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Devil’s Breath – ausgeliefert, willenlos, ein Zombie

Devil’s Breath gilt derzeit als schlimmste Droge der Welt. Fachkreise sprechen von Scopolamin oder Burundanga, „Gemeiner Stechapfel“. Auch zahlreiche Mythen kursieren um die auch bei uns ansässige Engelstrompete. Ursprünglich beheimatet und besonders gefürchtet ist diese Pflanze in Südamerika.

Scopolamin macht willenlos – es verwandelt das Opfer in einen Zombie. Gerade bei Kriminellen ist diese Droge sehr beliebt. Wer das farblose, geschmacks- und geruchsneutrale Pulver „Devil’s Breath“ einatmet, verliert sofort jegliche Kontrolle. Man nimmt Befehle entgegen und führt sein Verderben meist direkt zu sich nach Hause. Opfer berichten, dass sie Diebe direkt zu sich geführt haben und ihnen freiwillig Wertgegenstände und Bargeld aushändigten.

Man muss das Pulver nur ins Gesicht geblasen bekommen, schon entfaltet sich die Wirkung. Erst Stunden später erwachen die Opfer wieder und können sich meist an nichts mehr erinnern. In Kolumbien werden ca. 50.000 Menschen pro Jahr Opfer dieser sogenannten „Devil’s Breath“ Banden.

Der Wirkstoff Scopolamin der Droge Devil’s Breath wird den Samen der Engelstrompete gewonnen. Beheimatet ist diese Pflanze vor allem in Kolumbien, Ecuador und Venezuela. Scopolamin wirkt bei geringer Dosierung beruhigend. Auch in Europa wächst die buschige, einjährige Pflanze. Alle Teile der Pflanze sind giftig, besonders jedoch die Wurzeln und nussartigen Samen, die eine hohe Konzentration an Hyoscyamin und Scopolamin aufweisen. In hoher Dosis werden Menschen bin Apathie versetzt und macht sie willenlos. Die Opfer bleiben wach und wirken normal und unbetrübt. Auch das Sprechen der Opfer verrät die Wirkung von Devil’s Breath nicht.

Genutzt von Verbrechern, Prostituierten und Regierungen

Teilweise erwachen die Opfer am nächsten Morgen irgendwo in einem Park, mit dem Gesicht auf der Straße oder im Ernstfall in einer Badewanne voller Eiswasser und vermissen ein Organ, wie die Niere. In Kolumbien vergreifen sich auch Prostituierte gern an dieser natürlichen Droge. Ihre Opfer sind gleichzeitig ihre Klienten. Nachdem sie sie ihrem freien Willen beraubt haben, machen sie gemeinsam einen Spaziergang zum Geldautomaten. Der Rausch tritt über Kontakt mit den Schleimhäuten der Nase ein. Ein winziges Schnuppern genügt. Auch Getränke, andere Nahrungsmittel oder Zigaretten werden gern für die Übertragung der Hypnosedroge verwendet.
Bis in die 50er Jahre wurde Scopolamin gern als Wahrheitsserum von diversen Regierungen benutzt. Auch der bekannte Nazi Arzt Dr. Josef Mengele experimentierte gern mit Scopolamin.
Scopolamin ähnelt Antropin, welches ebenfalls aus einem Nachtschattengewächs extrahiert werden kann. In hohen Dosen ist diese Droge auch tödlich.

Medizinisch wird Scopolamin in Pflastern gegen Reiseübelkeit und in Augentropfen zur Pupillenerweiterung genutzt. Manchmal findet man Derivate von Scopolamin auch in krampfhemmenden Mitteln.

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