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Kosmetik mit Hanfsamenöl

Nicht nur für die Heilmedizin kann Hanf verwendet werden, denn Kosmetik und Pflegeprodukte auf der Basis von Hanf, bzw. Hanfsamenöl, haben eine überzeugende Wirkung auf die Haut und die Hautregeneration. Hanf ist reich an essenziellen Vital- und Nährstoffen und kann für die Haut am ganzen Körper verwendet werden. Neben einem Anti-Aging Effekt, beruhigt es die Haut und kann sensible, problematische und entzündete Haut pflegen und schützen. Gamma-Linolensäure und Antioxidantien sind ein wahrer Jungbrunnen für die Haut und im Hanfsamenöl, welches der Hanfkosmetik zugesetzt wird, reichlich vorhanden. 

Gamma-Linolensäure im Hansamenföl

Unsere Haut funktioniert wie ein Schutzmantel, der den Körper vor dem Austrocknen schützt und Substanzen wie Bakterien und Viren daran hindert, in unseren Körper einzudringen. Um einen optimalen Schutz zu bekommen ist es nötig, dass sich die Haut in einem sehr guten oder besser noch optimalen Zustand befindet. Ein gutes Aussehen der Haut und besonders die Funktionen der Haut können über die Zusammensetzung der aufgenommenen Fette sichergestellt werden.

Im Hanfsamenöl ist die seltene Gamma-Linolensäure enthalten. GLA gilt als Geheimtipp gegen Falten und wird als wirkungsvolle Alternative zu anderen, sonst üblichen Anwendungen gegen Falten, eingesetzt. Die GLA ist eine dreifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure, die der menschliche Organismus mittels Synthese aus Linolsäure umfunktioniert. Für den Stoffwechsel ist GLA sehr wichtig, denn sie bildet spezifische Hormone, die den Stoffwechsel regulieren. Mit zunehmendem Alter geht der Anteil der GLA im menschlichen Körper zurück. Dieser Prozess kann vor allem durch falsche Ernährung, Alkoholkonsum und Stress beschleunigt werden und ist dann am Hautbild des Menschen deutlich sichtbar.

Die Gamma-Linolensäure ist demnach ein wirkungsvolles Kosmetikum und Anti-Aging-Mittel. Da die GLA Konzentration im Hanföl viel höher ist als in anderen marktüblichen Pflanzenölen, wurde es für die Kosmetik entdeckt. Der optimale Effekt lässt sich erreichen, wenn man zur Anwendung der Hanföl Kosmetik auch reichlich Wasser trinkt, welches dann in die Hautzellen gelangt und diese auffüllt. Eine Hanfcreme oder andere Hanfkosmetikprodukte können dann die Flüssigkeit in den Zellen speichern und damit kleine Fältchen aufpolstern. Die Folge ist eine schöne und straffe Haut.

Im konventionellen Hanfanbau werden keine Pestizide oder Herbizide eingesetzt. Das macht Hanföl zu einem unbelasteten Naturprodukt.

Auch eine problematische Haut, wie trockene, schuppige oder rissige Haut, spricht auf die Behandlung mit essenziellen Fettsäuren an. Obwohl die Gamma-Linolensäure auch in anderen Pflanzenölen, wie in Nachtkerzenöl und Borretschöl in einer hohen Konzentrationen vorhanden sind, ist die Zusammensetzung im Hanföl zu bevorzugen. Hanföl enthält die essenziellen Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolensäure im einem Verhältnis von 3:1. Diese Zusammensetzung ist der menschlichen Haut viel ähnlicher (4:1). Im Vergleich dazu weisen das Nachtkerzenöl und das Borretschöl ein eher schlechtes Verhältnis von 30:1 auf.

Die Vorteile von Hansamenföl in der Kosmetik basieren folglich auf den biochemischen Wirkungen der enthaltenen Fettsäuren. Auch wenn die Worte, wie essenzielle Fettsäuren oder Gamma-Linolensäure damals noch unbekannt waren, benutzen schon die alten Römer und unsere europäischen Vorfahren Lotionen, Bäder und Salben mit Hanföl.

Hanfsamenöl gilt als hochwertiges Kosmetikum

  • ist reich an Proteinen
  • enthält reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren
  • enthält antioxidativ wirkendes Vitamin E
  • besitzt die Linolensäure, welche die Hautalterung hemmt
  • reich an Vitamin C, A und Beta Carotin
  • Mineralien Phosphor, Kalium, Magnesium und Calcium
  • Antioxidans Tocopherol

Die spezielle Zusammensetzung aus den essenziellen Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolensäure und der seltenen Gamma-Linolensäure im Hanföl ist der Grund für die besondere Wirkweise. Ein sehr wichtiges Einsatzgebiet der Gamma-Linolensäure ist die Behandlung von Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte und bei Narben. Durch die äußere oder innere Anwendung mit Hanfsamenöl können Schäden an der Haut mit diesen essenziellen Fettsäuren ausgeglichen werden. Hanfsamenöl ist leicht und wird schnell über die Haut aufgenommen.

