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Selber Stecklinge schneiden - Fazit

Auf der Suche nach einer guten Mutterpflanze
Auf der Suche nach einer guten Mutterpflanze

Mit dem Wissen stellt sich der Erfolg ein

Wer selber Stecklinge schneiden und bewurzeln möchte, der braucht somit nicht allein ein paar kräftige Mutterpflanzen. Zudem braucht man einen Raum mit stabilem Klima oder einen kleinen Raum, in dem man das Klima anpassen kann. Wenn die Luft zu trocken ist, dann wird ein Ultraschallbefeuchter eingesetzt. So sollten die Stecklinge mit hoher Quote wurzeln. In einem zu großen Raum können Kammern oder Growzelte für eine schnelle Unterteilung sorgen.

Ein 2000 Watt Radiator ist natürlich ungeeignet, um damit 2 m³ zu beheizen, man würde den ganzen Vorraum heizen. Ist der Vorraum zu groß, sollte ein Teil davon abgetrennt werden, in dem dann das Growzelt steht. Die Abtrennung sollte natürlich nicht schimmeln oder Schädlinge anziehen, muss aber nicht stabil sein oder die besten Dämmwerte haben. Es kann z.B. ein Kellerraum, eine Scheune, ein Gästezimmer oder anderer Raum mit stabilen Temperaturen sein. Diese klimatisch möglichst stabilen Räumlichkeiten in den Klimawerten noch etwas anzupassen ist weniger das Problem, als wenn die Klimawerte ständig stark schwanken. Nicht isolierte Dachböden gehen deswegen nicht ohne noch an der Dämmung zu arbeiten.

Wer selber Stecklinge schneiden möchte, sollte bedenken, dass es Genetiken gibt, die angeblich bereits nach nur fünf Tagen Wurzeln haben. Wenn es bis zu zwei Wochen und für die Nachzügler bis zu drei Wochen dauert, ist das aber auch noch normal. Die Stecklinge müssen natürlich wenigstens 18 Stunden Licht am Tag haben, damit sie nicht blühen. Die Luft sollte bei der Feuchtigkeit nicht stehen, da es dann schnell zu Schimmelproblemen kommen kann. Es wäre gut, wenn die Luft sich ein wenig umwälzt oder umgewälzt wird. Im Badezimmer kann einfach der Badezimmerlüfter durchlaufen.

Selber Stecklinge schneiden bei zu viel Luftfeuchtigkeit

Es gibt ein gewisses Problem von zu hoher Feuchtigkeit beim selber Stecklinge schneiden. Wenn die ungewurzelten Stecklinge ununterbrochen in sehr feuchter Luft stehen müssen und sich ein Kondenströpfen auf der Triebspitze oder in der Blattachsel bildet, dann entstehen Fäulnis und Schimmel. Das Resultat ist, dass die Triebspitzen an diesen Stellen vergammeln und ohne diese kann der Steckling natürlich nicht wachsen. Wenn dieses Problem auftaucht, dann sollte die Luftfeuchtigkeit soweit reduziert werden, dass es nicht noch schlimmer wird. Wenn man die Luftfeuchtigkeit über Stufen auf 60% senken kann, dann sollten die noch nicht betroffenen Stecklinge noch zu retten lassen. Die Stecklinge gewöhnen sich an die trockenere Luft und wurzeln weiter. Weiterhin kann natürlich auch die Dunsthaube mehrfach am Tag gelüftet werden. Wenn die Stecklinge im offenen Raum stehen, sollte dieser mehrfach am Tag gelüftet werden, wenn die ersten Spitzen mit dem Vergammeln beginnen.

Nach dem Schneiden alle paar Stunden kontrollieren

Wer seine Stecklinge geschnitten hat, der sollte diese einige Stunden im klimatisierten Raum stehen lassen und dann nachsehen, dass alles noch im grünen Bereich ist. Manchmal stimmt die Luftfeuchtigkeit doch noch nicht. Wenn man selber Stecklinge schneidet und danach nicht kontrolliert, kann man drohende Ausfälle nicht vermeiden. Wenn einige Stecklinge die Blätter hängen lassen, dann muss die Luft befeuchtet werden oder die Steinwolle muss an den Stiel gedrückt werden. Das sollte dann auch umgehend passieren und nicht Tage später. Deswegen macht es Sinn, die ersten 48 Stunden nach dem Schnitt mehrfach täglich alles zu kontrollieren.

Wer im Ultraschallbefeuchter nicht soviel Wasser verbrauchen möchte, der kann die Luftbefeuchtung alle zwei Tage ein klein wenig runter drehen, die Stecklinge gewöhnen sich an die trockenere Luft. Die Luft soll dennoch nicht trockener als 60%, ab dem Jungpflanzenalter nicht trockener als 50% werden. Der Ultraschallbefeuchter soll mit seinem Nebel natürlich nicht den ganzen Raum sondern vor allem die Stecklinge erreichen. Vor dem Einpflanzen sollte die Luft ohnehin etwas trockener werden, damit die Stecklinge sich daran gewöhnen können, dass diese nach dem Einpflanzen nicht mehr so stark befeuchtet wird. Sonst lassen sie direkt nach dem Einpflanzen oft die Blätter hängen und Ausfälle drohen.

