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Canna Gusto auf der Mary Jane 2016

Großes Interesse an Kochen mit Cannabinoiden
Großes Interesse an Kochen mit Cannabinoiden

Mit Cannabinoiden richtig kochen

Rüdiger Klos-Neumann ist als Canna Gusto Koch vielen noch aus dem Jahr 2015 wegen seinen bewegenden Videos als Clusterkopfschmerz Patient ein Begriff. Seine Kopfschmerzen kann er mit Cannabis humaner und effektiver als mit allen anderen Medikamenten behandeln. Bei einer nicht genügenden Behandlung steigt bei diesem Krankheitsbild die Suizidgefahr sowie ein Arbeits- und normales Alltagsleben oder die gewohnte Lebensqualität nicht mehr möglich sind. Rüdiger hat eine Ausnahmegenehmigung nach § 3 Abs. 2 BtMG und darf deswegen Marihuanablüten in der Apotheke erwerben und auch nutzen. Er ist allerdings einer der vielen Patienten, die nicht nur rauchen oder inhalieren möchten, sondern ihre Medizin gerne essen würden. Für die Akkutbehandlung wäre das jedoch eine schlechte Applikationsform, da die Cannabinoide mindestens 30 Minuten (eher ein bis zwei Stunden) brauchen, um vom Darm aufgenommen zu werden. Werden diese jedoch falsch gegessen, verpufft die Wirkung im schlechtesten Fall komplett.

Genau deswegen wurde Canna Gusto ins Leben gerufen, um anderen Erlaubnisinhabern zu erklären, wie man richtig und auch lecker mit Cannabinoiden kocht. Auf der Cannabisfachmesse Mary Jane (Mai 2016, viele Vorträge im Hanf-Magazin Youtube Channel.) hat Rüdiger dem Hanf Magazin sein Canna Gusto Projekt kurz vorgestellt, möglicherweise folgen später noch Kochvideos oder weitere Videos.

Was wird Canna Gusto dem Erlaubnisinhaber beibringen?

Die Cannabinoide aus der Hanfpflanze wirken nicht immer mit ihrem vollen Potenzial. Demnach liegt ein Großteil der Cannabinoide in einer nicht wirksamen Vorstufe vor, die erst durch ein Erhitzen zum medizinisch wirksamen Cannabinoid umgewandelt wird. Das THCA oder CBDA müssen durch das Erwärmen erst zu THC oder CBD umgewandelt werden, der Vorgang heißt Decarboxylierung. Zwei Sekunden im Joint reichen dafür, weswegen rauchen oder auch vaporisieren eine einfache und wirksame Konsumform ist. Für die Küche würde man mit weniger Temperatur an die Sache heran gehen und dafür mit mehr Zeit arbeiten. Über die perfekte Temperatur oder Zeit ist man sich noch unklar, aber 40 bis 120 Minuten bei 80 bis 140° Celsius wären nicht verkehrt. Man sollte vielleicht ein Mittelmaß anstreben oder Canna Gusto fragen. So viel kann man dabei nicht falsch machen, man kann es nur richtiger machen. (Das Thema kann wissenschaftlich angegangen leider ein Buch füllen, da die Temperaturen und Zeiten für die verscheidenen Cannabinoide wieder unterschiedlich sind und es für die verschiedenen Marihuanasorten mit verschiedenen Wirkstoffspitzen oder für die jeweiligen Erkrankungen nicht auf einen Nenner zu bringen ist.)

Wer mit den Cannabinoiden kochen möchte, muss diese natürlich nicht vorab bereits im Backofen erwärmen, sondern diese werden bereits beim Kochen erwärmt. Man sollte die Temperatur nicht über 140° Celsius bringen, da die ersten Cannabinoide sich dann bereits verflüchtigen würden. Terpentene gehen durch die Wärme zum Teil bereits bei warmen Wetter verloren und der Geschmack sowie die Wirkung können leiden.

