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Legalisierung? Ja, bitte! Ein Meilenstein kommt ins Rollen

Eine gute Nachricht für alle Freunde der Legalisierung von Cannabis in Deutschland: Der Deutsche Hanfverband hat am 04.08. die lang erwartete, offizielle Petition an den Deutschen Bundestag vorgelegt. Jetzt heißt es unterschreiben – bis zur Bundestagswahl am 24.09. zunächst nur schriftlich, danach startet eine vierwöchige Online-Phase auf der offiziellen Petitionsseite des Deutschen Bundestages.

Ziel ist es, dass 50.000 Unterschriften zusammen kommen, denn dann wird die Petition definitiv im Petitionsausschuss beraten. Der Deutsche Hanfverband ruft auf seiner Homepage Privatleute, DHV-Ortsgruppen und weitere aktive Gruppen dazu auf, jetzt mit Infoständen und Aktionen aufzuwarten, um schon vor der Online-Phase möglichst viele Unterschriften zu ergattern.
Je größer der Puffer, desto besser; und je mehr Stimmen, desto lauter die Forderung. Um den demokratischen Gedanken hinter einen solchen Petition voranzutreiben und gesellschaftlich noch größeren Konsens zu erreichen, ist außerdem wichtig, mit Familie, Freunden und Bekannten das Thema „Legalisierung von Cannabis“ zu öffnen, soweit wie möglich zu informieren, gemeinsam zu diskutieren und idealiter auch neue Stimmen und damit Unterschriften zu gewinnen. Wer beim familiären Abendbrot, in der Mittagspause unter Kollegen oder dem WG-Abend Unterschriften sammeln möchte, kann sich die entsprechenden Vordrucke auf den Seiten des DHV herunterladen und sollte sie dann bis zum 20.09. an selbigen zurücksenden.

Aber was steht nun eigentlich drin in dieser Petition?

Der Text der Petition mit dem Titel „Legalisierung von Cannabis in Deutschland“ lautet wie folgt: „Der Bundestag möge den Markt für Cannabis als Genussmittel regulieren und dabei besonders die Aspekte Jugendschutz, Prävention, Verbraucherschutz und Qualitätskontrolle berücksichtigen.“

In der Begründung wird dann ausformuliert, was viele Befürworter der Legalisierung seit Jahren (oder eher Jahrzehnten) benennen:

  • Dass es keine medizinische Begründung dafür gebe, dass Cannabis verboten sei und Alkohol nicht; dass das Verbot einen massiven Eingriff in die Bürgerrechte darstelle;
  • dass das Verbot keine messbaren positiven Wirkungen erziele sondern eher im Gegenteil große (finanzielle) Ressourcen zur Strafverfolgung verschwendet werden und auch die mögliche Einnahmequelle der Besteuerung von Cannabis ungenutzt bleibe;
  • dass der entstehende Schwarzmarkt um Cannabis organisierte Kriminalität fördere und durch Streckmittel und Verunreinigungen der Konsum von Schwarzmarkt-Cannabis in hohem Maße gesundheitsgefährdend für die Konsumenten sein könne und dass durch Tabuisierung des Themas Prävention und soziale Kontrolle erschwert würden.

Weiter wird dazu ermahnt, den eindeutigen, weltweiten Trend zur Legalisierung von Cannabis nicht zu verschlafen und alle (wirtschaftlichen) Vorteile, die sich aus einer Legalisierung und der damit möglichen staatlichen Regulierung des Cannabismarktes ergeben würden (Schaffen von Arbeitsplätzen, Umverteilung von Geldern Richtung Prävention, Einnahmemöglichkeiten), nicht zu verschenken.

Last but not least sind in der Petition auch noch ganz konkrete Forderungen enthalten, wie die rechtliche Angleichung von Cannabis und Alkohol, der Ermöglichung des Kaufs und des Konsums von Cannabis in Fachgeschäften (ab 18) und die ständige Prüfung der Qualität des dort verkauften Produkts.
Insgesamt eine ziemlich runde Sache, gut durchdacht und ausformuliert und hoffentlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nun braucht es nur noch genug Wasser auf den Mühlen, damit das ganze Vorhaben sein Ziel erreicht.

Mitmachen und Einsetzen heißt die Devise!

Alle Infos zur Petition sowie die im Text erwähnten Vordrucke finden sich hier.

Beitragsbild: DHV

15 comments

  1. Hervorragend…!!! Endlich…!!! Ein weiterer nächster Schritt, der unser Recht auf Selbstbestimmung zurück bringen könnte!
    Ein Verbot von Drogen oder Medikamenten ist wie ein Verbot von Religion oder der freien Meinungsäußerung!!!
    Und vor allem muss Drogenkonsum auch entkriminalisiert werden!

  2. Bin cannabis- Patient und ein kontrollierte legalisierung ist durchaus zu befürworten!

    • Hallo Harald, suche schon lange einen Arzt der mit mir die cannabis Therapie startet, nur ist das nicht so leicht in Cuxhaven. Hast du ein Tipp für mich? Wäre dir unendlich dankbar liebe grüße David

      • Hi David,

        den Arzt suche ich schon sehr lange und so langsam gebe ich auf. Alle meine behandelnden Ärzte lehnen es ab zu verschreiben. Nicht weil sie Cannabis als Medizin für schlecht befinden, sondern wegen ihres Rufes. Diese miese Illegalität, die ständige Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen, das muss so schnell wie möglich aufhören.

        lg

        C.

      • Dr Szoba Nordenham

  3. ich könnte in Karlsruhe einen Infostand halten, jedoch fehlt mir das Material. Besteht die Möglichkeit Hilfe von euch zu bekommen?

    Grüße

  4. Yes Yes Yes !!!

  5. Please give it free !

  6. Peter Eichhorst

    Cannabis Anbau und Konsum ohne Begrenzung ab 18 Jahren legalisieren.
    Es ist ein Genussmittel und eine Heilpflanze, aber keine „Droge „.

  7. Da Hanf auf Betreiben der Kunstfaserindustrie verboten wurde, gibt es keine gesundheitlichen Begründungen, sondern nur ideologische.

  8. Wird echt Zeit das sich der Wind dreht, wenn ich mir die Krankenhäuser anschaue wieviele Leberpatienen sind vom Alkohol kan einem nur schlecht werden, ich selbst trinke ja auch nichts mehr und rauche auch ab und zu einen wegen meinen Schmerzen und mir gehts auch dadurch viel besser, also ich bin dafür das man dieses Entkriminalisiert von wegen wer ds lange raucht wird Dümmer oder vernachlässigt sein Leben, so ein Quatsch !! Ich bin jetzt 53 und rauche es auch gerne in diesem Sinne gebt endlich das Hanf frei

    • Ralf Schmitt, du solltest mal die Anzahl von psychisch Erkrankten, die mit schwersten Nebenwirkungen Psychopharmaka einnehmen sehen. Cannabis hilft bei vielen psychischen Problemen wie z.B PTBS und Depressionen. Kanadas Pharmaindustrie befürchtet sehr hohe Einbußen mit Beginn der Legalisierung. Viele angstlösende und schlaffördernde Medikamente stehen dann vor dem wirtschaftlichen aus.

  9. Ich druck das formular aus
    und renn in der stadt augsburger rum
    Legalize <3

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