Home » Hanfpolitik

Hanfpolitik

Abgelehnt, der Nächste bitte! – Das Modellprojekt zur Cannabisabgabe

Vermutet wurde es schon lange, jetzt ist es offiziell: Das Modellprojekt zur geregelten Abgabe von Cannabis in Münster steht vor dem Aus bevor auch nur ein Gramm verteilt wurde! Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte festgestellt: Ein solches Vorgehen würde gegen den so genannten „Schutzzweck“ des Betäubungsmittelgesetzes verstoßen. Heißt im Klartext: Weil Gras verboten ist, gibt’s kein Gras vom ...

zum Artikel »

Legalisierung mit Jamaika?

Einige Zeit ist ins Land gegangen seit der Bundestagswahl und die Parteien ringen um Einigung in so vielen im Wahlkampf debattierten Themen. Die Freigabe von Cannabis spielte in der Öffentlichkeit und den Mainstream-Medien dabei eine eher untergeordnete Rolle und somit ist nicht verwunderlich, dass die Legalisierung auch auf der Themenliste der Sondierungsgespräche nicht gerade weit oben rangiert. Andererseits wurde ja ...

zum Artikel »

Ganz Österreich für Legalisierung

Die in Europa einzigartige Gesetzeslage, wonach Hanfstecklinge legal sind, solange man sie nicht in die Blüte schickt, hat dem Eigenanbau in Österreich zu einem ungeahnten Boom verholfen. Rund 300.000 Hanf-Stecklinge wandern mittlerweile monatlich offiziell als Zierpflanzen oder Raumluftverbesserer über die Tresen von einer mittlerweile dreistelligen Anzahl von Hanf-Shops. Dem Trend zum Eigenanbau mit all seinen positiven Nebeneffekten wie etwa dem ...

zum Artikel »

Marihuana auf BtM Rezept – was ändert sich?

Das Cannabis-Medizingesetz ist durch. Inzwischen sind es über 1000 Patienten in Deutschland, die aufgrund ihrer Ausnahmegenehmigung nach § 3 Abs. 2 BtmG Marihuanablüten aus der Apotheke beziehen dürfen. Weitere Patienten dürfen bereits Fertigarznei, die Cannabinoide enthält, verwenden. Diese Patienten dürfen das, konnten es jedoch im realen Leben oft genug nicht. Sie mussten bis auf wenige Ausnahmen diese Marihuanablüten oder die ...

zum Artikel »

In Colorado ging die Welt nicht unter

Keine der von Gegnern prognostizierten Untergangsszenarien trat ein. Über Marihuana wurde nicht nur in den letzten Jahren viel geredet. Die einen reden vom „Rauschgift, welches die Jugend zerstört“, die anderen von „Medizin, mit der Mensch und Natur genesen“ können. Die einen glauben also das, die anderen etwas anderes. Solange es jedoch nicht einfach im realen Leben ausprobiert werden kann, wissen ...

zum Artikel »

Cannabis gegen die GKV

Die Auseinandersetzung um Cannabis als Medizin geht in die 2. Runde Seit 10. März diesen Jahres müssen die Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für eine vom Arzt verordnete Behandlung mit Cannabis übernehmen: nach langen Jahren Streit ein bemerkenswertes Ergebnis. Die Entkriminalisierung von Cannabis als Medizin ist zwar auch in Deutschland, wie in einigen anderen Ländern schon seit Jahren durchgesetzt, ...

zum Artikel »

Das Cannabis-Modellprojekt Düsseldorf – Prof. Dr. Meyer-Falcke im Interview

Bei Düsseldorf denken viele zunächst an Wirtschaftskraft und Leistungsbereitschaft, weniger an eine entspannte Haltung zum Kiffen. Wie erklärt es sich, dass ausgerechnet die Landeshauptstadt bei der Einrichtung legaler Abgabestellen so konsequent vorangeht? Düsseldorf ist in der Tat eine wirtschaftlich starke und dynamisch wachsende Stadt. Düsseldorf ist aber auch geprägt durch Toleranz gegenüber den unterschiedlichen Lebensstilen – nicht zufällig sind wir ...