Diese Eigenschaft des Hanfsamenöls, hat zur Folge, dass alle Stoffe mit einem optimalen Effekt auf die Haut einwirken können. Hanfsamenöl ist vor allem auch für Menschen mit empfindlicher Haut und besonders gut für kleine Kinder geeignet. Auch Hautkrankheiten und Schmerzen auf der Haut werden durch dieses Öl gelindert. Hanfsamenöl kann ohne Nebenwirkungen verwendet werden und kann von Babys, Kindern, Jugendlichen, erkrankten Menschen und Senioren problemlos auf die Haut aufgetragen oder eingenommen werden.

Hanfkosmetik selbst gemacht – Rezepte

  • Hanföl Maske
  • Hanfsalbe mit CBD Gehalt
  • Hanfölcreme mit Urea
Zutaten:

  • 4 EL Heilerde
  • 4 EL Hautcreme
  • 2 EL Hanföl

Anwendung:

  1. Heilerde, Hautcreme und Hanföl zusammenrühren.
  2. Die Masse zu einem glatten Brei verrühren und anschliessend im Wasserbad erwärmen.
  3. Dann die Hanfölcreme großzügig auf das Gesicht, Hals und Dekolletee verteilen.
  4. Dann das Gesicht mit einem feuchten Tuch abdecken und die Hanföl Maske 15 Minuten einwirken lassen
  5. Danach das Gesicht mit warmem Wasser reinigen.

Besonders empfehlenswert ist die Behandlung mit dieser Hanföl Maske abends, wenn die Haut sich in die Regenerationsphase befindet.

Zutaten:

  • 500g Bio Kokosfett
  • 40ml BIO Hanfsamenöl, extra virgin
  • 40g CBD Hanftee
  • 20g Ringelblumenblüten
  • 1 Chilischoten
  • Topf, Sieb/Tuch, Gläser mit Deckel

Zubereitung:

  1. Bio Kokofett leicht erhitzen bis es schmilzt.
  2. Zerkleinerte Kräuter dazugeben – Hanftee, Chili und Ringelblume
  3. Diese Mischung 2 Stunden lang ziehen lassen.
  4. Die Salbenbasis 1 Woche an einem kühlen und dunklen Ort stehen lassen.
  5. Die Salbenbasis wieder erhitzen und für 2 Stunden ziehen lassen.
  6. Die Salbe abkühlen lassen und 1 Monat an einem kühlen und dunklen Ort stehen lassen.
  7. Zum letzten mal kurz erwärmen und nun das Hanfsamenöl dazugeben.
  8. Die Salbe durch ein Sieb oder Tuch abgießen, um die Kräuteranteile herauszufiltern

Die noch warme Salbe in Gläsern mit Deckel abfüllen und erkalten lassen. Lichtgeschützt aufbewahren.

Zutaten:
Fettphase

  • 2 g Emulsan
  • 2 g Lamecreme
  • 2,5 g Sheabutter
  • 2 g Jojoba
  • 6 g Mandelöl
  • 6 g Avocadoöl
  • 6 g Hanföl

Wasserphase

  • 55 g Wasser
  • 2 g Urea
  • 2 g Sorbit
  • 1 TL Panthenol
  • 5 g Alkohol 98%
  • 6 Tr. Milchsäure

Parfümierung

  • Je nach Belieben kann mit äth. Ölen oder Parfumölen ein Duft erzielt werden.
  • 4 Tr. Benzoe siam
  • 5 Tr. Litsea cubeba

Zubereitung:

  1. Fettphase (Fettphase = Pflanzenöl, Emulgatoren, Konsistenzgeber)
    Alle Zutaten der Fettphase im Wasserbad erwärmen.
  2. Wasserphase (Wasserphase = Hydrolate od. Dest. Wasser)
    Alle Zutaten der Wasserphase im Wasserbad erwärmen. Die Fettphase und die Wasserphase werden zusammengefügt, gerührt und in einem verschließbaren Gefäß geschüttelt. Danach muss die Hanfcreme abkühlen. Dafür am besten in ein kaltes Wasserbad legen.

Die Vorteile, wenn man Hanfkosmetik selber macht

  • Du hast ein qualitativ hochwertiges, individuelles und preisgünstiges Produkt.
  • Die verwendeten Rohstoffe sind natürlichen Ursprungs.
  • Du weisst genau wie sich dein Produkt zusammensetzt.
  • Du kannst speziell auf deine Bedürfnisse und auch auf vorhandene Allergien eingehen.
  • Du hast ein Produkt, das frei von tierischen Extrakten ist.
  • Du hast die Möglichkeit deine Creme mit einer leichten Konservierung zu versehen oder auch nicht zu konservieren.
  • Du hast eine Kosmetik ohne Tierversuche.

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