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Theoretische Gedanken zum Marihuana Fermentieren

Chlorophyll gewinnt Energie für das Wachstum, schmeckt jedoch nicht
Chlorophyll gewinnt Energie für das Wachstum, schmeckt jedoch nicht

Es bestehen zum Fermentieren keine praktischen Erfahrungen

Viele Leute wollen ihr Gras fermentieren und deswegen wird das hier noch etwas genauer angeschnitten. Vorab wird jedoch ganz deutlich erklärt, dass keine praktischen Erfahrungen zum gezielten Fermentieren bestehen und es immer erst einmal mit kleinen Mengen probiert werden sollte, nachdem man sich an anderem Ort weitere Informationen beschaffte. Dabei sollte man unabhängig zum Fermentieren immer selber ein wenig denken können, da sehr viel geistiger Schwund von Ohr zu Ohr getragen und teils von Massen geglaubt wird.

Aufgrund der eigenen guten Lagerung (In den PVC Doppelmuffen mit Blindstopfen oder mit ganz geringer Restfeuchtigkeit im Plastikbeutel bei ca. 20° Celsius im Dunklen.) kann es sein, dass unbeabsichtigt eine minimale Fermentation einsetzte, es hat sich eigentlich niemand über einen massiv grünen Geschmack beschwert. Deswegen wurde wegen der Gefahren und des geringen Gewichtsverlustes nicht wirklich eine Fermentation mit täglichen Kontrollen in Erwägung gezogen. Fermentieren kann man das Weed im Übrigen auch selber, ohne es selber anzubauen.

Es gibt neben den hier aufgeführten drei Möglichkeiten vermutlich weitere Methoden zum Fermentieren. Es gibt die Fermentation mit Wasser, an der Luft oder im Beutel. Man sollte sich bei jeder der Techniken immer bewusst sein, dass bei falscher Anwendung auch mal alles weggeworfen werden kann und man selbst mit Erfahrung vielleicht doch mal einen Schwung ruiniert. Außerdem geht ein klein wenig Gewicht verloren. Wer sein Marihuana bereits gut findet, kann deswegen getrost auf das Fermentieren verzichten. Dieses wäre z.B. auch für das Backen oder für die Verarbeitung zu Pflegeprodukten nicht notwendig, da man es dann nicht inhaliert und es somit nicht kratzig grün schmeckt. Auch mit anderen Rauchtechniken wird grünes Marihuana etwas weniger grün schmecken.

Sollte beim Fermentieren doch mal Schimmel, Gammel oder ein anderes Problem eintreten, sollte alles entsorgt werden, um nicht die eigene Gesundheit zu gefährden.

Fermentieren – Die Wassermethode

Bei der Wassermethode wird das Gras einfach in Wasser gegeben, dieses wird jeden Tag erneuert und das Chlorophyll in den Blüten löst sich dabei auf. Der Wassereimer soll natürlich im Dunklen stehen und nicht zu kalt oder warm werden. Das dabei Geruch auftritt, ist normal, die Arbeit wird von Bakterien gemacht, die sich von selber bilden. Das Gras wird dabei dann bräunlich und kann anschließend getrocknet werden. Es sollte nun wirklich sehr mild sein. Das Wasser soll natürlich von guter Qualität sein, es kann zur Sicherheit destilliertes Wasser genutzt werden. Über die genaue Dauer, die Temperaturen und sonstige Feinheiten konnte jedoch nichts genaueres in Erfahrung gebracht werden.

Fermentieren durch Luftfeuchtigkeit

Es gibt auch die Möglichkeit, dass man eine Holzkiste baut, in der das Gras aufgehangen wird. In dieser Holzkiste soll es warm, aber nicht zu warm und feucht sein, sie sollte einigermaßen luftdicht sein. Die Feuchtigkeit für das Fermentieren kann durch ein feuchtes Tuch gewährt werden. Anstelle der Holzkiste kann auch ein großer Pappkarton gewählt werden. Natürlich muss das Gras im Dunklen fermentieren. Die Blüten sollten schon recht trocken sein. Durch dieses Vorgehen soll ebenfalls das Chlorophyll abgebaut werden. Es ist anzuraten, dass man jeden Tag auf Schimmel und auf fauligen Geruch kontrolliert und die Fermentation somit rechtzeitig abbrechen kann. Vermutlich ist das tägliche mehrminütige Lüften genau wie bei der „Einmachglas“ Methode sogar notwendig, da es sonst zwangsläufig Schimmel und Gammel gibt.

Diese Technik könnte sich auch als „langsames Nachtrocknen“ umschreiben lassen.

Fermentieren in der Plastiktüte

Die vermutlich einfachste Technik zum Fermentieren wäre die Methode mit der Plastiktüte. Das bereits trockene und zwar im Beutel trocken bleibende Gras wird in einen Plastikbeutel mit ca. vier Prozent Wasser gegeben, mehr sollte nicht notwendig sein. Das Wasser zieht von alleine in das Weed. Nun wird alle Luft aus dem Beutel gepresst und dieser wird verschlossen. Er sollte sich nun möglichst unter leichtem Druck an einem warmen Ort befinden, z.B. unter der Matratze.

Die Fermentation kann einige Wochen dauern. Das Gras wird ein wenig pappig, aber nicht so stark, dass es verfault oder verschimmelt. Es bilden sich Bakterien und diese zersetzen das Chlorophyll. Es soll jeden Tag kurz geschaut werden, dass nicht alles vergammelt, es ist nach dem 5 bis 15 Minütigen Lüften aber wieder alle Luft heraus zu pressen und der Beutel soll unter etwas Druck an einem warmen Ort verstaut werden. Das regelmäßige Lüften wird sogar notwendig sein, damit es nicht doch gammelt. Diese Methode wird abgewandelt auch in Erdhaufen verwendet und wurde vermutlich auch hier erst entwickelt.