zum Artikel »

Falldatei Rauschgift – Massenhaft Personen rechtswidrig gespeichert

Im November 2016 wurde bekannt, dass tausende Personen teilweise jahrzehntelang rechtswidrig in der sogenannten „Falldatei Rauschgift“ (FDR) gespeichert wurden. Obwohl die Datei ausschließlich für Vorfälle mit erheblicher Bedeutung vorgesehen ist, kam durch die Prüfung unabhängiger Datenschützer aus Bund und Ländern heraus, dass im großen Stil Personen aufgrund von Bagatelldelikten im Bereich der geringen Menge gespeichert wurden. Im Jahr 2015 enthielt ...

zum Artikel »

Legalisierung in Uruguay

Im Dezember 2013 wurde Uruguay zum ersten Land der Welt, das Cannabis vollständig legalisiert hat. Die Regierung hatte sich damals dazu entschieden, einen anderen Weg zu gehen, als den weltweit längst gescheiterten Krieg gegen Drogen. Legalisierung als Begriff kann viele Bedeutungen haben. Im Vergleich zu US-Staaten wie Colorado, wo Argumente wie zukünftige Steueraufkommen der neuen Cannabisindustrie relevant waren, ging es ...

zum Artikel »

Österreich weiß es, und will es!

Es fehlt nur noch der Reggae

In einer groß angelegten repräsentativen Studie ermittelte die Flowery Field GmbH in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin den Kenntnisstand und die Einstellung der österreichischen Bevölkerung zu Medizinalhanf. Hierzu wurden im Zeitraum von 31. August bis zum 14. September 2017 eintausend Menschen ab 16 Jahren in Österreich telefonisch oder online über ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Einstellung befragt. ...

zum Artikel »

Mit Jamaika zur Legalisierung?

Die Wahl liegt nun hinter uns in Deutschland und ich bin sicher, die meisten unserer Leser hätten ein anderes Ergebnis erwartet oder zumindest erhofft. Die CDU wird trotz herber Verluste stärkste Fraktion im neuen Parlament bleiben und hat nun den Auftrag eine Regierung zu bilden. Das könnte eine ungeahnt große Herausforderung werden, schließlich gibt es nur zwei anhand der Wahlergebnisse ...

zum Artikel »

Martin Schulz – Ein wichtiger Nebensatz vor der Wahl

Die politisch engagierten oder interessierten Hanfbefürworter haben es bislang in diesem Wahlkampf wirklich nicht leicht. Die großen Parteien CDU und SPD hatten die Cannabis-Freigabe nicht in ihren Programmen erwähnt. Bei den eher konservativen Schwarzen nichts ungewöhnliches, doch hatte der SPD Drogenbeauftragte, Burkhard Blienert, aktiv innerhalb seiner Partei für die Freigabe geworben, während der Kanzlerkandidat in öffentlichen Statements in der Regel ...

zum Artikel »

Entkriminalisierung – Macht’s die Schweiz vor?

Lange war es still um das Thema Legalisierung von Hanf in der Schweiz. Bequem fährt man seit Jahren mit einer halbseidenen Bußgeldregelung, die weder Freigabe noch Strafverfolgung bedeutet. Doch nun nimmt die Debatte angesichts neuer Erkenntnisse, Entwicklungen und verstärkter Präsenz in der Öffentlichkeit wieder Fahrt auf. Die Gesetze für den Besitz, Konsum und Anbau von Cannabis in der Schweiz waren ...

zum Artikel »

Exporte von medizinischen Cannabis aus Israel?

Im März diesen Jahres wurde der Freizeitkonsum von Cannabis in Israel entkriminalisiert. Wird man beim Rauchen von Cannabis in der Öffentlichkeit erwischt, droht zunächst kein Gerichtsverfahren und man muss lediglich eine Geldstrafe zahlen. Das so eingenommene Geld wird für Aufklärung und Beratung eingesetzt. Erst wenn man ein viertes Mal beim Konsum erwischt wird, kann es zu einem gerichtlichen Verfahren und ...

zum Artikel »

Darf ein Polizist im Dienst medizinisches Cannabis konsumieren?

