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Jugendschutz - was ist das?

Immer wieder scheitern die Legalisierungsdebatten am angeblich so wichtigen Jugendschutz. Jugendschutz ist für mich Kinder im Selbstbewusstsein zu stärken und aufzuklären über Gefahren.Beides setzt ein gesundes Vertrauensverhältnis voraus. Kinder, Teenager die ihren Eltern glauben wollen wie gefährlich Drogen sind, werden spätestens nach dem ersten Joint mit Freunden merken, das diese Eltern völlig übertrieben haben wenn es um Cannabis geht.

Schnell sind diese Kids geneigt auch anderes zu probieren, wenn es dann beim Dealer kein Cannabis gibt

Schnell sind diese Kids geneigt auch anderes zu probieren, wenn es dann beim Dealer kein Cannabis gibt, immerhin war das Gras ja auch nicht so gefährlich wie die Eltern gesagt haben.... Das ist also das falsche Signal. Kids lieben es verbotene Dinge zu tun, um vor den Freunden cool dazustehen, besonders wenn es ihnen an Selbstbewusstsein fehlt und sie sich durch "Mitmachen" bei den anderen Anerkennung erhoffen.

Ich denke noch darüber nach als ich mit meinem Enkel an der Kasse stehe und meine Ware aufs Band auflege. Mein Enkel der neben mir steht, hat plötzlich einen Schoppen Mariacron in der Hand. Der Kleine ist 2 Jahre alt und kann glücklicherweise noch keinen Flaschenverschluss öffnen, ein etwas kräftigeres Kind, vielleicht 2 Jahre älter, hätte diese Flasche aufbekommen. Nach einer Unterhaltung mit der Leitung dieses Marktes stellt sich heraus, dass viele Eltern sich beschwert haben, weil die Kinder immer im Kassenbereich nach den Süßigkeiten gefasst haben und so wurde ersatzweise das Regal mit Schnapsflaschen, Zigarettenpapier und Feuerzeugen bestückt. Die Filialleiterin räumte ein darüber nicht wirklich nachgedacht zu haben, versprach jedoch nach meiner Empörung darüber, dieses zu ändern.

Cannabis ist Medizin und hilft Alkoholabhängigen von der Sucht loszukommen

Zu Hause angekommen lese ich vom Sex Skandal eines Abgeordneten mit einer Teenagerin, ausgerechnet aus der Partei, die den Jugendschutz so hartnäckig als Argument einbringt. Ist es vorbildlich und zum Schutz der Jugend sie zu Alkoholkonsum zu animieren, wenn man weiß das durch Alkohol Leben zerstört werden? Cannabis ist Medizin und hilft Alkoholabhängigen von der Sucht loszukommen. Gestorben ist auch noch niemand durch Cannabis, aber durch Alkohol. Welches verlogene Argument lassen sich die Legalisierungsgegner als nächstes einfallen? Ich bin auf alles gefasst und kämpfe weiter für das Recht auf freie Wahl des Rausches. Gebt den Hanf frei.

One comment

  1. Was ich beim Thema Jugendschutz problematisch finde ist, dass die Drogenprohibition zum Markt der Legal Highs führt, deren Risiken nicht abschätzbar sind weil keiner weiß was drin ist und für die keine weiteren Regelungen existieren. Und das Problem wird man mit Verboten prinzipbedingt nicht in den Griff bekommen.
    Und wenn man Cannabis mit einem strengen Jugendschutz reguliert gehen Jugendliche weiter zum Dealer, der sie dann erst recht mit anderen Drogen in Kontakt bringen muss weil sie ja sonst mit 18 als Kunden wegfallen oder es machen sich Leute wegen der Weitergabe strafbar, die wissen was sie tun.
    Von daher halte ich Jugendschutz in dem Bereich eher für kontraproduktiv. Eine Regelung wie bei Alkohol, dass im privaten Raum das meiste erlaubt ist und bei der Kinder/Jugendliche in einer sicheren Umgebung ihre ersten Erfahrungen machen können ist wesentlich sinnvoller.

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