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Prohibitionisten in der Kritik

Rainer Thomasis als bekannter Prohibitionist
Rainer Thomasis als bekannter Prohibitionist

Jugend und Gesundheit schützen und die gesellschaftliche Ordnung aufrecht erhalten!

Prohibitionisten: Sie lösen keine Probleme, sie sind das Problem!

Es sind bürgerliche, häufig spießige und auch religiöse Menschen, die eine feste Vorstellung vom richtigen Lebensweg haben. Sie sind derart erleuchtet, dass sie es für andere besser wissen und diese zu ihrem Glück zwingen wollen. Sie wollen einen Schaden abhalten, Probleme lösen, die gesellschaftliche Ordnung aufrecht erhalten und durch gesellschaftliches Ansehen oder auch Bezahlung für ihre „Leistung“ ganz persönlich und eigennütz profitieren. Irgendeine Existenzberechtigung benötigt der Spießbürger für sein Bankkonto und sein öffentliches Image immerhin!

All das trifft auch auf Prohibitionisten zu. Diese beanspruchen für sich eine selbstbestimmte und persönliche Freiheit und würden sich kaum etwas verbieten lassen wollen. Andere „weniger erleuchtete“ Menschen hingegen sind zu dumm, um diese Rechte für sich beanspruchen zu dürfen. (Verwerflich ist natürlich das, was andere machen!) Deswegen wollen Prohibitionisten diese „dümmeren“ Menschen durch Verhaltensregeln, Verbote und Maßregelungen zu einem angeblich glückseligen sowie hirnlosen Leben zwingen. Mit hohen Idealen wollen diese Prohibitionisten die Jugend und Gesundheit schützen sowie die gesellschaftliche Ordnung aufrecht erhalten. Der Gedanke, den viele mit Prohibitionisten verbinden, fällt auf Fäkalien: Braun! War da nicht einst schon mal etwas Braunes in unserer Gesellschaft mit ebenfalls „hochgesteckten Idealen“?

Warum Prohibitionisten keine Probleme lösen sondern das Problem sind!

Menschen haben Grundbedürfnisse und diese müssen sich nicht für alle überschneiden. Einige möchten gerne meditieren, andere Alkohol trinken, die nächsten treiben viel Sport, andere wollen Sex oder auch gleichgeschlechtlichen Sex. All das und viel mehr macht man, um einen anderen Zustand zu erreichen, in dem oder nach dem man sich glücklicher fühlt. Deswegen ist es naheliegend, dass ein Substanzkonsum bei vielen oder fast allen Menschen zum Grundbedürfnis gehört. Ein Grundbedürfnis lässt man sich nicht einfach verbieten. Wer mit Alkohol nicht glücklich wird aber mit Cannabis oder anderen verbotenen Stoffen die angestrebten Zustände erreichen kann, wird sich diesen Substanzkonsum nicht verbieten lassen. (Oder werden heute mehr oder weniger verbotene Substanzen konsumiert als noch vor 50 Jahren?)

Diejenigen, die jetzt das Problem haben, sind Prohibitionisten! Diese Prohibitionisten haben Angst vor dem, was anders ist. Sie haben Angst vor allem, was ihrer persönlichen Norm nicht entspricht und wollen die ganze Gesellschaft gleichschalten sowie normen. Glaubensordnungen, Kleiderordnung, Essensordnungen, Freizeitordnungen, Sexualordnungen und Konsumordnungen.

All das ist doch nicht neu sondern ein grundlegendes Problem religiös gründender Gesellschaften.

„Mein Weltbild ist gut und richtig, deines jedoch nicht und ich bin besser und richtiger als du!“

In anmaßender Weise rauben Prohibitionisten dir deine persönliche Freiheit, die doch durch Grundgesetz und vor allem den Menschenrechten garantiert wird und wollen damit auch noch Gutes vollbracht haben? Prohibitionisten und andere Besserwisser wollen immer die ehrenvollsten Absichten haben und lassen definitiv nicht mit sich reden, um weiter Recht zu behalten!

