Home » Kolumnen » Wie macht man eigentlich Haschisch?

Wie macht man eigentlich Haschisch?

Die Haschischherstellung war mir lange ein Mysterium. Als wir noch kein Internet hatten, gab es ein paar Bücher mit vielen Gerüchten, Halbwahrheiten und bekifften Reiseberichten. Es war nahezu offensichtlich, dass die Autoren oft voneinander abgeschrieben hatten.

Manchmal war sogar noch der schwarze Kopierschatten mit abgedruckt. Doch die Informationen reichten, um im Garten ein paar hübsche Bäumchen hochzuziehen. Die duftenden, klebrigen Blütentrauben, ordentlich beschnitten, versorgten uns genauso gut, wie der Schwarzmarkt, aber völlig kostenlos. Mehr wollten wir nicht…

Vom Selfmade Kief und Bubblehaze…

Ab und zu gewannen wir aus den Blüten und den harzigen Blättern mittels Handshaker ein wenig weißen Staub. Die Holländer nannten diesen Pollum, also Blütenstaub, obwohl es botanisch natürlich keine männlichen Pollen waren. Die Amerikaner vermarkten das heutzutage als Kief, was das alte arabische Wort für „Rauschdroge“ ist. In Nordafrika bezeichnet man Gras oder Mische als „Kif“.

Eigentlich besteht der Staub ja aus relativ reinen Trichomen, wie heutzutage jeder weiß, der einen Grinder mit Pollenfach benutzt. Die Wirkung ist schon so extrem stark. Bei den meist geringen Mengen lohnte es sich selten, die weiter zu pressen. Die Profis machten uns das auch so vor, in den Coffeeshops wurde sehr teuer hellgrauer Skuff, (SKunk StuFF, also eigentlich Hasch aus der Skunk-Pflanze), und grünliches Nederhash verkauft.
Das Hellere stammt von Blüten, das Grünere vom Verschnitt. Dabei handelte es sich immer um eher locker gepressten Trichomstaub, welcher wie konzentriertes Gras schmeckte. Zu Hause aber landeten weiterhin die meisten Äste und Blätter im Müll. Das war aber ein ziemlich Verschwendung, wie ich heute weiß.

Alles Pflanzenmaterial, auch mit wenig Wirkstoff, eignet sich nämlich zur Kaltwasserextraktion. Mit Gerätschaften wie Bubble Bags lässt sich erstklassiges Haschisch produzieren. In Coffeeshops wird das manchmal als Ice-o-lator oder Bubble Hash angeboten.

Vom Verschnitt zum Endprodukt

Wer also zufällig einen Beutel Verschnitt findet, sollte diese Methode kennen, um das Grünzeug für den Müll verantwortungsbewußt von seinen gefährlichen, berauschenden Inhaltsstoffen zu befreien.

Wie das prinzipiell funktioniert, kann man sehr gut in einschlägigen YouTube-Videos ansehen, man suche nach „Kaltwasserextraktion Cannabis“, „Ice water hash“ oder „Bubble hash“. Die Kräuter werden mit Eiswürfeln und Wasser verrührt und müssen dann kalt ruhen. Schließlich gießt man das Wasser mit den Schwebstoffen durch ein oder mehrere Siebe ab. Auf den Sieben sammelt sich dann der wirksame Harzstaub, den man trocknet und weiterverarbeitet. In den Videos werden aber oft handwerkliche Feinheiten übergangen, deren Kenntnis Ertrag und Qualität wesentlich verbessert.

Zunächst sollte das Eis möglichst scharfkantig sein. Am besten eignen sich frisch vom Eisblock zerstoßene Splitter. Bei der Schichtung der Materialen im Eimer lohnt sich sorgfältiges Vorgehen. In einen Eimer kommt erst unten eine Schicht Eis, darauf die geschnittenen Reste. Dann wird zunächst mit kaltem Wasser etwas aufgefüllt. Dann kommt wieder eine Schicht Eis darauf und wieder wird etwas Wasser nachgefüllt. Wichtig ist, das immer alles möglichst kalt bleibt.

