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Schamanenpflanzen

Heimische Ethnobotanik # 6 - Die Gemeine Fichte

Fichtenzweig

Passend zur Weihnachtszeit beschäftigt sich der sechste Teil der Serie „Heimische Ethnobotanik“ mit der allseits bekannten Konifere Picea abies, die neben der Blau-Fichte (Picea pungens), der Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana) und einigen anderen Nadelholzgewächsen zu den beliebtesten Weihnachtsbäumen gehört. Ein Blick auf die Kulturgeschichte dieser Pflanze verrät jedoch, dass sich ihr dokumentierter Gebrauch nicht nur auf einen Einsatz als Weihnachtsbaum beschränkt. ...

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Heimische Ethnobotanik # 5 - Das Johanniskraut

Eine Pflanze, die aufgrund ihrer kulturhistorischen Relevanz in der Artikelserie „Heimische Ethnobotanik“ nicht fehlen sollte, ist das Johanniskraut (Hypericum perforatum). Schon lange gilt dieses Gewächs als hervorragende Heil- und Ritualpflanze und wird seit jeher entsprechend verwendet, beispielsweise als antidepressiv wirkendes Psychoaktivum, als Schmerzmittel oder in der Darreichung eines magischen Räucherwerks. Doch nicht nur damals, sondern auch heutzutage erfreut sich das ...

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Der abendländische Lebensbaum - Eine thujonhaltige Heckenpflanze mit Tradition

Den meisten Personen ist die Konifere Thuja occidentalis ausschließlich als blickdichte Heckenpflanze bekannt. Nur die Wenigsten wissen, dass diese Pflanze - die vermutlich in jedem dritten Garten als Sichtschutz fungiert - in Europa auch von ethnobotanischer Relevanz ist, beispielsweise als rituelles Räucherwerk, Heilmittel oder als Symbol für Lebenskraft und die Sehnsucht nach dem ewigen Leben - daher auch der Trivialname ...

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Sinicuichi - Der „Sonnenöffner”

Sinicuichi 2

Heimia salicifolia ist eine psychoaktive Pflanze aus der Familie der Weiderichgewächse, deren botanische Heimat in Mittel- und Südamerika liegt. Von ethnopharmakologischer Relevanz ist Sinicuichi in erster Linie in Form eines geistbewegenden Tranks, der im alten Mexiko - aufgrund seiner gedächtnisanregenden Wirkung - als schamanisches Werkzeug eingesetzt wurde. Daneben hat Sinicuichi ein beruhigendes und leicht euphorisierendes Wirkverhalten und kann, abhängig der ...

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Die Eibe

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Taxus baccata - Ein psychoaktives Zaubergewächs der Kelten Die Eibe ist eine heimische Zauberpflanze, deren ethnorituelle Relevanz in Europa viele Jahrtausende zurückverfolgt werden kann. Man kann sagen, dass die Eibe zu den ureuropäischen Schamanenpflanzen gehört, wobei sie für unsere nordischen Vorfahren - als der sogenannte Weltenbaum - sogar eine der heiligsten Pflanzen von allen gewesen ist. Daneben fasziniert die Eibe ...

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Der Beifuß - Eine uralte Ritual- und Zauberpflanze

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Artemisia vulgaris gehört zu den ältesten Schamanenpflanzen Europas. So alt wie die magische Praxis des Räucherns ist, so alt ist auch die rituelle Verwendung des Beifußes - nachweislich seit der Steinzeit. Räucherungen mit diesem Korbblütler wirken reinigend, „kopföffnend“ und helfen dabei einen sakralen Raum zu schaffen. Besonders für schamanische oder psychonautische Rituale sowie zur Meditation ist der Beifuß deshalb ein ...

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Die Tabakpflanze - ein altes Schamanengewächs

Tabakfeld

Die Tabakpflanze gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. In unserem Kulturraum wurde die Tabakpflanze im 15. Jahrhundert eingeführt, und zunächst als Zierpflanze für Gärten verwendet. Die Tabakpflanze produziert das Nikotin, eines der giftigsten Pflanzenwirkstoffe überhaupt und wurde schnell als Medizin und als nützlicher Wirkstoff in Medikamenten entdeckt. Die Tabakpflanze gehört zu den Nachschattengewächsen, die eng mit der Tollkirsche und ...

