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Düngerarten für den Marihuanaanbau

Nicht zu viel Guanokalong verwenden
Nicht zu viel Guanokalong verwenden

Langzeitdünger

Immer wieder wird von Langzeitdüngern gesprochen. Diese Düngerarten befinden sich in einem Zustand, in dem sie von den Bodenbakterien noch umgewandelt werden müssen, damit sie für die Pflanzen verfügbar werden. Deswegen werden die Nährstoffe sehr langsam und zudem gleichmäßig abgegeben. Die Pflanzen wurden auf lange Sicht gedüngt.

Für den Indooranbau, bei dem man zur Ernte keine Nährstoffe im Boden möchte und diesen nach der Ernte möglicherweise sogar entsorgt, macht ein Langzeitdünger nicht viel Sinn. Mit Guanokalong (Fledermauskot) hat sich dennoch ein Langzeitdünger im Growshop etabliert, der dem Boden beim Einpflanzen zugefügt wird. Dieser Guanokalong wird auch von vielen Leuten sehr erfolgreich verwendet. Inzwischen gibt es auch gießbare Varianten. Die NPK Verteilung ist mit 1-10-1 jedoch alles andere als ausgewogen, womit Guanokalong sich eher als eine Komponente für den Anbau auf Erde eignet.

Gefahren vom Langzeitdünger

Wenn nur einmal auf lange Sicht und dafür mehr gedüngt wird, hat man die Wurzeln vielleicht schneller verbrannt. Zu viel Dünger „verbrennt“ die Wurzeln, so die gängige Fachsprache. Deswegen sollte der Langzeitdünger Indoor immer sehr vorsichtig angewendet werden. Auch für Outdoor oder das Glashaus sollte der Grower wissen, dass ein scharfer Langzeitdünger im Übermaß die Wurzeln verbrennt und die Pflanzen tötet. Outdoor oder im Glashaus werden jedoch gerne Langzeitdünger verwendet, um nicht ständig mit dem Wässern Nährstofflösung geben zu müssen. Guter Boden kann den Dünger auch besser einbetten und langsam wieder abgeben als Cocos oder Steinwolle. Outdoor und im Glashaus sind auch ganz andere Erdmengen zum Einbetten der Nährstoffe verfügbar als Indoor.

Bio- und Naturdünger?

Es gibt inzwischen einige Bio- Düngerprodukte. Es muss sich dabei nicht um Tierkot handeln, auch aus Pflanzen und Pflanzenresten kann Dünger hergestellt werden. Das beste Beispiel ist Kompost.

Diese Bio- Düngerarten können je nach Hersteller eine ganz unterschiedliche Qualität mit bringen. Einige lassen die Flaschen platzen und stinken wirklich nach benutzter Kanalisation. Man sollte deswegen vielleicht erst einmal einige Produkte miteinander vergleichen. Diese Biodünger können durchaus von guter Qualität sein und haben bereits viele Anhänger gefunden. Viele erklären, der Blütengeschmack würde profitieren. Andere erklären, dass Bioprodukte quatsch sind.

Man kann natürlich auch im Garten eigenen Kompost ansetzen. Wenn ganz gezielt Pferdemist und Pflanzenabfälle gemischt werden, kann sogar Einfluss auf die spätere Nährstoffzusammensetzung genommen werden.

Besonders gefragt ist Wurmdung und mit der eigenen Wurmfarm kann er selber hergestellt werden. Wer seine Erde mit eigenem Kompost oder Wurmdung ansetzt, sollte sich für die Indoor Anlage jedoch fragen, wie viele Schädlinge und Krankheitserreger er sich mit einschleppt. Beim Erhitzen vom Material werden alle wertvollen Bakterien absterben. Kaufen könnte also für Indoor die bessere Strategie sein.

Die Düngerarten sollen auch zum Boden passen

Die Düngerarten sollen auch zum Boden passen

Eingeschleppte Schädlinge und Krankheiten

Genau wegen diesem Risiko mit Schädlingen und Krankheitserregern wird hier sogar dazu geraten, für den Indoor Anbau nicht einmal die Erde aus dem Garten zu verwenden oder beizumischen. Für Indoor sollte gute Erde und guter Dünger und auch guter Wurmdung aus dem Handel gekauft werden, um diese Risiken zu mindern. Das ist letztendlich günstiger und erfolgreicher, als eingeschleppte Schädlinge und Krankheiten zu bekämpfen.

Für Outdoor oder das Glashaus ist das hingegen etwas anderes. Wer kann, sollte hier einfach seinen Kompost und Wurmmist verwenden. Mit diesen Düngerarten werden die meisten beim Outdoor- und im Glashausanbau nicht viel verkehrt machen. Kompost und Wurmdung sind nicht scharf und die Pflanzen können selbst große Mengen davon verkraften. Der Kompost soll aber nicht halbreif sondern reif sein. Wer ihn dieses Jahr ansetzt, sollte bis zum nächsten Jahr warten und ihn vor der Verwendung sieben.

Welche Düngerarten gibt es sonst noch?

Die Liste der Düngerarten ließe sich fortsetzen sowie sich zu jedem der Punkte ein halbes Buch schreiben lässt. Man kann seinen Dünger für Erde sogar aus Blutmehl, Knochenmehl und Fischmehl selber anmischen, es gibt hier wirklich sehr viele Möglichkeiten. Viele Grundkomponenten werden auch aus fossilen oder sonstigen Bodenschätzen gewonnen. Neben den Nährstoffdüngern gibt es für den Gemüsegarten oder das Feld noch Dolomitkalk oder anderen Dünger wie Eisendünger, bei dem es um den pH-Wert und die Spurenelemente geht. Häufig werden spezielle Mängel in den Böden gezielt behoben. In den falschen Situationen können diese Spezialdünger schaden.

Zur Situation die richtigen Düngerarten zu wählen und auch richtig anzuwenden ist immer entscheidend für den Erfolg. Auch für Outdoor sollte ein Gemüse und kein Rasendünger eingesetzt werden.

Selber alles aus Grundkomponenten anmischen? Warum so kompliziert, wenn es gute Vollkomponentendünger gibt? Wer mit den Dosierungen nicht völlig daneben liegt, kann kaum noch etwas falsch machen.

Fotoinfos

Titelfoto:

Guanokalong ist gereifter Fledermauskot. Dieser hat einen sehr hohen Phosphoranteil. Währen der Blüte wird die Pflanze mehr Phosphor benötigen. Guanokalong wird als Trockendünger der Erde beim Umtopfen der Jungpflanzen bei gegeben und kann durch diese über Wochen aufgenommen werden. Es darf nicht zu viel gegeben werden. Um einem Überdüngen entgegen zu wirken, können einige Guanokalong Düngerpräparate dem Gießwasser zugegeben werden. Wer die ganze Zeit mit Nährstofflösung gießt, kann exakter düngen und einem Überdüngen leichter entgegen wirken.

Foto im Artikel:

Die im Handel erhältliche Growerde ist häufig bereits vorgedüngt. Dabei bieten einige Hersteller auch den Lieghtmix, der für junge oder empfindliche Pflanzen besser ist. Er ist zudem eine gute Wahl, wenn von Anfang an ständig mit einer Nährstofflösung gewässert wird, um einer Überdüngung entgegen zu wirken. Saaterde wird sogar noch weniger gedüngt, da die Samen durch zu viel Dünger noch leichter Schaden nehmen oder gar nicht erst keimen.

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