Weiterhin sind Cannabinoide nicht wasserlöslich. Wer sie in heiß Wasser kocht und dann trinkt, wird allerhöchstens eine minimale Wirkung feststellen, da sie einfach vom Körper ausgeschieden werden. (Bei fast allen Vitaminen tritt das gleiche Problem auf, vielleicht sollte man auch diese mit etwas Pflanzenöl einnehmen?) Bereits in den ersten Schritten beim Kochen sollten die Cannabinoide in pflanzlichen oder tierischen Fetten gelöst werden, mit denen sie vom Darm überhaupt aufgenommen werden können.

Rüdiger ist selber Patient und kocht für Canna Gusto

Rüdiger ist selber Patient und kocht für Canna Gusto

Wie isst man cannabinoidhaltige Speisen richtig?

Wer einen Haschkeks isst, der mit guter Butter gebacken wurde, sieht ihm nicht an, wie viele Cannabinoide er enthält oder ob diese wirklich alle vom Körper aufgenommen werden. Weil die Wirkung zeitversetzt oder bei einem falsch zubereiteteten Gericht möglicherweise sogar erst mit der darauf folgenden fetthaltigen Mahlzeit eintritt, kann man sich leider sehr schnell falsch dosieren. Eine tödliche Dosis ist bislang unbekannt, man wird nicht am Haschkeks sterben. Beim ersten Testen sollte deswegen eher eine kleine Portion eingenommen werden. Passte die Dosierung nicht, sollte bis zum nächsten Tag gewartet werden, es kann aber bereits geraucht oder inhaliert werden. Beim Essen kann die Dosis wirklich um einige Stunden zeitversetzt eintreten und lange anhalten. Beim Rauchen oder Inhalieren hält die Wirkung vom berauschenden THC jedoch nur vier Stunden vor. Damit lässt es sich vom Laien besser dosieren, da diese Wirkung auch schon nach Minuten einsetzt und spatestens nach ca. 20 Minuten voll da ist.

Mit Canna Gusto soll man auch so kochen lernen, dass in dem einen Keks so viel wie im anderen enthalten ist und man es anhand der Zutatenliste abschätzen kann, wie stark ein Keks ist. Es muss kaum erwähnt werden, dass Keksebacken eher zum kleinen ein mal eins von Canna Gusto gehört und hier gekocht wird, dass es für eine Sterneküche genügen soll. Es geht nicht nur um die medizinische Wirkung, sondern auch um das Genusserlebnis. Wer sich viel zu hoch dosiert, hat zwei Stunden nach dem Essen jedoch wenig Genuss, sondern ist möglicherweise auch am nächsten Tag noch außer Gefecht. Genau das soll mit Canna Gusto nicht passieren. Hier wird dosiert gekocht und dosiert gegessen, damit die Patienten optimal eingestellt sind.

Diese Patienten wissen das alles aber meist nicht, da es selbst viele Mediziner geschweige der meisten Köche nicht wissen. Deswegen ist Aufklärungsarbeit mit einfachen Faustregeln sehr wichtig, damit die kochenden Patienten wirklich passend dosieren. Mit Canna Gusto sollte das jeder, der zum Kochen nach Rezept imstande ist, schnell erlernen können.

Ihr findet Canna Gusto auf Facebook, YouTube, auf der Website www.cannagusto.de und erreicht die Macher unter info@cannagusto.de.

Bitte auch an die anderen Menschen denken

Nur zur Info: In den USA werden in Colorado oder anderen Bundesstaaten sehr viele cannabinoidhaltige Edibles hergestellt, die im Vergleich zur Rauchware teils sogar schon jetzt den größeren Umsatz machen. Viele Menschen wollen nicht rauchen oder inhalieren. Ganz wichtig ist, dass diese potenten Speisen nicht offen rumliegen und der Besuch einfach mal nascht. Viele wollen oder dürfen gerade nicht high sein und es muss an den Jugendschutz gedacht werden, der als Begriff bei vielen bereits Kotzreiz auslöst. Der Edibles Schrank sollte also durch ein Schloss ergänzt werden, welches man nach dem Naschen verriegelt.

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