Testbericht: Arizer Air 2

Nachdem der erste Arizer Air sich bereits als sehr leistungsstarker, qualitativ hochwertiger Vaporizer einen Namen gemacht hat, möchte sein Nachfolger, der Arizer Air 2, diesen Ruf nicht nur festigen, sondern noch mit einigen Verbesserungen und neuen Features Maßstäbe in den Reihen der portablen Vaporisatoren setzen.

Die Batterie hält um einiges länger bei angegeben 50% stärkerer Leistung, darüber hinaus heizt er schneller auf als sein Vorgänger. Auch verfügt der Arizer Air 2 anders als der Air 1 über die Möglichkeit über beliebige USB-Kabel aufgeladen zu werden. Während des Ladens kann man das Gerät wie gewohnt verwenden. Das auffälligste Upgrade ist sicher das OLED-Display mit darunter liegender 3-Knopf-Bedienung, die z.B. eine exakte Temperaturkontrolle auf das Grad genau ermöglichen.

Da beim ersten Air manchmal beanstandet wurde, dass Partikel in den Luftkanal oder in den Mund kommen könnten, liegen dem Air 2 Filtersiebe bei. Diese kann man aber auch selbst aus handelsüblichen Sieben für Wasserpfeifen leicht selbst zuschneiden, falls die mitgelieferten irgendwann aufgebraucht sein sollten. Was als erstes ins Auge sticht, ist die gesteigerte Wertigkeit. Dies fängt schon bei der Verpackung an, die sich von oben per Magnetverschluss öffnen und schliessen lässt und daher wunderbar auch zur weiteren Aufbewahrung für das Gerät geeignet ist. Auch die Bedienungsanleitung ist in Optik, Haptik und auch in der Darstellung der Inhalte enorm aufgewertet worden. Und da sich diese Aufwertung ja nicht nur in den Kleinigkeiten drumherum zeigen soll, sieht auch das Gerät an sich, egal ob in blau oder mattschwarz einfach nicht nur besser und „teurer“ aus als der Air 1, nein, er liegt auch aufgrund seiner Oberflächenbeschaffenheit besser in der Hand, man hat das Gefühl er kann einem nicht so leicht entgleiten.

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind eine Glas-Pflanzenschale und ein Päckchen Kräuter, die man in der Schale quasi zum Raum Räuchern verwenden kann. Die meisten mögen dies für unnötig bis unsinnig halten, meine Freundin jedoch war über diesen Zusatznutzen des Geräts schon erfreut, wobei ich solch ein Feature generell eher bei einem Tischvaporizer sehe als bei einem portablem. Aber zumindest ist es ganz nett, dass diese Verwendung auch möglich ist, ob man dies nun nutzt oder nicht sei jedem selbst überlassen.

Mich persönlich freut das Display mit der exakten Temperatureinstellung in Fahrenheit oder Celsius, da ich das schon bei einem E-Verdampfer für Liquids hatte, den ich in den USA gekauft hatte, und auch bei diesem sehr nützlich empfand. Ausserdem kann man den Piepton ausschalten, der einem signalisiert, wann das Gerät aufgeheizt ist. Auf den Ton kann ich gut verzichten, denn man sieht es auch auf dem Display, ausserdem ist die Zeit, die der Air 2 dafür benötigt, so kurz, dass man in der Zeit gerade mal die Füllung vorbereitet und das Mundstück geladen bekommt, obwohl dies sehr einfach und schnell zu machen ist. Und dann kann´s auch schon losgehen.

Ich kann nicht behaupten, dass mir die angegebenen 50% mehr Leistung in der Stärke oder Qualität des Dampfes groß aufgefallen sind, da aber der erste Arizer Air in diesem Punkt schon spitze war, gibt es hier keinen Grund für Beanstandungen. Der Dampf, den das Keramikheizelement erzeugt, ist sehr geschmackvoll und fühlt sich kräftig an, wobei der erste Zug noch etwas dünn ist. Mit dem zweiten und dritten kommt alles auf Temperatur und es kann genossen werden.

Nach dem Gebrauch kann man die Mundstücke leicht reinigen. Allerdings kann man sie durchaus ein paar Mal verwenden, bevor das nötig wird. Sind sie schmutzig, legt man sie am besten in ISO-Alkohol ein. Um die Kammer zu reinigen, kann man sie mit einem Alkoholtupfer abwischen. Generell ist der Air 2 ein Gerät für diejenigen, die sich nicht mit vielen Kleinteilen herumschlagen möchten. Da allerdings auch die Mundstücke und Aufsätze der Air Solo Modelle kompatibel sind, ergeben sich eine Reihe von Möglichkeiten den Air 2 umzurüsten, z.B mit dem Wasserpfeifenaufsatz oder Percolator Mundstücken.
Als tragbarer Vaporizer ist das Gerät kompakt und kann gut im Etui mitgenommen werden. Die einzigen Bauchschmerzen bereitet mir hier, dass das Glas-Mundstück dabei nicht gut geschützt ist und bei einem ungünstigen Sturz oder Stoss zerbrechen könnte, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für so etwas sehr gering ist.

Fazit:

Alles in allem macht sich der Arizer Air 2 mehr als bezahlt, und das nicht nur im Hinblick auf das, was er leistet, sondern auch auf das, wie effizient er dies tut. Denn aus dem Inhalt eines Mundstücks holt der kleine jede Menge raus. Und so würde es mich nicht wundern, wenn er beim einen oder anderen Käufer seinen Preis, der derzeit bei ca. 220 Euro liegt, bald wieder wettmacht.

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