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Alles über Hanf #6 - Der Rohstoff

Mit dem Begriff Hanf Rohstoff ist die natürliche Ressource Faserhanf gemeint, die einen THC Gehalt von unter 0,3 Prozent besitzt und somit nicht unter das BtMG fällt. Der landwirtschaftliche Nutzen der Hanfpflanze hat seit den 90er Jahren in Europa wieder an Bedeutung gewonnen und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und zugenommen.

Die herausragenden Eigenschaften von Faserhanf und dessen Produkten konnten in den letzten Jahren immer häufiger bewiesen werden und der Hanf als Wirtschaftsprodukt in vielen Industriezweigen Fuß fassen. Trotzdem ist die Nachfrage der Industrie nach Nutzhanf derzeit weit größer als die Produktion, und es gilt in Zukunft diese Differenz auszugleichen.

Die vielen interessanten Anwendungsmöglichkeiten der Hanfpflanze und dem daraus hergestellten Faserhanf sind bei weitem nicht voll ausgeschöpft worden und es gibt Bereiche, in denen dringend geforscht werden sollte. Neue Ideen bestehen im Bereich der Farben und Lacke und noch viel mehr Möglichkeiten im Hausbau, wo zwar schon Teilverwendungen praktisch umgesetzt werden, aber noch viel mehr Ideen umgesetzt werden könnten.

Die Pflanze Hanf besteht aus 4 wichtigen Komponenten, die für die wirtschaftliche Nutzung interessant sind.

  1. Die Samen der Hanfpflanze sind lecker und extrem gesund. Die Ölgewinnung aus den Samen macht es möglich das wertvolle und qualitativ hochwertige Hanfsamenöl vielen Produkten im Bereich der Lebensmittelindustrie zuzusetzen. Die Samen selbst sind Grundlage für viele andere Lebensmittel wie Brot, Kuchen und Müsli. Natürlich kann Hanf in dieser Form auch als Futtermittel für Tiere verwendet werden.
  2. Die Fasern der Hanfpflanze werden schon seit Jahrtausenden wegen ihrer Robustheit und Langlebigkeit vom Menschen verwendet. Jetzt wiederentdeckt kann die Hanffaser für den Hausbau als Dämmung und gegen Schädlingsbefall eingesetzt werden. Für die Produktion von Textilien oder Papier werden die Fasern zu entweder zu einem Flies oder zu einem feinen Zellstoff aufbereitet und dann zu den gewünschten Produkten gefertigt.
  3. Die Schäben der Hanfpflanze sind die Reste der verholzten Pflanzenteile, die sinnbringend weiterverarbeitet werden können und vor allem für die Herstellung von Fasern eingesetzt werden. Die Hanfbauern haben ca. 30.000 Tonnen dieser Hanfschäben nach der Verarbeitung übrig. Diese können zum Beispiel als Tiereinstreu verkauft werden und sind kompostierbar.
  4. Die Blätter und Blüten des Nutzhanfes werden zu den ätherischen Hanfölen weiterverarbeitet. Mit Hilfe der Wasserdampfsterilisation werden diese Hanföle dann zum Beispiel als Geschmacksstoffe in Lebensmitteln oder als Geruchsstoffe für Reinigungsmittel verwendet.

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