Bekannter Jugendrichter gegen Prohibitionisten

Bekannter Jugendrichter gegen Prohibitionisten

Prohibitionisten: Wenn sie nicht dumm sind, machen sie es sogar absichtlich!

Drogenkonsum, ob Alkohol, Cannabis, MDMA, LSD oder Opiate, kann immer bestehende Probleme verstärken und durch eine Sucht selbst zum Problem werden.

Aber: Wenn durch Verbote nicht weniger konsumiert wird, die Szenen, Drogen und Konsumformen jedoch durch einen unkontrollierten Schwarzmarkt gefährlicher werden, machen Verbote doch alles erheblich schlimmer! Genau wie beim Alkohol haben die meisten Konsumenten anderer Substanzen kein problematisches Konsummuster. (Dieses sagt zumindest Ex Polizeipräsident und LEAP Deutschland Mitgründer Hubert Wimber neben anderen bedeutenden Personen!) Konsumenten verbotener Substanzen haben jedoch Probleme mit der Kriminalisierung und dem unkontrollierten Schwarzmarkt!

Prohibitionisten werden natürlich an alle Eltern appellieren, dass man doch „mit der richtigen Signalwirkung“ die Jugend schützen müsse. Jugendliche sollen keine Drogen nehmen und Erwachsene weg sperren ist die richtige Signalwirkung in Anbetracht der Menschenrechte?

Viele Eltern sind derart dumm und glauben all den vorgetragenen Unfug: Wie soll es denn einen Jugendschutz durch Totalverbote geben? In diesen dann entstehenden gefährlichen Märkten sind es doch Jugendliche und junge Erwachsene, die den besten Zugang zu Drogen haben! Was soll es dem Jugendlichen denn bringen, wenn er zu einem möglicherweise problematischen Drogenkonsum noch durch Strafverfolgung gebrandmarkt wird und seine Existenz in jedem Fall nachhaltig Schaden nimmt? Durch diese Kriminalisierung werden viele doch erst zu problematischen Konsumenten und wirklichen Kriminellen!

Prohibitionisten werden natürlich alles ganz anders erzählen: Durch Totalverbote wurde und wird erreicht, dass nicht noch mehr Drogen genommen werden.

Wenn der Cannabiskonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen laut einer BZgA Pressemitteilung vom 15.09.2015 zugenommen hat, könnte das sogar positiv gesehen werden: Bei den allgemein bekannten gesellschaftlichen Alkoholproblemen tut es vielen gut, einen zu rauchen und dann nicht mehr so viel trinken zu können!

Wenn ohnehin konsumiert wird, kann immerhin noch gesünder konsumiert werden. Eine Konsumverlagerung vom Alkohol und anderen harten Drogen zu Cannabis wäre deswegen begrüßenswert. Wissenschaftlich anerkannt gibt es zumindest beim erwachsenen Menschen keine bleibende Schäden, die es vom Alkohol durchaus gibt. Wird man vom Kiffen während der Konsumphasen vielleicht nicht intelligenter, so doch gewiss toleranter und friedlicher. Das würde man sich bei manch roter Spritnase wünschen!

Um es ganz klar gesagt zu haben: „Wenn konsumiert wird, …“ soll nicht heißen, dass konsumiert werden soll oder man gar als Jugendlicher damit anfangen soll. Das gilt für Alkohol, Tabak, Cannabis und andere suchterzeugende oder berauschende Stoffe. Ausnahmen wären natürlich der medizinische Gebrauch. Auch Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf humane medizinische Versorgung! Ritalin als ein Ampetamin kann hierbei als bedenklich eingestuft werden, wird aber bereits Kindern aufgezwungen und eben nicht zur eigenen Entscheidung angeboten, da sagen Prohibitionisten, dass es sogar notwendig ist!

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