Frank Tempel ist Kriminaloberkommissar a.D., Drogenpolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Bundestag, sowie stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses. Der dreifache Familienvater hat die deutsche Bundesregierung über die arbeitsdienstlichen Auswirkungen befragt, die für Bundespolizeibeamte entstehen, wenn diese Cannabismedizin zu sich nehmen. Das war am 18. Juli – jetzt kam die Antwort der Regierung: Frage von Frank Tempel Können Beamtinnen und ...

zum Artikel »

Legalisierung? Ja, bitte! Ein Meilenstein kommt ins Rollen

Eine gute Nachricht für alle Freunde der Legalisierung von Cannabis in Deutschland: Der Deutsche Hanfverband hat am 04.08. die lang erwartete, offizielle Petition an den Deutschen Bundestag vorgelegt. Jetzt heißt es unterschreiben – bis zur Bundestagswahl am 24.09. zunächst nur schriftlich, danach startet eine vierwöchige Online-Phase auf der offiziellen Petitionsseite des Deutschen Bundestages. Ziel ist es, dass 50.000 Unterschriften zusammen ...

zum Artikel »

Münster stellt Antrag auf Cannabisstudie zu Genusszwecken

Münster will legal kiffen

Cannabis-Modellprojekt-Antrag an die BfArM versendet Der Oberbürgermeister der Stadt Münster, Markus Lewe, hatte bereits in einem Schreiben angekündigt, dass die Stadt Münster den Antrag auf ein Cannabis Modellprojekt innerhalb von ein paar Wochen an die BfArM stellen würde. Am 31.07.2017 kam die Bestätigung per Mail, dass dieser Antrag auf eine Cannabisstudie durch die Stadt Münster finalisiert und auch an die ...

zum Artikel »

Uruguay startet legale Cannabisabgabe

Gekifft wird auch dort, wo es verboten ist

Im ersten Land der Welt ist Marihuana legal Uruguay hat im Juli 2017 über Apotheken mit der legalen Cannabisabgabe an Konsumenten begonnen. Beschlossen wurde die Cannabislegalisierung bereits Jahre früher. 2013 hat der damals amtierende Präsident Jose Mujica diese weltweit einmalige Cannabislegalisierung unter Dach und Fach gebracht. Einmalig? Colorado und Washington State legalisierten doch ebenfalls per Volksentscheid Ende 2012? Mit Uruguay ...

zum Artikel »

Schweiz: Hanf soll per Gesetz legalisiert werden

Der Ex-Drogendelegierte Thomas Kessler und die Nationalrätin Maya Graf zeigen den Weg aus der Verbotssackgasse auf: Sie will auf Bundesebene vorgehen und etwas für die Landwirte in der Schweiz tun – Er hat das Hanf-Modell analog zum helvetischen Umgang mit Schnaps entwickelt. Nachdem sie sich beim Neujahrsempfang 2017 mit Thomas Kessler unterhielt, griff Maya Graf das Thema der Legalisierung, das ...

zum Artikel »

Das Cannabis-Modellprojekt

Seit Jahren bei den Hanffreunden Münster vor Ort aktiv, im weißen Shirt

Es geht auf das Jahr 2013 zurück, als der Deutsche Hanfverband alle Aktivisten in Deutschland mit einer unverbindlichen Vorlage dazu anregte, die Stadträte aufzufordern, einen Antrag an die BfArM auf das Cannabis Modellprojekt zu stellen. Überall im Land folgten die Aktivisten dieser Aufforderung. Monika Hermann von den Grünen wollte einen Modellversuch mit Abgabestellen in dem Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain durchsetzen, scheiterte jedoch. ...

zum Artikel »