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Die Tollkirsche

Tollkirsche am Strauch

Die Atropa Belladonna oder auch die Tollkirsche ist eine der ältesten Schamanenpflanzen. Sie gehört zu den giftigsten Pflanzen im europäischen Gebiet und wurde schon früh für unterschiedliche Zwecke genutzt. Der Geschmack der Tollkirsche ist etwas süß und lässt weder vom Geschmack vom Geruch auf eine giftige Pflanze schließen. Das Verschlucken einer einzigen Beere kann aber zum Beispiel bei einem Kind ...

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Schamanismus, der Kultursprung der menschlichen Evolution


Bevor sich die heutigen oder auch einige der bereits vergangenen Religionen gebildet haben, gab es Naturreligionen auf der ganzen Welt, die einander ähnelten. Dieses lässt sich darauf zurück führen, dass auf der ganzen Welt, abgesehen von den Polen und den Ozeanen, Pilze und andere Pflanzen gedeihen, die ähnliche Wirkstoffe enthalten. Hierbei spielen psychedelische Pilze und Nachtschattengewächse eine tragende Rolle. All diese Natur- Religions- Kulte sind praktisch auf die Wirkungen dieser psychedelischen Pilze und Nachtschattengewächse zurück zu führen, die der Mensch vermutlich bereits nutzte, bevor er das Feuer oder Pfeil und Bogen entdeckte. Wann genau Entdeckungen und Ereignisse vor der Entdeckung der Schrift stattfanden und ob nur an einem Ort oder flächendeckend, lässt sich nur erahnen. Jedoch hat sich dieser Schamanismus und Naturkult weltweit verbreitet oder unabhängig zueinander entwickelt. Vermutlich hat dieser frühzeitliche, teils vielleicht sogar zufällige, Drogenkonsum dazu beigetragen, dass der Mensch sich eben zu dem Menschen mit seinen heutigen Fähigkeiten entwickeln konnte.


Der Unterschied zum Drogenkonsum


Unter den Schamanenpflanzen sind sehr viele zu nennen, die das Bewusstsein des Menschen erheblich erweitern können. Dieses ist häufig nicht einmal angenehm sondern sogar sehr unangenehm. Mit dem dabei erreichten Bewusstsein will der Schamane jedoch nicht einfach high sein und sich gut fühlen, er will spirituelle Reisen antreten und seinen Horizont erweitern. Er sucht die Ordnung in der Welt, die er auch durch die Wirkung seiner Schamanenpflanzen verstehen möchte. Es geht dem Schamanen um seine persönliche Weiterentwicklung, wenn er tagelang Rituale vorbereitet, die nicht der Entspannung dienen. Neben dieser spirituellen Findung möchte der Schamane zudem auch die einfachen Menschen aus seinen Kreisen heilen und dem Stamm Rat geben, damit die Gemeinschaft weiter bestehen kann. Der Schamane hat hierbei teils Privilegien, Dinge zu wissen oder Pflanzen nutzen zu dürfen, die einfache Stammesmitglieder nicht haben. Diese dürfen in der Regel sogar regelmäßig einige Rauschzustände erleben, dieses unterliegt häufig jedoch strikten Ablauf- und Ritualordnungen. Warum ist das so wichtig? Weil viele Schamanenpflanzen bei unwissender Handhabung tödliche Wirkungen entfalten können oder bleibende Schäden einsetzen können. Zudem sind viele dieser Pflanzen derart mächtig, dass man sie auch als Schamane eher zu festgelegten Ritualen nutzt und nicht jeden Tag. Der Schamane ist somit vor den heutigen Religionen der geistige Führer, Lehrer, Heiler und Weissager in der Gemeinschaft gewesen. Viel Wissen ist verloren gegangen, es muss wieder entdeckt und bewahrt werden wobei strickt davon abzuraten ist, mächtige Schamanenpflanzen eigenmächtig ohne kundigen Beistand zu verwenden. Es gibt tausende dieser Pflanzen und viele sind mit weniger Gefahren behaftet wobei jedoch für viele Anwender die gelegentliche spirituelle Reise wichtiger als die schöne Wirkung ist und man für die schöne Wirkung dann eben doch auf „normale“ Wirkstoffe zurück greift.