Es kann aber, wie bereits beschrieben, auch in der Plastiktüte, dem Einmachglas oder der Tupperbox ohne den Druck, ohne Lichteinfall und mit Restluft bei Raumtemperaturen fermentiert werden. Bei der Technik in der Holzkiste mit feuchtem Handtuch ist immerhin auch viel Luft vorhanden. Das tägliche Lüften, teils das mehrfach tägliche Lüften, scheint für den Erfolg allerdings generell ausschlaggebend zu sein. Wer über Monate im Einmachglas fermentieren möchte und es wird doch zu trocken, der kann natürlich auch wieder ein paar Wassertropfen hinzugeben. Im Handel sind möglicherweise auch einige gute Fermentatoren zu haben, es gibt dann aber gewiss die einen und die besseren Geräte.

Marihuana Fermentieren muss bei diesen Blüten nicht wirklich sein

Marihuana Fermentieren muss bei diesen Blüten nicht wirklich sein

Abschließend zum Fermentieren

Für all diese Fermentationsmethoden kann keine Garantie übernommen werden, dass sie bei jedem funktionieren. Am plausibelsten und einfachsten hört sich die dritte Methode an. Wie man sich auch entscheidet, es kann einfach alles zuerst mit trockenem Laub versucht werden, welches dann als Tabakersatz genutzt werden kann. Wenn das sehr sicher und gut gelingt, kann mit einer kleinen Blütenmenge begonnen werden. Vieles muss eben nicht nur gelesen sondern erst ein paar mal probiert werden! Wenn es mit dem trockenen Hauptlaub oder den Blütenblättern geklappt hat und diese schön bräunlich geworden sind ohne zu verschimmeln, dann sollte es auch mit den Blüten klappen. Es scheint eben auch so zu sein, dass jeder seine eigene Technik zum Fermentieren hat und es selten genaue Anleitungen dazu zu gibt.

Die Wasser Fermentation sollte wirklich erst mit Laub probiert werden, das Wasser ist jeden Tag zu wechseln, der Eimer sollte dunkel stehen und es sollte eine normale Zimmertemperatur vorhanden sein. Das mit der Holzkiste wurde aus dem Internet übernommen und dort findet sich bekanntlicher Weise viel Schwund, die Beschreibung war recht dürftig. Aber wenn die Blüten im Dunkeln bei guter Zimmertemperatur im feuchter Luft hängen, dann werden sie schon fermentieren, wenn täglich gelüftet wird. Die Gefahr ist hier aber wirklich groß, dass die Blüten faulen oder schimmeln und deswegen sollte man es besonders vorsichtig probieren.

Wenn das Pflanzenmaterial langsam trockener wird

Solange die Blüten noch feucht sind (gilt auch für die dritte Technik) muss natürlich intensiver und häufiger gelüftet und gewendet werden. Bei der dritten Methode ist es so, dass ein Trick angewendet wird: Das Gras ist bereits richtig trocken gewesen, so dass es auch im Beutel nicht wieder pappig wird. Jetzt wird nur soviel Wasser zugegeben, dass dieses noch nicht reicht, dass es direkt fault oder schimmelt und so kann die Fermentierung sicher voranschreiten. Dennoch muss täglich mehrfach kurz gelüftet werden. Es gibt allerdings auch genug Grower, die ihre Blüten nicht komplett durchtrocknen und nach „Augenmaß“ mit dem Fermentieren beginnen.

Zur Info:

Selbst Tabak wird in der Produktionskette fermentiert und muss nach gewissen Kriterien reifen, bevor man ihn rauchen würde. Da viele Menschen noch Tabak anbauen und verarbeiten, finden sich dank Google auch mit „Tabak fermentieren“ einige Anleitungen, wobei Tabakblätter anders als Marihuanablüten sind und man es nicht 1 zu 1 übernehmen kann.

Fotoinfos

Titelfoto:

Chlorophyll ist das grün in dieser Pflanze, es schmeckt nicht. Der Grower könnte natürlich auch Pflanzen mit weniger Chlorophyll züchten und anbauen, die blasser erscheinen und angenehmer zu rauchen sind. Oder man würde in den letzten 14 Tagen mit weniger Licht arbeiten, um blasse Pflanzen zu ernten. Der Konsument hätte jedoch nicht viel zum Rauchen oder viel Freude beim konsumieren, da die ganze Energie für das Wachstum und die Wirkstoffproduktion mit dem Chlorophyll erst gewonnen wird. Man kann Marihuana fermentieren, um dieses schlecht schmeckende grüne Chlorophyll mit Bakterien abzubauen. Dann lässt sich nicht nur Marihuana angenehmer und milder rauchen, sondern auch Tabakersatz.

Foto im Artikel:

Marihuana Fermentieren soll das Chlorophyll abbauen, damit es besser schmeckt. Dabei wird das Gewicht etwas abnehmen. Bei nicht sachgemäßer Fermentierung ruiniert man die Blüten. Zudem dauert das Fermentieren auch seine Zeit und in dieser gäbe es mehr Material, welches einem durch „Diebe“ abgenommen werden könnte. Deswegen sollte man das Fermentieren lassen oder sich die richtige Technik mit kleinen Mengen erst einmal aneignen. Zum Testen muss man nicht unbedingt potente Marihuanablüten verwenden.

Die Blüten im Bild sind von guter Qualität. Allein damit, dass für die gleiche Wirkung weniger geraucht wird, macht das Konsumieren schon angenehmer. Hier wäre ein Fermentieren nicht so wichtig wie bei manch anderen Marihuanablüten.

 

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