Hanfpolitik ist nicht immer Drogenpolitik


Nicht nur in den USA hat es Hanfgesetze gegeben, mit denen die Einwohner zum Hanfanbau gezwungen wurden, wollten sie nicht zahlen oder andere Strafen in Kauf nehmen. Das erste bekannte Hanfverbotsgesetz wäre in der Bibelgeschichte zum Paradies zu sehen, in der Adam und Eva der Apfel der Erkenntnis verboten wurde, der sinnbildlich für einige Drogen steht. Das erste bekannte Verbot, in dem explizit Hanf genannt wird, stammt vermutlich von Napoleon, der in Ägypten einem Attentat entging. Der Attentäter hatte Hanf in den Taschen, ohne diesen hätte Napoleon vielleicht sein Leben verloren oder macht Hanf nicht träge und lethargisch? Das Mörderbild hat der Hanf den Assassinen- Meuchelmördern zu verdanken, die ihn jedoch kaum zu ihren Mordakten sondern eher zur Entspannung einnahmen. Dass vielerorts Haschisch zur Berauschung konsumiert wurde, ohne dass die Leute zu Gewalttaten neigten, half nicht gegen diese Falschdarstellung. Auch die Prohibition erklärte Marihuana erst zur Mörderdroge aber von einem Jahr zum anderen wurde gesagt, die Kommunisten verteilen den Hanf, damit die Leute nicht mehr Kampffähig sind. Immer so, wie es passt.


Warum Hanfpolitik und Drogenpolitik für viele dasselbe ist


Der Antrieb für das Hanfverbot, welches von der USA ausgehend die Welt umspannt und gerade wieder eingerissen wird, wäre weniger der Punkt, dass es high macht. Dieses ist jedoch das rassistische Verbotsargument mit dem Fingerzeig auf Mexikaner, Farbige, Latinos und die frevelhaften Jazzmusiker. In Wirklichkeit ging es den Beamten nach der Beendigung der Alkoholverbote in den USA um den Erhalt von ihrem Job und der damit verbundenen Machtstellung. Unterstützern aus der Wirtschaft ging es darum, den konkurrierenden und gerade im Durchbruch begriffenen Rohstoff auszuschalten sowie rassistisch zu wirken. Dieses wären die eigentlichen Gründe für die Hanfprohibition und warum Marihuana in vielen Ländern harten Drogen gleichgesetzt wird oder gar schlimmer als diese geahndet wird. Dieses wäre der Grund, warum neben den berauschenden Hanfteilen gleich die gesamte Pflanze nicht nur in den USA verboten wurde. Da es inzwischen viele Hanfsorten gibt, die keinerlei berauschende Wirkung haben, aber für die Rohstoffgewinnung durchaus besser als andere Agrargüter sind, ist all das nicht verhältnismäßig. Wer vor dieser Zeit doch Hanf aus wirtschaftlichen Gründen brauchte, hat ihn importiert oder so angebaut, dass nur wenige Menschen Zugang gehabt hätten sowie sie eben die Nutzhanfpflanzen verwendet haben, die bereits vor den Verboten keine oder keine nennenswerte berauschende Wirkung hatten. Somit war das Komplettverbot niemals verhältnismäßig, ginge es nur um das Verbot der Droge an sich.


Wenn neben den berauschenden Pflanzen und Pflanzenteile auch alle anderen verboten oder der Umgang mit ihnen eingeschränkt wird, hat dieses eigentlich nichts mit Drogenpolitik zu tun, wird aber als diese verstanden. Politische Entscheidungen, doch wieder mehr Hanf anzubauen, wären somit keine Drogenpolitik sondern Hanfpolitik, solange dieser angebaute Hanf einen nicht berauscht. Dennoch lässt sich die Thematik nicht klar trennen, da es von vielen als „Rauschgiftanbau“ verstanden wird, wenn Nutzhanf mit einem THC Gehalt unter 0,2% auf den Feldern steht und selbst mit 2 Prozent THC Gehalt keinen high machen kann.