem Weg über die Leber zu verhindern. Hier der Hinweis, dass bei Krebs vermutlich der springende Punkt ist, die Cannabinoide zu essen, damit sie über die Leber verstoffwechselt werden. Anstelle vom Delta 9 wird das potentere 11 Hydroxy THC entstehen. Dieses scheint bei Krebs besser zu wirken oder sogar entscheidend zu sein. Neben dem THC soll bei Krebs unbedingt zugleich CBD verwendet werden. Beide Cannabinoide wirken gegen Krebs aber beide zusammen wirklich deutlich stärker, da sie sich ergänzen.

Die Rick Simpson Oil Herstellung ist brandgefährlich

Die Rick Simpson Oil Herstellung ist brandgefährlich

Anmerkung zum Vortrag

Auf keinen Fall ist es tragbar, dass Patienten sich auf illegalem Weg potenten Hanf von möglicherweise mangelhafter Qualität zu beschaffen und in ihrer vielleicht schnell abbrennenden Küche mit fraglichen Lösungsmitteln ein Rick Simpson Oil anrühren. Andere Lösungsmittel und Extraktionsverfahren wären gesundheitlich oder auch technisch weniger bedenklich, aber es den Patienten zuzumuten, vielleicht ihre letzten Lebensmonate im Knast zu versauern, ist fern ab der Menschlichkeit. Auch dann, wenn der Hanf legal wäre, sollte der verzweifelte Patient nicht seine eigenen Extrakte auf Gut Glück für seine medizinische Versorgung herstellen oder sterben müssen. Innerhalb kürzester Zeit Marihuana und Marihuanaextrakte in den Apothekenbestand aufzunehmen und als BtM Rezept zu verschreiben, ist kaum zu viel verlangt, wenn diese Menschen keine drei Monate warten können.

Dennoch soll der Hanf nicht teilweise sondern ganz reguliert werden. Alkohol ist legal und das reicht dann wohl? Was ist mit all denen, die eben keinen Alkohol trinken möchten, denen das nichts bringt oder die immer wieder aggressiv werden und sich vielleicht an anderen sexuell vergehen? Was ist mit den Alkoholikern, die dringend vom Alkohol weg müssen? Was ist mit der Freiheit des einzelnen Bürgers in seinem Privatleben? Dani Ja mag es vielleicht anders sehen, aber der Hanf gehört als Gesamtes reguliert. Das Problem sind Balken vor Köpfen manipulierter Menschen und der „War on Drugs“, nicht der Kiffer, der sich am Abend kein Bier sondern einen Joint gönnt. Oder ein Bier mit einem Joint. Das ist immerhin gesünder, als 5 Bier ohne Joint.

3 comments

  1. Es gibt aber weit aus mehr Extraktionsverfahren als nur mit Waschbenzin!

    Auszug von Webseite 1000seeds.info:
    Es gibt eine Vielzahl alternativer Extraktionsmöglichkeiten, die in den letzten Jahren zunehmend an Popularität gewonnen haben. Einige sind bestimmt für die Inhalation (Butan, CO2, Propangas) und andere für die orale Einnahme (Olivenöl, Cocosnuss-Öl, Ethanol, etc.). Es ist nicht überraschend, dass jeder Stoff als Lösungsmittel anderes reagiert, das Endergebnis, also das Cannabis-Öl, ist von der jeweiligen Herstellungsmethode und dem verwendeten Lösungsmittel stark abhängig.

    Bei der Untersuchung von vier verschiedenen Lösungsmitteln – Waschbenzin, Benzin, Ethanol und Olivenöl – wurden verschiedene Extraktionen durchgeführt. Anschließend wurde das Endprodukt im Labor auf seinen Cannabinoid- und Terpen-Gehalt getestet. Es hatte sich gezeigt, dass das aus Naphtha hergestellte Konzentrat einserseits einen geringeren Gehalt an Terpenen besitzt, aber andererseits einen höheren THC-Wert aufwies als die anderen Extrakte.

    Ethanol und Olivenöl stellten sich dabei als die effektivsten Lösungsmittel heraus, vor allem wegen ihrer Fähigkeit, ein Extrakt mit einem hohen Terpengehalt zu produzieren. Noch wichtiger ist, dass beide Substanzen für den menschlichen Verzehr geeignet und sicher sind.

  2. genau so funktioniert die anti-propaganda. dieser herr dani ja soll bitte erstmal re­cher­chie­ren bevor er solche wässrige behaptungen gegen das herstellungsverfahren von herr simpson aufstellt. was genau sind die wahren beweggrunde des herrn dani ja? ein wenig ruhm für sich selbst? oder wird er doch von unseren tollen gesundheits- (s.b. krankheits-) system gesponsert?
    lieber herr dani ja, bevor sie weitere angst unter der leichtgläubigen bevölkerung weiter schüren, kaufen sie sich bitte das buch “die antwort der natur auf krebs“ von rick simpson. das ist auf deutsch übersetzt und wird es ihnen sicherlich helfen die materie besser zu verstehen. wenn sie zu dem teil der bevölkerung gehören, welcher nicht an die mantra-artigen behauptungen unseren korrupten medizinischen, politischen und wirtschaftlichen systems blind glauben. und wenn sie doch dazu gehören, dann hilft ihnen leider kein buch oder sonstiges auf der welt. dann sind sie aber einer dieser menschen, die jedem anderen auf dieser erde das recht nehmen, sich selbst zu heilen. und zwar im wahrsten sinne “selbst“ und nicht wie sie das gerne hätten unter dem joch der oben genannten korrupten systeme.

    • Liebe Frau Weissman,

      Rick Simpson’s englische Version „The Natures Answer for Cancer“ als auch die deutsche Übersetzung sind mir selbstverständlich bekannt. Was glauben Sie wie ich sonst einen solchen Vortrag vorbereiten sollte? Ihre Unterstellungen kann ich daher getrost zurückweisen.

      Aber nun zum „Sachlichen“:

      Aufgrund Ihrer Aussagen schließe ich, Sie haben den Hintergrund meiner Arbeit nicht verstanden. Eine Anleitung für die Herstellung des Öls werden sie niemals von mir bekommen, wesshalb es Ihnen eventuell zu „wässrig“ war. Mein Fokus liegt dabei Patienten und die Politik zu informieren und aufzuklären. Wenn Patienten oder Angehörige versuchen mit hochgiftigen Substanzen sich selbst oder andere zu heilen, ist das keine Option die Sie ernst meinen können. Wenn ein Mechaniker auf einmal eine hoch komplexe Medikation herstellen muss – soll das für Sie der richtige Weg sein? Nur glauben Sie ja nicht, dass Ihnen diese Medizin jemand bezahlen wird…

      Ihre Einstellung pauschalisiert das gesamte politische, medizinische und wirtschaftliche System in dem wir uns bewegen und von dem wir leben, abzuwerten, halte ich zudem für keine gesunde Grundeinstellung.

      Mit freundlichen Grüßen,
      DaniJa

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