Cannabis für Tiere

Hunde und Katzen mit Cannabis behandelt...

Die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis beim Menschen ist bereits umfangreich diskutiert, belegt und bekannt. Nun kommen aber auch Tierärzte darauf, dass das Cannabis auch in der Tiermedizin nützlich sein könnte. So würde man gerne die pflanzlichen Inhaltsstoffe auch bei kranken Tieren einsetzen, jedoch fehlt es an Langzeitstudien um wirklich über positive Auswirkungen sprechen zu können. Die Idee ist aber in der Diskussion und warum auch nicht? Was für den Menschen gut ist, kann für Tiere ja nicht schlecht sein. 

Cannabis beim Menschen

Der bekannteste Wirkstoff von Cannabis ist das THC, nachfolgend ist noch das CBD zu nennen. Desweiteren werden aber noch viele andere Zusatzstoffe in den Pflanzen vermutet, welche allerdings noch längst nicht ausreichend erforscht sind. Aber THC und CBD sind Wirkstoffe, welche bereits sehr umfangreich unter die Lupe genommen wurden und mittlerweile als schmerzlindernd, entzündungshemmend und nervenschützend gelten. Eine ebenso bekannte Begleiterscheinung von Cannabis ist die psychosomatische Wirkung. Positive Ergebnisse konnten bereits im Bereich der Krebsbehandlung und Chemotherapie erzielt werden und auch diverse Darmerkrankungen können nachweislich mit Cannabis behandelt werden. In den USA ist man da schon viel weiter, denn diese sind vor allem vom Stoff CBD überzeugt. Stress und Entzündungen können damit bereits erfolgreich behandelt werden.

Viele Ärzte versprechen sich außerdem hilfreiche Auswirkungen bei MS, Aids, Depressionen oder Tourette. Die Hauptwirkstoffe der Pflanze entstehen beim Erhitzen der weiblichen Hanfpflanze. Das bedeutet daher, dass diese geraucht, gekocht, gebacken oder verdampft werden muss, ehe die Stoffe wirken können.

Cannabis bei Tieren

Tatsächlich sind bereits viele Tierbesitzer auf die Idee gekommen, ihr Tier mit Cannabis zu behandeln. Tierärzte erzählen, dass sie immer häufiger danach gefragt werden. Die Meinungen gehen allerdings sehr weit auseinander, aber das sind wir auch nicht anders bei der Behandlung von Menschen gewohnt. Vor allem Tierschutzvereine sind skeptisch, diverse Verhaltensforscher aber positiv gestimmt. Viele Tierärzte verschreiben allerdings bereits regelmäßig Cannabis für Tiere. Besonders Katzen sollen besonders empfänglich für die Wirkung von Cannabis sein. Auch hier ist die Anwendung im Bereich der Appetitanregung zu finden. Katzen sind unter Schmerzen sehr wählerisch was ihr Essen angeht und verweigern lange das Fressen. Cannabis schafft also Abhilfe. Verabreicht wird das Cannabis in Form einer Clycerintinktur, welche süßlich schmeckt und mit Öl oder Butter vermengt werden kann. Übrigens ist der Mythos, dass Katzen THC nie wieder abbauen können, ist bereits widerlegt.

Risiken bei der Anwendung von Tieren

Die Behandlung von Tieren mit Cannabis stellt aber für diese tatsächlich ein Risiko dar. Im Gegensatz zum Menschen können Tiere sehr wohl eine Überdosis abbekommen. Allerdings führt eine Überdosis nur in den schlimmsten und seltensten Fällen zum Tod. Bislang starben in den USA nur zwei Hunde an einer zu hohen Dosis. Ansonsten führt ein zu viel zu Übelkeit, Erbrechen und komatösen Zuständen.

One comment

  1. Rumpelstilzchen

    die letale Dosis Hund (p.o.): > 3 g/kg Körpergewicht THC lt . ClinTox Schweiz
    Die Dosisgrenze für CBD-Produkte, die vom Tierarzt Dr. Robert Silver empfohlen wird, beträgt
    etwa 1 mg / kg / Tag oral, aber man sollte mit einem viel kleineren Bruchteil dieser Dosis wie 0,05 mg / kg / Tag beginnen. Für THC-Produkte empfiehlt Dr. Silver, mit einer oralen Dosis von 0,1-0,25 mg / kg THC einmal oder zweimal täglich zu beginnen. Sobald das Haustier die gleiche Dosis über etwa 1 Woche ohne unerwünschte Effekte erhalten hat, hat das Haustier eine Toleranz entwickelt und die Dosis kann allmählich erhöht werden.

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