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Das Restrisiko beim Guerillagrowing

Wer es nicht kaufen kann, baut oft selber an
Wer es nicht kaufen kann, baut oft selber an

Kluge Worte von einem, der selber blöd war?

Das Papier und der digitale Speicher sind geduldig. Hier wird vom Restrisiko beim Guerillagrowing geschrieben und erklärt, wie man nicht auffällt. Dabei ging die eigene Anlage leider hoch. Helfen all die klugen Tipps nicht? Doch, das würden sie. Man muss sie allerdings erst einmal umsetzen können. Wenn man einen Growraum betreibt, dann entwickelt sich das meistens immer weiter. Viele Ausgangssituationen sind auch alles andere als geeignet, um unauffällig und professionell Marihuana anbauen zu können. Es geht erst noch nicht um viel und deswegen kümmert man sich nicht um die Geheimhaltung und die Feinheiten der Tarnung. Man gerät auch oft wegen Notlagen weiter hinein. Wer keine Arbeit hat oder nicht arbeiten kann, hat kein Geld und viel Zeit.

Wer viel konsumiert, braucht Geld und versorgt die anderen Leute, um sich zu finanzieren. Dann gibt es auch diese ganzen Crashkids oder Tunnelblickleute, die ihr Lasterleben öffentlich zur Schau tragen. Ist man eines der Crashkids und will später mal „in das Geschäftliche einsteigen“, ist das bereits eine denkbar schlechte Konstellation.

Sich besser nie zu sicher sein

Das eigene Restrisiko beim Guerillagrowing wurde nie ausgeklammert, aber das Leben entwickelt sich nun mal und wie es in 5 Jahren ist, dass weiß man heute noch nicht. Es gibt immer andere, die einen im Punkt Doofheit bei weitem übertreffen und man sollte sich in solchen Situationen auch nicht von jedem für Blöd erklären lassen. Viele von genau denen übertreffen einen nämlich bei weitem.

Jetzt wurde in den vorherigen Kapiteln erklärt, dass einem vor Gericht der Umsatz hochgerechnet wird, um diesen Wert zu konfiszieren. Dazu werden auch die Vermögenswerte aufgelöst und man bleibt mit Schulden zurück. Das kann man vorher schon wissen und sich dem Restrisiko beim Guerillagrowing bewusst sein. Dennoch braucht es erst einmal eine weitere Person, der zu 100% getraut werden kann, um es alles auf ihren Namen zu übertragen. Diese Person muss es nicht nur geben, sie muss auch dazu bereit sein. Viele glaubten, dass sie solch eine Person haben und wussten hinterher, sich geirrt zu haben.

Oder warum gibt es noch immer Leute, die in diesen Punkten keinem trauen und ihr Geld im Garten verbuddeln? Denn selbst wenn alles über eine andere Person läuft, muss man im Ernstfall hoffen, dass diese nicht irgendwo mit rein gezogen wird und trotzdem alles weg ist. Das gilt im Übrigen auch, wenn man wirklich was im Garten verbuddelt. Es ist in dieser Welt immerhin alles außer der Weltfrieden möglich.

Ein Restrisiko beim Guerillagrowing gibt es immer

Wer zum zweiten Mal erwischt wird, der sollte endlich die Konsequenz ziehen und es sein lassen. Das funktioniert wie Abmahnungen beim Job. Zwei kann man sich erlauben aber mit der dritten ist der Job wirklich richtig weg und damit häufig auch für eine gewisse Zeit die gute Existenz.

Wenn man bereits vorbestraft ist und dann wieder vor Gericht steht, auch noch wegen derselben Geschichte, dann wird es nicht mehr so glimpflich ablaufen und spätestens beim Dritten mal ist es vorbei. Dann gehen auch Selbstversorger in den Knast oder erhalten wenigstens Bewährungsstrafen. Selbst wenn man beim ersten Mal dealte und beim zweiten Mal sich nur selber versorgt, wird man als Wiederholungstäter eins mitkriegen, damit man es dann auch lernt, was von diesem System zu halten ist, aus dem wir in der globalisierten Welt der materiellen Abhängigkeit nicht fliehen können.

