Home » Hanf allgemein » Fazit zum eigenen Marihuanastrain

Fazit zum eigenen Marihuanastrain

Anstelle der homogenen Marihuanasorte reicht auch eine Mutterpflanze für viele Stecklingspflanzen
Anstelle der homogenen Marihuanasorte reicht auch eine Mutterpflanze für viele Stecklingspflanzen

Man kann vieles aber es ist den Aufwand nicht immer wert

Der normale Grower wird nicht daran interessiert sein, einen eigenen Marihuanastrain zu züchten. Es gibt tausende Genetiken in allen Wuchseigenschaften und Qualitäten. Wozu noch eine eigene Sorte züchten, wenn man diese nicht vermarkten möchte? Da die meisten Grower hierzu die Möglichkeit nicht haben, lohnt der Aufwand einfach nicht. In der Zeit, in der man eine neue Sorte hochzieht, können dutzende andere bereits vorhandene Sorten getestet werden, um hier den persönlichen Favoriten zu küren.

Demnach wird dem einfachen Homegrower davon abgeraten, selber eine eigene Sorte zu züchten. Bei der wirklich sehr guten Auswahl an Genetiken ist es einfach vergebene Liebesmüh. Außerdem züchtet man seinen Marihuanastrain nicht auf eine, sondern auf viele Eigenschaften und diese alle mit herein zu bringen, ist schwierig. Es gibt also nicht das eine Marihuana Zuchtziel sondern viele Marihuana Zuchtziele.

Und wenn man dann eine stabile Sorte gezüchtet hat, wird einem wirklich jemand dankbar die Seeds abnehmen? Man selber ist nur irgendjemand, man muss sich vielleicht noch verstecken und bereits zufriedene Leute werden keine Empfehlungsschreiben ausstellen, zumindest jetzt noch nicht. Seeds werden überall verschenkt, die Beschenkten geben sich viel Mühe, diese zur Ernte zu bringen und sind vielfach enttäuscht. Deswegen nehmen viele Grower überhaupt keine „Eigenkreationen“ mehr an, da sie damit nicht sicher kalkulieren können. Als unbekannte Privatperson bringt keiner die Glaubwürdigkeit einer renommierten Seedbank mit, dass die eigenen Seeds wirklich gut sind. Man würde sich die Mühe höchstens für sich selber machen und ansonsten kaum Anerkennung und Dank erhalten.

Mendelsche Gesetze betrachten

Man sollte sich vorab in jedem Fall noch in die Mendelschen Gesetze einarbeiten. Hier gibt es dominante, neutrale und nicht dominante Eigenschaften. Es kommen zur Eigenschaft zwei Erbanlagen in der Pflanze vor, eine von der Mutter- und eine von der Vaterpflanze. Ist ein Gen dominant, dann tritt diese Eigenschaft automatisch hervor. Sind die Gene beide neutral, mischen sich die Eigenschaften. Damit ein nicht dominantes Gen hervor kommt, muss es von Vater und Mutter in der Pflanze vorliegen, sonst geht es unter.

Das alles ist sogar noch erheblich komplizierter und die mendelschen Gesetze lassen sich nicht auf alle Lebensformen anwenden, da die Eigenschaften auf unterschiedliche Weise in den Gensträngen eingelagert sein können. Aber wenn man mehrere nicht dominante Eigenschaften zu einem stabilen Marihuanastrain züchten möchte, dann braucht man sehr viele Pflanzen in jeder F Generation, um wirklich einige Pflanzen zu finden, die in jeder dieser Eigenschaften nur die nicht dominanten Gene tragen. Genau diese nicht dominanten Eigenschaften sind schwierige Marihuana Zuchtziele.

Wird einem dieser Marihuanastrain zusagen oder nicht?

Wird einem dieser Marihuanastrain zusagen oder nicht?

Muss man einen stabilen Marihuanastrain haben?

Sobald man mit Stecklingen arbeiten möchte, wird kein stabiler Marihuanastrain sondern nur eine gute Ausgangspflanze für viele Mutterpflanzen und noch mehr Stecklinge benötigt. In diesem Werk wird geschildert, dass einige Samen entstanden und einfach aus der Experimentierfreudigkeit angesetzt wurden. Daraus ging das Steinschlag hervor. Nicht so gut wie die Afghani #1, aus dessen Ernten ganz wenige Saatkörner hervorgingen, die alle weiblich waren. Aber gut genug, um andere Marihuanastrains in den Schatten zu stellen. Hier wurde aber kein neuer Marihuanastrain gezüchtet, sondern lediglich eine Mutterpflanze selektiert. Das geht auch dann, wenn die Saat alles andere als homogen ist, da nur eine einzelne der Pflanzen gut sein muss. Das dauert auch keine drei bis sechs Jahre, bis der neue Marihuanastrain eingesetzt werden kann, sondern einige Monate oder wenige Quartale.

Ab und an mal etwas Neues probieren

Es ist nicht verkehrt, ab und an etwas auszuprobieren. Man sollte aber schauen, ob es das auch bringt oder man davon anschließend wieder ablässt. Weiterhin sollten auch die Kapazitäten vorhanden sein, um die eigentliche Anlage nicht zu blockieren. Ganz am Anfang wurde mit Erde in Töpfen gearbeitet, davon gibt es nicht mal mehr Bilder. Dann wurden in einer Ecke der Blüte CoGr und Steinwollmatten getestet. Die Entscheidung fiel auf CoGr und erst dann wurde die Anlage umgestellt.

Nicht immer wurde so intelligent nach der richtigen Entscheidung gesucht, aber so sollte man vorgehen: Man sollte nie ein funktionierendes System komplett über den Haufen werfen, um ins kalte Wasser zu springen und baden zu gehen. Dann ist überlegte Experimentierfreudigkeit sogar eine sehr positive Eigenschaft. Für viele Grower ist das ein großer Reizfaktor, selber arbeiten, testen und lernen zu können. Viele würden gutes Marihuana in genügender Menge von Freunden erhalten, aber das ist bei weitem nicht alles beim Marihuanaanbau. Oder warum gehen solche Leute ohne kommerzielle Absichten das Repressionsrisiko ein?

Fotoinfos

Titelfoto:

Hier steht das Steinschlag vorne im Bild und hinten das Afghani #1 in ca. der sechsten Blütewoche. Die 18 Pflanzen bilden einen See of Green, die Pflanzen haben sehr schöne grüne Blätter und sind absolut gesund. Die Blüten bilden sich in den obersten 40 cm sehr stark hervor. Es handelt sich um einen der richtig guten Abschnitte in der Anbauzeit.

Foto im Artikel:

Diese Marihuanablüte wird noch wachsen, während sie mit dem Reifen bereits beginnt. Die Blätter sind dunkelgrün. Das Foto weckt die Erinnerung an den leckeren Pflanzengeruch. Marihuana stinkt nicht, es duftet angenehm und lockt deswegen immer noch viele Leute an, auf die viele sehr gerne verzichten. Würde einem diese Pflanze nicht gefallen, muss man deswegen nicht eine andere Genetik züchten. Es gibt sehr viele gute Sorten als Marihuanasamen oder Marihuanastecklinge, die man sich „organisieren“ kann. Das spart einem viel Arbeit und Zeit.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*