Wenn die Materialen fertig geschichtet sind, muss man die Mischung rühren, bis sich Schaum bildet. Dabei kann man ab und zu Eis nach kippen. Für das Rühren sollte man sich 20 – 30 Minuten Zeit nehmen. Weil das mit der Hand sehr anstrengend und langweilig wird, kann man auch einen elektrischen Schneebesen verwenden. Dabei aber immer Vorsichtig sein, denn das Pflanzenmaterial soll ja nicht gehäckselt werden und sich mit dem wertvollen Trichom-Staub mischen.

Nach dem ersten Durchgang kommt der Eimer für 20 Minuten in den Kühlschrank. Danach sollte man nochmal Eis nachschütten und wieder 20 Minuten rühren.

Nach einer weiteren Pause von 10 Minuten Ruhe, natürlich wieder im Kühlschrank, kann gerne noch einmal gerührt werden. Je länger man rührt, desto mehr löst sich.

Schließlich werden in einem zweiten Eimer die Siebbeutel ineinander angeordnet. Das feinste Sieb kommt ganz nach unten, da hinein die gröberen Siebe, so daß man die Mischung zuerst ins gröbste Sieb gießt. Wenn alles durchgelaufen ist, werden die Siebe getrennt auf vorbereitete Untersetzer gelegt. So kann man dann die Ernte mit einem Löffel oder einer Plastikkarte abkratzen von den Sieben , auf dem feinsten Sieb hat sich auch das feinste Produkt abgesetzt.

Iceolator ergibt sehr hochwertiges Hasch, vor allem wenn die Siebungen getrennt weiterverarbeitet werden, können es die hohen Qualitäten durchaus mit Trockensiebung aufnehmen. Der größte Vorteil aber ist, daß man den gesamten Wirkstoff der Pflanzen nahezu vollständig abernten kann.

Text: von Thomas Becker und dem Gärtner P.M.A

2 comments

  1. hi. so ein Scheiss! der Kübel muss Breiter sein. Diesen überspannt man mit einem extrem feinem Gewebe, (seide z.b). Dann werden die Hanfplanzen über diesem Kübel unter Plastik vom stengel geprügelt, mit Prügel.ohne berührung mit dem Gewebe! Dann den Kübel mit den Hanf resten Sanft kippen, auf einen weiteren vorbereiteten Kübel, etc. der Erste Kübel enthält jetz geringe mengen Hanfstaub. Sputink-Hasch ! Der 2te Kübel auf dem das Restmaterial liegt, sachte auf den nächsten Kübel geben, darin hat man jetzt Zero-Zero. die Dritte Prozedur das/der Hanf auf dem Kübel sachte Anklopfen, das gibt die Dritte quallität Primero. die Menge verdoppelt sich, bei jedem mal. Das gibt gutes Haschisch!
    Erfahrung soll euer lehrer/in sein !
    Have fun 🙂
    mfg

    • Lieber Paschupati!
      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Du beschreibst da sehr schön die traditionelle Methode der Trockensiebung, welche tatsächlich das beste aus den Pflanzen herausholt. Die erfordert leider sehr viel Rohmaterial und ist nur für Leute, die ein ganzes Feld von Hanf haben. Da wir in Nordeuropa aber meist nur ein Wohnzimmer oder manchmal nur einen Kleiderschrank voll Pflanzen besitzen, müssen wir etwas sparsamer vorgehen. Die Blüten werden daher selten ausgesiebt, stattdessen probiert man, den Wirkstoff aus dem Verschnitt zu extrahieren, Blätter und Stängel, die in Hanfproduzierenden Ländern wohl weggeworfen würden. Daher kann Wasserextraktion den Ertrag einer Kleinstproduktion schon ordentlich bereichern, fürs Trockensieben wäre da schlicht zu wenig Pflanzenmaterial vorhanden.
      Grüße
      TB

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*