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Vogelfutterhanf

Bevor das Vogelfutter wächst
Bevor das Vogelfutter wächst

Was ist an Hanfsamen so besonderes?

Warum Hanf für Vögel gut ist? Es liegt nicht nur daran, dass sich die Körner gut fressen lassen, sondern vor allem an den Inhaltsstoffen: Hanfsamen enthält wertvolle Omega 3 und 6 Fettsäuren neben anderen guten Nährstoffen. Diese sind nicht nur für Vögel gesund, sondern auch für Menschen und eigentlich für alle Tiere, selbst für Fleischfresser. Omega 3 und 6 Fettsäuren sind mehrfach ungesättigt, sowie diese von vielen Lebewesen nicht selber aus anderen Nährstoffen erzeugt werden können. Sie müssen immer dann zwingend mit der Nahrung aufgenommen werden, damit es nicht zu einer Unterversorgung kommt.

Es gibt diese wertvollen Fettsäuren jedoch nicht überall. Das Verhältnis der Omega 3 und 6 Fettsäuren zueinander muss stimmen. Beim Hanf tut es dieses eher als bei vielen anderen Pflanzen oder Meerestieren. Meerestiere gibt es an Land natürlich weniger und den Vögeln bleiben häufig nur die Hanfsamen als optimale Nährstoffquelle. Wenn sie es sich aussuchen können, fressen sie diese mit Wonne.

Im Allgemeinen fressen Vögel lieber Fettfrüchte wie Hanf, Sonnenblumenkerne und ungesalzene Erdnüsse.

Wer es versuchen will, wird sehen, dass die mit Fetten behandelten platt gewalzten Getreidekörner liegen bleiben. Zum besseren Verständnis: Im ganzen Artikel werden unter dem Begriff „Vögel“ die körnerfressenden Arten verstanden. Viele Greifvögel oder Vogelarten würden gewiss nie auf den Geschmack kommen.

Faserhanf taugt für Vogelfutter

Faserhanf taugt für Vogelfutter

Welcher Hanf ist in Vogelfutter?

Für die Vögel ist es ziemlich egal, ob sie Hanfsamen von potenten oder nicht potenten Hanfpflanzen erhalten.

Von potenten Hanfpflanzen können an den Körnern Harze kleben, die Vögel könnten etwas High werden. Schädlich ist dieses nicht für sie, fliegen können sie aber auch ohne Wirkstoffe. Da der potente Hanf fast weltweit verboten ist und weil sich zur Saatgewinnung eher andere Nutzhanfsorten eignen, werden sich im Vogelfutter in der Regel Samen von Nutzhanfsorten finden, an denen keine berauschenden Wirkstoffe anhaften.

Damit wäre die Frage noch nicht beantwortet: Welcher Hanf ist in Vogelfutter? Es gibt nämlich Hanfsorten, die sich in drei Korngrößen unterteilen lassen. Die mittlere Korngröße ist allgemein bekannt, in dieser werde in der Regel die potenten Hanfsamen ausfallen und ein Großteil der Nutzhanfsamen. 60.000 Körner sind im Kilo und ein Korn ist kleiner als 2 mm im Durchmesser. Ebenfalls bekannt sind die etwas größeren Hanfkörner mit rund 3 mm im Durchmesser, die gerne zum Füttern einiger Fischarten verwendet werden. Diese lieben ebenfalls Hanfsamen. Eher unbekannt sind ganz kleine Hanfsamen mit weniger als 0,5 mm Durchmesser. Diese wären für Vögel weniger geeignet. Diese wollen immerhin die Schale vom Inhalt trennen und nur diesen fressen, wenn es nicht gerade Hühnerartige oder Tauben sind. Welcher Hanf ist in Vogelfutter? Die mittlere und große Korngröße eignen sich gut, in der Regel ist die mittlere Korngröße im Vogelfutter.

Hanftee und Hanfsamen, Hanf nicht nur Vogelfutter

Hanftee und Hanfsamen, Hanf nicht nur Vogelfutter

Selber Nutzhanf anbauen?

Wenn der Bauer auf dem Feld Nutzhanf anbaut und lange genug stehen lässt, damit die Samen reifen, dann überfallen ihn Horden von Vögeln, die den Hanf fressen. Will der Bauer Hanfsamen ernten, wird er die Reihen breiter planen als für Faserhanf. Dann bilden sich kräftigere Hanfsamen. Hanf ist in Vogelfutter und die Vögel fressen diesen zuerst, fühlen sich wohl und werden älter. Dieses geht eigentlich allen Lebewesen so, denen man Hanfsamen anbieten könnte.

Faserhanf im Garten für die Vögel anbauen?

Eigentlich schon, da der Hanfanbau immer gut und sinnvoll ist. Jedoch wäre dieses in Deutschland genehmigungspflichtig, sowie man in Österreich möglicherweise beweisen müsste, dass der Nutzhanf nicht für die Drogengewinnung verwendet wird. Zumindest in Deutschland wird man die Genehmigung als Nicht- Landwirt nicht kriegen aber auch in Österreich oder der Schweiz wird man Beamte auf sich aufmerksam machen, wenn man seine Ambitionen zum Hanf durch den Anbau im Vorgarten aufdeckt. Deswegen sollte man es in Deutschland sein lassen. Für Österreich oder die Schweiz sollte man bei jemandem mit Ahnung anfragen, ob wenigstens kastrierter Nutzhanf im Garten ohne vorherigen Papierkram angebaut werden darf. Eventuell hinterlassen kundige Leser einen Leserkommentar?

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