Unauffällig, aber das Restrisiko beim Guerillagrowing machte dem ein Ende

Unauffällig, aber das Restrisiko beim Guerillagrowing machte dem ein Ende

Bewährungsversager

Auf Bewährung reicht es schon, wenn man mit einer geringen Menge erwischt wird, damit diese Bewährung widerrufen werden kann. Viele der Verurteilten sitzen deswegen lieber ab, als dass sie in den letzten zwei Monaten der Bewährung baden gehen und die ganze Strafe noch vor sich haben.

Denn welcher Kiffer oder Konsument will von sich behaupten können, dass er garantiert jahrelang nicht mit einer geringen Menge erwischt wird und nicht im Screening positiv getestet wird? Man muss sich dessen bewusst sein, dass man mit den digitalen Daten, den Drogenschnelltests und all diesem „Fortschritt“ nackt durch diese Welt läuft und es nur eine Frage der Zeit ist, bis es einen erwischt. Wer einmal bekannt ist, hat jedoch ein viel höheres Restrisiko beim Guerillagrowing.

Wenn man bereits im Polizeiregister geführt wird, wird man bei Routinekontrollen sofort auseinander genommen. Aus Bewährungsstrafen werden schnell Haftstrafen und Haft ist wirklich nicht ein angenehmer Zeitvertreib. Man kann da vielleicht eine Ausbildung machen oder einen Schulabschluss nachholen. Dennoch hilft einem dieser Stempel im Leben garantiert nicht weiter.

Haft als Karrieresprungbrett

Viele Leute haben im Knast erst ihre Geschäftskontakte aufgebaut, waren dann aber auch meist nicht das letzte Mal dort. Man geht wegen einer Kleinigkeit rein und kann mit den Kontakten dann richtig ins Geschäft einsteigen. Knast ist für viele das notwendige Karrieresprungbrett, um als Kleinkrimineller zu den „Schweren Jungs“ aufsteigen zu können. Es gibt natürlich auch viele, die auf Cannabis rein und auf Heroin rausgehen, weil man auch an dieser Stelle die entsprechenden Leute kennen lernen wird.

Wer sich das sparen möchte, der geht irgendwann „in den vorzeitigen Ruhestand“ und wird zum Konsumenten, der dann für sich nur ganz wenig anbaut oder gezwungener Weise sein mit Brix verseuchtes Gras rauchen kann. Man hat auch schon so einige „Lernwillige“ gesehen, die auf Alkohol umgestiegen sind und bürgerlich wurden. Danket den „Besserbürgern“ für Hirnfick und Gleichschaltung.

Fotoinfos

Titelfoto:

Egal, wie sicher man sich verhält und egal, wie gut man alles durchdacht hat. Das Restrisiko beim Guerillagrowing kann einen leider immer noch treffen und teils trifft es die Vorsichtigen, da sie einfach mal Pech haben. Man kann auch schuldlos als Fußgänger im Straßenverkehr angefahren werden, sich eine schlimme Lungenentzündung einfangen oder beim Vorbeigehen an einer normalen Kneipe in eine Schlägerei geraten.

Was ist, wenn man wirklich mal einen Unfall hat und für eine Woche ohne gepackte Koffer ins Krankenhaus muss? Kümmern sich die eigenen oder eben die anderen Freunde und Helfer um alles? Raucht man überhaupt unter Freunden und was wissen die? Brennt es mitten in der Nacht in der Nachbarwohnung und die Feuerwehr muss einem die Wohnung sichern? Man sollte es im Hinterkopf behalten, dass man es einfach nicht ausschließen kann. Wie bei einem AKW gibt es das Restrisiko immer, und wenn es zum Gau kommt, ist hinterher alles anders.

Foto im Artikel:

Niemand würde ahnen, dass in dieser Wohnung Marihuana angebaut wurde, da es einst auch vor dem Fenster oder im Flur nicht danach roch. Dennoch ging die gute Zeit zu Ende und der aus der vorherigen Lebensphase bereits wieder schlummernde Systemgroll erwachte erneut. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man aus persönlichem Grund gleich mehrfach und mit gutem Grund weiß, warum man diese Welt so eben nicht haben will. Die andere Frage ist, ob man, nach dem das Schlimmste durchstanden ist, aufsteht und etwas dagegen tut. Die Frage ist, ob man es sich einfach so „kommentarlos“ gefallen lässt und es damit „absegnet“. Denn nichts anderes ist es, wenn man diese Diarrhö unserer „Fortschrittsgesellschaft“ immer nur schluckt und nicht offensichtlich zu kotzen anfängt.

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