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Österreich: Antrag auf Liberalisierung von Cannabis als Medizin

Der Abgeordnete der Liste Pilz, Peter Kolba, will den Zugang zu Cannabis für Patienten erleichtern.

Der niederösterreichische Abgeordnete reichte mit seinen Parteifreunden der Liste Pilz im parlamentarischen Gesundheitsausschuss einen Antrag ein, in dem die Sozial- und Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein von der FPÖ dazu aufgerufen wird, einen Gesetzesvorschlag für die Liberalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken vorzulegen.

In dem Antrag der Liste Pilz beruft man sich auf die 1,5 Millionen Schmerzpatienten in Österreich. Patienten können entweder auf Medikamente mit schweren Nebenwirkungen oder synthetische Cannabiniode zurückgreifen. Diese Präparate seien teuer und die Kosten würden nicht immer von der Krankenkasse übernommen, heißt es weiter.

Peter Kolba, der selbst an Polyneuropathie, einer schmerzhaften Nervenerkrankung, leidet, begründete den Vorstoß damit, dass medizinische Präparate aus der Cannabispflanze nicht nur günstiger wären, sondern auch zuverlässiger wirken. Er selbst zahle für seine Therapie mit einem synthetischen Cannabis-Medikament 800 Euro im Monat. Viele der Schmerzpatienten könnten sich das schlichtweg nicht leisten, so der niederösterreichische Abgeordnete. In dem Antrag beruft sich die Liste Pilz außerdem auf die medizinisch nachgewiesene Wirksamkeit von Cannabis und die verschiedenen Konsummöglichkeiten.

Ähnlich wie in Deutschland, sollen österreichische Bürger dann gegen Vorlage eines Rezepts Cannabis in der Apotheke bekommen. Die Therapiekosten sollen von den Krankenkassen übernommen werden.

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