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Kein Cannabis Social Club für Heidelberg

Die Stadträte der Stadt Heidelberg haben sich gegen den Antrag für ein Konzept eines Cannabis Social Club (CSC) entschieden, noch wollen sie ein Modellprojekt hierfür unterstützen. Das ist das Ergebnis des Ausschusses für Soziales und Chancengleichheit in Heidelberg, während einer Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Joachim Gerner. Die Stadträte haben aber vor den Antrag der Kommunalen Gesundheitskonferenz Rhein-Neckar-Kreis und Heidelberg zur Prüfung vorlegen, damit entschieden werden kann, ob eine Fachtagung zum Thema Cannabis sinnvoll wäre.

So viele Stimmen dagegen, oder doch nicht?

Linken-Rätin Sahra Mirow, die den Antrag für ein Konzept einen CSC eingereicht hat, argumentiert, dass „Auch aus suchttherapeutischen, juristischen und polizeilichen Kreisen mehren sich die Stimmen für eine Entkriminalisierung des Konsums“. Die Zeit sei also reif für einen Social Club, indem die legale Abgabe und der Konsum von Cannabis möglich sei.

„So ein Club ist eine Form der Akzeptanz, die wir nicht wollen“, meint Alexander Föhr von der CDU. Ihm schlossen sich zudem die Sachverständigen Thomas Schnell vom Gesundheitsamt, Reiner Lange vom Polizeipräsidium Mannheim und Ralf Krämer, Leiter der Heidelberger Fachstelle Sucht an. „Für mich ist das ein falsches Signal für den Jugendschutz“, meinte Polizist Lange, denn wenn Cannabis legal abgegeben werde, sei auch die Weitergabe an Dritte nicht ausgeschlossen.

Hildegard Stolz
von der Bunten Linken möchte „keinen Konsumfreiraum für Freizeitgestaltung“ bieten, ihr gehe es allein um einen medizinischen Ansatz. Eine Fachtagung hierfür ist der richtige Ansatz.
Monika Meißner von der SPD äußerte ihre Bedenken gegen Cannabis „als Einstiegsdroge“. Auch Beate Deckwart-Boller (Grüne) konnte sich nur für eine Fachtagung zum Thema erwärmen. Hans-Martin Mumm (Grün-Alternative Liste) hinterfragte ebenfalls, wie sich der Konsum auf die Lebensumstände auswirke.

Die Mehrheitsverhältnisse im Heidelberger Ausschuss machen nicht nur Mirow schnell klar, dass es lediglich eine Zustimmung für eine Fachtagung geben würde. Mirow lenkte ein und zog ihren Antrag zurück.

Die Stadträte kamen schließlich zu dem Entschluss, das Thema der Kommunalen Gesundheitskonferenz zu übertragen. Diese tagt am 26. Oktober, das Planungsgremium trifft sich bereits Ende Juni.

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