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Vom Kiffer zum IS Jihadist! Haben wir das verdient?

Macht höchstens passiv militant aber nicht zum IS Jihadist
Macht höchstens passiv militant aber nicht zum IS Jihadist

Möge Hirn vom Himmel fallen - Doof, doofer am doofsten!

Geistige Diarrhoe ist nicht nur innerhalb der Gegenwart ein medialer Regelfall. Das ist doof, doofer am doofsten und deswegen sieht man noch hin! Jetzt kehrt Nils D. aus Dinslaken stammend, als ex IS Jihadist nach Deutschland zurück und konnte von Ermittlungsbehörden nicht zum ersten Mal gestellt werden. Der Mann hat bereits seine Erfahrungswerte mit der Polizei, er stand schon einige Male wegen Drogen vor dem Richter und hat auch schon gesessen. Aber dann endlich konnte Nils D. mit dem schlimmen Cannabis aufhören und bekannte sich zum IS, um hier als Jihadist Leute zu stellen, in den IS Knast zu bringen und dort zu bewachen. An den schönen Abenden unter freiem Himmel hat man sich gewiss aus dem Koran vorgelesen und die Sterne angeschaut. Da sieht man es am Einzelfall, dass man mit dem Drogenkonsum auch aufhören kann, man muss es nur wollen! Dann macht die ganze Müh der Verfolgungsorgane doch Hoffnung.

Auf die Frage in die Runde, ob man denn zum IS überlaufe, wenn einem das Kiffen verboten wird, war der IS unter Nicht- Muslimen nicht die gefragte terroristische Vereinigung!

Amphe, Koka, Alk und Weed – Der Kiffer eben

Möge Hirn vom Himmel fallen, wenn der Konsument von Amphetaminen, Kokain, Alkohol und auch für seinen Marihuanakonsum ein Kiffer ist. Dann war Nils D. vielleicht irgendwann mal ein Kiffer aber bei der Substanzpalette eben nicht mehr. Mit dieser Substanzpalette ist er Mischkonsument und kein Kiffer im eigentlichen Sinne, so wie es die Überschrift vom verlinkten Medienartikel verkauft. Möglicherweise hat Nils D. sich taktierend selber als Kiffer darstellt, um für sich vor Gericht gute Stimmung zu machen. Das Kiffen ist schuld daran, IS Jihadist geworden zu sein aber mit ner Drogentherapie kriegt man das wieder weg?

Und jeder, der eine Psychose hat und vorher mal irgendwann kiffte, hat eine Cannabis induzierte Psychose?

Aber wenn der IS Rückkehrer einst ein Kiffer war, lässt sich der Medienartikel besser verkaufen: „Sollte man Cannabis dann noch stärker verfolgen, wenn man davon zum IS Jihadist wird?“ Hätte man Nils D. einfach sein Leben gegönnt und nicht noch schwerer gemacht, als es für ihn bereits gewesen ist, hätte er vermutlich einfach weiter gekifft und sich den IS im Fernsehen angesehen ohne zum IS Jihadist zu werden. Wer jedoch vom System für die Auslebung des eigenen Privatlebens stigmatisiert und verfolgt wird, der ist tendenziell eher wütend und militant. Das soll nicht heißen, dass man sich Beschaffungskriminalität stillschweigend ansehen sollte. Aber das macht man auch nicht für sich selber im eigenen Privatleben!

Wer jedoch einen ausgeprägten Mischkonsum an den Tag legt, der kann doch nicht als Kiffer bezeichnet werden, sondern ist Mischkonsument, Drogenfreak, Politox oder sonst etwas. Wenn Nils D. auch Alkohol trank, warum lautet seine Aussage und die Überschrift im Onlineartikel von nordbayern.de nicht: IS-Rückkehrer aus Syrien: „Ich war ein Säufer“!

Vermutlich haben wir dafür sogar noch GEZalt oder kämpfen schon als IS Jihadist in Syrien!

Es wäre eigentlich gar nicht schlimm, dazu zu schreiben, dass Nils D. auch kiffte und dann mit allem aufhörte, um zum IS Jihadist zu werden. Es wäre auch nicht schlimm, wenn die Handtasche vom Asylanten geraubt wird und es dazu geschrieben wird, wenn nicht dann alle anderen Asylbewerber wegen ein paar Einzelfällen ebenfalls den kriminellen Stempel auf die Stirn gedrückt bekommen würden. Nur weil ich etwas bin oder mache kann ich doch nicht mit allen anderen, bei denen sich dieser Punkt überschneidet, in der gleichen Schublade landen!

Besser militant bekifft und nicht militant daneben als IS Jihadist

Besser militant bekifft und nicht militant daneben als IS Jihadist

Doof genug, um gelesen zu werden – Mit Cannabis zum IS Jihadist

In der Welt mit Politik, Wirtschaft, Kultur, Umwelt und und und passiert derart viel, dass man mit 24 Stunden täglichem Zeitung lesen kaum alles wüsste oder objektiv informiert wäre, um sich ein weltumfassendes Bild machen zu können. Das führt in das Desinteresse, weil man trotzdem, sich in einem Thema einzulesen, noch immer nicht alles dazu weiß oder viel machen kann. Wer sich nicht persönlich angesprochen fühlt, der schaut nicht mehr hin. Deswegen arbeiten Medien schon aus dem Affekt mit Schockbildern, Schock- Überschriften, Klischeebildern und sprechen niedere Instinkte an. Ist es dann endlich dumm genug, schauen die Leute wieder oberflächlich hin und lassen sich dabei leider kanalisieren. Oder wie funktioniert der US Wahlkampf jedes Mal aufs neue?

Wenn der Kiffer zum IS überläuft, um als Jihadist zu kämpfen, dann ist der nötige Grad an doofsein erreicht, damit der Artikel wieder gelesen wird. Diese Oberflächlichkeit, sich durch derartige auf Umsatz ausgerichtete Medienberichte in die eine oder andere Richtung scheuchen zu lassen, ist leider extrem gefährlich und sehr kontraproduktiv. Man erinnere an Anschlägen im EU Raum durch den IS. Schon flogen sie los und säen mit Bomben immer mehr Jihadisten, von denen ab und an auch mal einer innerhalb der EU Unfug treibt. Dabei stammen viele der Attentäter in Syrien oder auch innerhalb der EU eben aus diesem EU Raum, da sie aufgrund dieser Medienberichte und der damit entstehenden Stimmung radikalisiert werden!

Aber immerhin ist der abstinente Lebenswandel in einem neuen Umfeld schon mal ein Erfolg für die Prohibition, die sich jetzt gewiss bestätigt sieht!

One comment

  1. Oder die Alternative zum kiffen wäre zu Isis zu gehen um dort keine Droge, egal welche, zu konsumieren. Na dann doch lieber weiter kiffen.

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