Wer selber Stecklinge schneiden will braucht Mutterpflanzen

Wer selber Stecklinge schneiden will braucht Mutterpflanzen

Persönliche Ergänzungen

Mehrfach selber Stecklinge schneiden lässt viel Erfahrung zurück: Die Steinwollblöcke stehen in einem Plastiktablett, gegen das die Wurzeln wachsen ohne dabei auszutrocknen. Wenn man aber mit Jiffys arbeitet, dann wachsen die Wurzeln natürlich aus diesen heraus und vertrocknen. Deswegen schadet es nicht, wenn man die Jiffys in etwas feuchtem Cocos einlässt, damit die Wurzeln erst einmal in dieses wachsen können, damit sie keinen Schaden nehmen. Und ganz wichtig ist, dass man darauf achtet, dass die Stecklinge in der Steinwolle oder dem Cocos nicht austrockenen. Hier werden die gewurzelten und somit stärker Wasser ziehenden und schon wachsenden Stecklinge tendenziell zuerst trocken.

Die Ungewurzelten sollen aber noch nicht gewässert werden, um mehr Luft im Wuchsmedium zu haben. Somit können die ungewurzelten und gewurzelten Stecklinge gut zueinander sortiert werden, um diese getrennt zu wässern. Genauer gesagt werden die leichter werdenden Steinwollwürfel zueinander sortiert und häufiger gewässert. Wenn mit Steinwollwürfeln gearbeitet wird, kann einfach das ganze Tablett in einer Wanne gebadet werden. Das beschleunigt die Prozedur enorm.

Für die Steinwollwürfel gibt es verschiedene Plastiktabletts. Einige haben unten im Boden große, runde Löcher. Hier wachsen die Wurzeln in der Luft weiter und brechen beim Hantieren groß ab. Deswegen wurden die Tabletts mit kleineren Löchern bevorzugt. Nicht einmal die Wurzelspitzen dürfen der Staunässe ausgesetzt werden, deswegen darf in den Propagatoren keine Wasserpfütze stehen bleiben. Deswegen der bereits genannte Gedanke mit dem feuchten Fließ, welches in dem Propagator die Luftfeuchtigkeit hebt und die Pfützenbildung dennoch vermeidet. Dieses darf natürlich nicht schimmeln oder gammeln.

Wer sich genau an diese Anleitung hält und seinen Raum in der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit klimatisieren kann, der sollte sogar mit dem ersten Versuch nach etwa 14 Tagen die ersten gewurzelten Stecklinge haben. Da diese immer unterschiedlich schnell wurzeln, sollten gleich doppelt so viele genommen werden, wie benötigt werden, um einen gleichmäßigen Schwung Jungpflanzen für die Blüte zu haben. Die übrig gebliebenen Stecklinge können ein klein wenig wachsen und dann erneut als Stecklinge geschnitten werden. Sie werden einfach abgetrennt und in frische Steinwolle gesetzt. Es lassen sich auch neue Mutterpflanzen ziehen oder sie können verschenkt werden, wenn man Leute kennt, denen getraut werden kann.

Fotoinfos

Titelfoto:

Hier sind zwei junge Test- Mutterpflanzen zu sehen. Aus besagten 5 weiblichen Hanfsamen aus der eigenen Ernte wurde zum Zeitvertreib eine zweite Mutterpflanzengenetik selektiert. Links im Bild ist das Stein Schlag, rechts die V als die in Frage kommenden Pflanzen. Die anderen schmeckten und wirkten nicht genügend gut. Es ist deutlich zu sehen, dass das Stein Schlag gedrungener wächst und die Fläche besser mit Grün ausfüllt. Die V wächst mit dünnen Stielen, die sich schon fast selber nicht mehr tragen wollen und der Wuchs ist insgesamt luftig.

Da kleine und kompakte Mutterpflanzen vorteilig sind und da die V mit zunehmender Größe nicht einmal mehr ohne Stütze stehen würde, viel die Entscheidung auch deswegen auf das Stein Schlag. Der Wuchs der Vorblüte spiegelt in diesem Fall ein wenig den Wuchs der Blüte wieder. Diese Wuchseigenschaften beider Phasen müssen aber nicht immer so eindeutig zusammen liegen. Es gibt auch Genetiken, die in der Vorblüte recht mäßig wachsen und in der Blüte regelrecht explodieren. Andere Genetiken, die in der Vorblüte recht gut wachsen, gewinnen in der Blüte kaum noch an Höhe und Breite hinzu. Beim Weed ist alles möglich aber leider vieles noch nicht erlaubt.

Foto im Artikel:

Die kleinen Saatpflänzchen sind zwei Wochen alt, sie haben bereits gut gewurzelt und werden jetzt damit beginnen, mit jedem Tag deutlich zu wachsen, jetzt geht es richtig los. Aber noch ist unklar, ob sie überhaupt weiblich blühen werden, ob ihre Wuchseigenschaften homogen sind oder ihr Marihuana hinterher gut schmeckt. Es handelt sich um reguläre Marihuanasamen und die Planungssicherheit ist hier nicht gegeben. Deswegen können besser feminisierte Marihuanaseeds oder gute Stecklinge eingesetzt werden, wenn mit sehr stabilen Ergebnissen gearbeitet werden soll. Mit feminisierten Seeds kann auf die eigenen Mutterpflanzen verzichtet werden. Es wird Platz, Strom, Arbeit und Geld gespart, man ist dadurch zugleich unabhängiger.

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